Hamburger Klimaplan Verursacherbilanz 2017

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Wie in den meisten Bundesländern gibt es in Hamburg zwei Bilanzen zu den CO2-Emissionen, eine Quellen- und eine Verursacherbilanz.

Hamburger Klimaplan - Leitstelle Klima

Die Quellenbilanz beschreibt die aus dem Primärenergieverbrauch resultierenden CO2-Emissionen, die durch direkte Nutzung von fossilen Energien wie Kohle, Erdgas oder Erdöl anfallen. Die Quellenbilanz bildet insbesondere die Emissionen aller großen Industrie- und Energieerzeugungsanlagen ab. Die Verursacherbilanz bezieht sich hingegen auf den Endenergieverbrauch von umgewandelten Primärenergieträgern wie zum Beispiel Wärme oder Strom. Sie hat damit einen direkten Bezug zum Verbrauchsverhalten von Wirtschaft und privaten Haushalten. Sie ist für den Klimaschutz maßgeblicher, da sie stärker die durch Klimaschutzmaßnahmen in Hamburg beeinflussbaren Faktoren abbildet. Vor diesem Hintergrund orientiert sich Hamburg bei seinen Klimazielen an der Verursacherbilanz.1

Die Erfassung und Auswertung der Hamburger CO2-Bilanz erfolgt durch das Statistikamt Nord.2 Hamburg verfährt bei der Bilanzierung nach der Methodik des Länder-Arbeitskreises Energiebilanzen.3

Hamburger CO2-Verursacherbilanz 2003-2017 im Vergleich zu 1990 Abbildung 1: Hamburger CO2-Verursacherbilanz 2003-2017 im Vergleich zu 1990

Die CO2-Emissionen wurden von 1990 bis 2017 um 20,8 Prozent reduziert. Von 2016 auf 2017 sind die CO2-Emissionen um 345.000 t leicht zurückgegangen. Diese Entwicklung ist auch vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt zu interpretieren. Das Bevölkerungswachstum im Jahr 2017 mit 1,1 Prozent war vergleichsweise hoch; das reale Wirtschaftswachstum mit 2,4 Prozent lag leicht über dem Bundesergebnis von real plus 2,2 Prozent.

Die Verringerung der CO2-Emission von 2016 auf 2017 ist im Wesentlichen durch den gestiegenen Anteil an erneuerbaren Energien am Bundes-Strommix begründet. Weitere CO2-Minderungen sind auf eine leichte Verbrauchsreduzierung bei verschiedenen Energieträgern, insbesondere im industriellen und gewerblichen Bereich, zurückzuführen.

Bezogen auf die Sektoren haben 2017 die privaten Haushalte (PHH) sowie Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) zusammen einen Anteil von 43,7 Prozent an den Hamburger Gesamtemissionen. Davon entfällt die Hälfte auf die privaten Haushalte. Die Industrie verursacht 28,0 Prozent der CO2-Emissionen und der Verkehr 28,3 Prozent.

Die CO2-Emissionen der Hamburgerinnen und Hamburger pro Kopf und Jahr haben sich von 1990 bis 2017 von 12,5 t auf 9,0 t verringert. Damit hat Hamburg das Klimaschutzziel aus dem Klimaplan 2015 für das Jahr 2020 von 9,0 t CO2 pro Kopf bereits in 2017 erreicht. Gegenüber 1990 entspricht das einem Rückgang von 28,5 Prozent.

CO2-Emissionen pro Kopf in Hamburg in Tonnen Abbildung 2: CO2-Emissionen pro Kopf in Hamburg in Tonnen

Die Ergebnisse zeigen, dass noch erhöhte Anstrengungen erforderlich sind, um Hamburgs Klimaziel für 2030 zu erreichen.4

1. Die Verursacherbilanz erfasst methodisch nicht alle Bereiche. Die CO2-Emissionen der Seeschifffahrt werden nicht abgebildet, und die CO2-Emissionen des Kraftwerks Wedel fließen in die Fernwärme ein. Die CO2-Emissionen von Moorburg werden in der Quellenbilanz berücksichtigt.
2. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein
3. Länderarbeitskreis Energiebilanzen
4. Weitere Daten zur Verursacherbilanz siehe Internetpräsenz der Leitstelle Klima.


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