Hamburger Klimaplan Klimagerechte Stadtentwicklung

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Zentrale Herausforderung einer klimagerechten Stadtentwicklung ist es, die Entwicklung der Stadt mit den Anforderungen von Klimaschutz und Klimaanpassung in Einklang zu bringen.

Hamburger Klimaplan - Leitstelle Klima

Das Wachstum in der Stadt ist dabei Herausforderung und Chance zugleich. Wenn Klimaschutz und Klimaanpassung bei Planung und Bau immer und von Anfang an mitgedacht und mitgeplant werden, entstehen Synergien statt Gegensätze.

Gerade die verschiedenen Maßnahmen der Innenentwicklung bieten die Chance, über städtebauliche Lösungen einen wirkungsvollen Klimaschutz zu betreiben. Kürzere Wege, erhöhte Energieeffizienz durch eine kompaktere Bauweise und urbane, gut erschlossene Zentren mit öffentlichen Räumen sind nur einige der Synergieeffekte, die in einer Stadt aus Klimaschutzsicht besonders wichtig sind.

Mit der Strategie Mehr Stadt in der Stadt setzt Hamburg seit vielen Jahren auf ein nachhaltiges Siedlungsflächenwachstum unter Priorität der Innenentwicklung. Diese Strategie soll den ökonomischen, sozialen und ökologischen Bedarfen gleichermaßen Rechnung tragen, indem das Siedlungsflächenwachstum begrenzt wird, Flächenpotenziale in erster Linie im Siedlungsbestand genutzt werden und bestehende Nutzungen im Sinne von mehr Flächeneffizienz optimiert werden. Dies gilt für Wohnnutzungen ebenso wie im Bereich von Arbeitsstätten. Mit dieser Strategie geht auch die bessere Ausnutzung von Infrastruktureinrichtungen (soziale und technische Infrastruktur) einher.

Zum Beispiel nutzt Hamburg die Entwicklung innerstädtischer Bauflächenpotenziale in einer Qualitätsoffensive Freiraum dazu, diese immer mit einer Aufwertung und Neuschaffung von Freiräumen im Quartier zu kombinieren, um so auch innerhalb der Siedlungsflächen einen grünen Mehrwert zu erreichen. Dabei entstehen insbesondere im Rahmen der Flächenkonversion stetig neue Parks und Grünanlagen. Beispiele hierfür sind der Inselpark in Wilhelmsburg mit ca. 100 ha, der Lohsepark in der HafenCity mit ca. 4 ha und der Stadtteilpark im Rahmen der Mitte Altona mit ca. 3 ha sowie die Zugänglichkeit von Wasserflächen und Aufwertung der Uferflächen. Lösungen, wie z. B. multicodierte Flächen in Quartieren, die z. B. einerseits als Park- oder Freifläche dienen, andererseits aber auch Rückhalteraum bei Starkregenereignissen bieten, können den vielfältigen Anforderungen und Flächenansprüchen gerecht werden. Gleichzeitig fördern viele Klimaanpassungsmaßnahmen über eine erhöhte Qualität der Grün- und Freiräume die Lebensqualität in den Quartieren. Nicht zuletzt können so auf Dauer erhebliche Kosten zur Schadensregulierung vermieden werden.

Dafür müssen Klimaziele verbindlich festlegt und mit konkreten Aktivitäten hinterlegt werden. Das kann durch Förderungen und durch Vereinbarungen in Bündnissen und Selbstverpflichtungen sowie durch ggf. erforderliche ordnungsrechtliche flankierende Regelungen erfolgen. Um den Klimaschutz wirtschaftlich vertretbar umsetzen zu können, müssen Maßnahmen mit möglichst großer Hebelwirkung und einer möglichst hohen CO2-Reduktion Vorrang haben. Je mehr CO2 mit einem eingesetzten Euro reduziert werden kann, umso besser. Investitionshemmnisse müssen mit attraktiven Rahmenbedingungen überwunden werden, sodass sich die Investition schneller als bisher sowohl für Investoren/Eigentümer als auch für Mieter lohnt.

Neben den Transformationspfaden werden in diesem Bereich folgende strategische, handlungsfeldübergreifende Maßnahmen umgesetzt:

Klimaschutz und Energieeffizienz im Bündnis für das Wohnen in Hamburg

Klimaschutz, Klimaanpassung und bezahlbarer Wohnraum sind für die Zukunft Hamburgs gleichermaßen wichtig und genießen eine hohe politische Priorität. Daher haben die Partner im Bündnis für das Wohnen ein gemeinsames Interesse am aktiven Klimaschutz ausgesprochen und vereinbart, gemeinsame Lösungen bei Neubau- und Bestandsgebäuden zu erarbeiten. Ziel ist es, den Energieverbrauch der Gebäude zu senken, die Energieeffizienz zu steigern sowie den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. In Fachgesprächen haben sich die Bündnispartner mit der energetischen Quartiersentwicklung, der Mobilität und der Umsetzung von RISA auseinandergesetzt.

Energetische Quartiersplanungen

Um die Potenziale von Wärmenetzen zu realisieren, wird sowohl beim Neubau als auch im Bestand der ‚Quartiersansatz‘ verfolgt. Das bedeutet eine Gesamtbetrachtung unterhalb der Stadtteilebene anstelle einer Einzel-hausbetrachtung. Ziel der Bundesförderung energetischer Quartierskonzepte (KfW-Programm 432) ist die Erarbeitung und Umsetzung integrierter Quartierskonzepte, die durch Maßnahmen zur Energieeinsparung und Einbindung erneuerbarer Energien bei der Energieversorgung geprägt sind. Die Umsetzung erfolgt durch ein energetisches Sanierungsmanagement. Mit Maßnahmen auf Quartiersebene können höhere CO2-Einsparungen erzielt werden, als wenn Energiemaßnahmen auf Gebäudeebene umgesetzt werden. Insgesamt gibt es zehn über den Bund geförderte energetische Quartiersplanungen.

Handlungshilfe Klimabelange in der Stadtentwicklung

Im Rahmen eines Senatsauftrages wird von den zuständigen Behörden in Zusammenarbeit mit den Bezirken eine Handlungshilfe für eine Berücksichtigung von Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in der Stadtentwicklung erstellt. Diese zeigt auf, welche Handlungsmöglichkeiten es in den einzelnen städtebaulichen Planungsphasen – beginnend vom städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb bis zur Konzeptausschreibung – zur Berücksichtigung von Klimabelangen in der Planung gibt. Dabei erfolgt die Betrachtung fachübergreifend, denn Lebensqualität, Verdichtung im Zuge der Vermehrung von Wohnraum, Erhalt und Entwicklung von Grün- und Freiflächen, integriertes Regenwassermanagement, nachhaltige Mobilität, die Umsetzung der Energie- und Wärmewende und viele anderen Themen müssen in integrierten städtebaulichen Planungen zusammengebracht werden.

Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement in den Bezirken

Alle Hamburger Bezirke sind dabei, eigene bezirkliche, integrierte Klimaschutzkonzepte zu erstellen bzw. haben ein solches schon erstellt.
Der Senat strebt an, dass bis Ende 2020 in allen Bezirken Klimamanagerinnen bzw. Klimamanager für die Erstellung und Umsetzung von Klimaschutzkonzepten beschäftigt sind und weitere Kümmerer sich in der Stadtentwicklungsplanung oder auch bei Mobilitätskonzepten engagieren. Weiteres Ziel ist, dass bis 2021 in jedem Bezirk ein energetisches Quartiersmanagement für die Erstellung und Umsetzung eines energetischen Quartierskonzeptes zur Verfügung steht.


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