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Masterplan Klima Climate Smart City - Klimastadt Hamburg

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In einer modernen Vision von Hamburg als „Stadt der Zukunft“ sind Klimaschutz und Klimaanpassung wesentliche Bestandteile des gesellschaftlichen Miteinanders.

Hafen mit Blick auf Industrie Hafen mit Blick auf Industrie

Climate Smart City, Klimaschutz, Klimaanpassung

Hamburg benötigt daher klare, fortschrittliche Ziele, die zu einem positiven Bild von Hamburg als eine smarte, klimagerechte und an den Klimawandel angepasste Stadt beitragen.

Die Ziele und Maßnahmen für eine klimagerechte und an den Klimawandel angepasste Stadt sind im ersten Hamburger Masterplan Klima festzulegen. Schon vor einiger Zeit hat Hamburg mit seinen Klimaschutzkonzepten Zeichen gesetzt, worauf andere nationale und internationale Städte diesem Beispiel gefolgt sind.

Masterplan Klima

Hamburg wird mit dem ersten Masterplan Klima, welcher ressortübergreifend und unter Einbindung der Bezirke sowie in Zusammenarbeit mit den städtischen Stakeholdern erarbeitet wird, seine Vorreiterrolle als Vorbild für andere Städte wahrnehmen. Dieser verbindet Klimaschutz und Klimaanpassung als gesamtstädtische Strategien und Aktivitäten mit dem Ziel einer klimagerechten und klimaangepassten Stadt.

Die beiden Komponenten Klimaschutz und Klimaanpassung werden erstmalig integriert betrachtet.

Klima-Kommunikation

Um die Ziele einer klimagerechten und klimaangepassten Stadt erfolgreich zu verfolgen, muss Hamburg seine Strategien und Aktivitäten der Öffentlichkeit bekannt machen und sie daran teilhaben lassen. Durch das Etablieren der Climate Smart City Hamburg als Marke wird Identifikation ermöglicht und zum Mitmachen bewegt.

Klimaschutz erfordert eine Energiewende und Ressourcenwende

Um den Energie- und Ressourcenverbrauch in den Städten drastisch reduzieren zu können, müssen der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden sowie die Produktion in Betrieben verbunden mit technologischem Fortschritt weiter vorangetrieben werden.
In Hamburg sollten bis 2050 die Voraussetzungen für eine Energieversorgung geschaffen sein, die weitestgehend mit erneuerbaren Energien sichergestellt werden kann. Parallel zur Energiewende ist aber auch eine Ressourcenwende notwendig. Suffizienz muss also als Konzept des achtsamen Umgangs mit Ressourcen ein Schwerpunkt der Hamburger Klimapolitik werden.

Quartiersentwicklung

Hamburg kann nur zu einer klimagerechten und klimaangepassten Stadt werden, wenn Klimaschutz und Klimaanpassung in die Stadtentwicklung integriert werden. Die Integration erfolgt vorwiegend auf der Quartiersebene. Um diese auch voranzutreiben, sind Entwicklungskonzepte für Quartiere und Stadtteile erforderlich, die hohe Gebäudestandards, eine intelligente Energieversorgung mit erneuerbaren Energien, ein klimagerechtes Mobilitätskonzept, ein modernes Abfallmanagement und eine klimaangepasste Freiflächengestaltung miteinander vereinen.

Klimawandel

Bereits heute beeinflusst der Klimawandel die Lebensqualität in der Stadt und wird sich in den kommenden Jahrzehnten zunehmend auf die Funktionsfähigkeit dieser auswirken. Nicht nur der Sturmflut- und Küstenhochwasserschutz ist in Hamburg allgegenwärtig, auch zunehmende Starkregen- und Starkwindereignisse sowie länger andauernde Hitzeperioden werfen die Frage nach vorausschauenden und langfristig wirksamen Anpassungsmaßnahmen auf. Hamburg muss sich der Herausforderung stellen und insbesondere die wasserwirtschaftlichen Konzepte inklusive planerischer und gesetzgeberischer Maßnahmen umsetzen, die geeignet sind, Personen-, Sach- und Umweltschäden durch Hochwasser und Starkregenereignisse für die kommenden Jahrzehnte möglichst gering zu halten. Dabei sollen die Bürger rechtzeitig informiert und soweit wie möglich in die Umsetzungsprozesse eingebunden werden.

Hamburg wird weiter wachsen und insbesondere im innerstädtischen Bereich zunehmend zu einer kompakten Stadt werden. Deshalb muss eine Strategie entwickelt werden, mit der die Erfordernisse der Anpassung an die Folgen des Klimawandels berücksichtigt werden können.

Da die Verdichtung im Vergleich zu anderen Städten noch nicht so weit fortgeschritten ist, bietet Hamburg dafür gute Voraussetzungen. Außerdem verfügt die Stadt über einen relativ hohen Anteil von (grünen) Freiräumen.
Für die Anpassung Hamburgs an den Klimawandel ist es daher wichtig, diese zu sichern, zu begrünen und ggf. zu entsiegeln oder als multifunktionale Flächen mit hoher Aufenthaltsqualität und verbunden mit der Funktion als Regenwasserauffangbecken zu gestalten.

Resilienz für Hamburg bedeutet Städte robuster und widerstandsfähiger gegen Klimaereignisse zu machen, das wird zu einem immer wichtigeren Thema.

Akteure in der Stadt

Die Rollen von Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben sich verändert. Bei der Gestaltung der Klimapolitik in Hamburg sind deshalb insbesondere die Stakeholder der Stadt sowie die öffentlichen und privaten Unternehmen einzubinden.

So sollen soziale und gesellschaftliche Innovation ermöglicht und der Prozess der Transformation von möglichst vielen städtischen Akteuren mitgestaltet werden.

Auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die ja auch in ihren Rollen als Mieter, Gebäudeeigentümer, mobile Privatpersonen, Verbraucher etc. an dem Gelingen der klimapolitischen Zielsetzungen mitwirken, sind Möglichkeiten der Teilnahme anzubieten sowie im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung Informationen via Internet und Kampagnen bereitzustellen.

Hamburger Klimapolitik

Klimaschutz und Klimaanpassung sind Querschnittsaufgaben, die verstärkt ressortübergreifende Bestandteile der Stadtpolitik auf allen Ebenen werden sollen. Der Klimaschutz soll gleichermaßen in die Fachpolitiken der anderen Behörden integriert werden.

Die Leitstelle Klimaschutz unterstützt dabei den Senat bei der Verwirklichung dieser Ziele. Sie ist außerdem vom Senat beauftragt worden, die Koordinierungs- und Steuerfunktion über alle Behörden für die Stadt wahrzunehmen. Dieser Ansatz der Integration klimapolitischer Zielsetzungen ist nach wie vor richtig. Um aber erfolgreich in der Umsetzung zu sein, bedarf es konkreter Vorgaben des Senats für die Umsetzung von Klimaschutz und Klimaanpassung in den Fachpolitiken.

Der erste Masterplan Klima sollte diese Vorgaben mit einbeziehen und so eine verlässliche Grundlage für die Hamburger Klimapolitik in den kommenden Jahren bieten.

Pressemeldung vom 10.09.2015: Hamburger Klimaplan

 

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