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Hamburger Klimaplan Sektorbezogene Ziele 2030

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Um das CO2-Minderungsziel von 55 Prozent bis 2030 in einem Ballungsraum und Wirtschaftsstandort wie Hamburg zu erreichen, müssen im ersten Schritt die entscheidenden Stellschrauben im Hinblick auf ihre Emissionswirkungen identifiziert werden.

Hamburger Klimaplan - Leitstelle Klima

Der methodische Ansatz setzt sich aus den beiden o.g. Stellschrauben, dem bundesweiten Strommix und der Art der Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet einerseits sowie einem ergänzenden Maßnahmenmix Hamburgs andererseits zusammen (vgl. Kapitel 1.2. Höhere CO2-Minderungsziele 2030 und 2050). Für eine Einschätzung zum Maßnahmenmix hat das Wuppertal Institut Annahmen des Öko-Instituts1 und von Prognos2 für die Bundesebene sowie Angaben der Hamburger Behörden herangezogen.

Das Wuppertal Institut hat unter Berücksichtigung der Potenziale von Bundesstrommix und Hamburger Fernwärme Vorschläge für sektorbezogene CO2-Minderungsziele vorgelegt. Dabei wurde basierend auf der Verursacherbilanz des Statistikamts Nord für die weiter oben beschriebenen vier Sektoren (PHH, GHD, Industrie, Verkehr) der Anteil der jeweiligen Energieträger betrachtet. Darüber hinaus wurden Effizienzmaßnahmen in den Sektoren PHH und GHD sowie Veränderungen der Anteile von Verkehrsträgern berechnet. Dabei kristallisierten sich die Reduktion fossiler Kraftstoffe und der Ausstieg aus der Beheizung mit Heizöl in der Wärmeversorgung bis 2030 als weitere Notwendigkeiten heraus.

Der Senat setzt auf dieser Grundlage und ausgehend von den o.g. Vorschlägen zu den Potenzialen auf Landesebene folgende sektorbezogene Ziele bis 2030 fest:

Sektorbezogene Minderungsziele in 1.000 t CO₂ für Hamburg Tabelle 7: Sektorbezogene Minderungsziele in 1.000 t CO₂ für Hamburg. Wuppertal Institut, 2017.

Mit der Fortschreibung des Klimaplans sind zunächst die für die Sektoren verantwortlichen Fachbehörden verpflichtet, die jeweils festgelegte CO2-Reduktionsmenge aus dem erforderlichen Hamburger Maßnahmenmix zu erbringen. Maßnahmen, für die es bislang noch keine konkrete Prognose zur CO2-Minderung gibt, müssen nachgesteuert werden (ggf. durch weitere Prüfaufträge). Deuten die Emissionsdaten beim jährlichen Maßnahmen-Monitoring darauf hin, dass das CO2-Minderungsziel eines Sektors gefährdet ist, so legt zunächst die zuständige Fachbehörde bzw. legen die zuständigen Fachbehörden innerhalb von drei Monaten ein Sofortprogramm mit dem Ziel vor, für den jeweiligen Sektor die Einhaltung der CO2-Emissionsmengen des Sektors für die folgenden Jahre sicherzustellen. Sofern in anderen Sektoren weitergehende als zunächst angenommene Reduktionen erreicht werden, können diese einvernehmlich auch zum Ausgleich für in anderen Sektoren nicht erzielbare Reduktionen angerechnet werden.

1. Öko-Institut, Klimaschutzszenario 2050, 2015.
2. Prognos/EWI/GWS, Entwicklung der Märkte - Energiereferenzprognose, 2014.


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