Fachberufe im Gesundheitswesen Gesundheits- und Krankenpflege / Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Jährlich besteht in der Freien und Hansestadt Hamburg für rund 750 Interessierte die Möglichkeit eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu absolvieren.

Ausbildung Gesundheitspflege Krankenpflege Hamburg

Die Ausbildung findet an staatlich anerkannten Ausbildungsstätten statt. Die Abschlussprüfungen werden von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz überwacht. Dies sichert die Qualität der Ausbildung und dient dem Patientenschutz.

Leitfaden Schulpraktikum

Leitfaden zu Schulpraktika in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Gesundheits- und Pflegeberufe bieten attraktive Zukunftsperspektiven, und Fachkräfte werden gesucht. Praktika können helfen, in den einen oder anderen Beruf hinein zu schnuppern, junge Menschen bei der Entscheidung für eine Berufsausbildung zu unterstützen und die Frage zu beantworten: Ist eine Ausbildung in der Pflege das richtige für mich? 

Der Leitfaden bietet neben Informationen über die Pflegeberufe auch Checklisten und Tipps, wie ein Schulpraktikum in der Pflege für alle Beteiligten erfolgreich wird. Er steht hier zum Download bereit:

Berufsbild 

Gesundheits- und Krankenpfleger/innen / Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen pflegen und versorgen eigenverantwortlich kranke und pflegebedürftige Menschen aller Altersgruppen. Sie führen eigenständig ärztlich veranlasste Maßnahmen aus, assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen und dokumentieren Patientendaten.

Immer wichtiger wird die Beratung, Anleitung und Unterstützung kranker Menschen und Ihrer Angehörigen sowie die Themen Gesundheitsförderung, palliative Pflege und Rehabilitation.

Gesundheits- und Krankenpfleger/innen / Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen arbeiten vorwiegend in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken. Darüber hinaus sind sie aber auch in Altenheimen, Hospizen, Wohnheimen für behinderte Menschen sowie in Einrichtungen der Kurzzeitpflege beschäftigt. Ein weiteres, immer wichtigeres Tätigkeitsfeld ist die ambulante Pflege.

Berufsordnung

Am 3. Oktober 2009 trat die Hamburger Pflegefachkräfte-Berufsordnung in Kraft. In ihr sind unter anderem grundlegende Aussagen zum Berufsbild, zu den Berufsaufgaben und -pflichten sowie zur Kompetenzerhaltung verankert. Die Berufsordnung soll sowohl zur Qualitätssicherung in der pflegerischen Versorgung beitragen als auch die Berufsgruppe der Pflegenden innerhalb des Gesundheitssystems stärken.

Im Rahmen der norddeutschen Kooperation im Bereich des Gesundheitswesens ist ein Fortbildungspass entwickelt worden, in dem absolvierte Fortbildungen in übersichtlicher Form dokumentiert werden können. Der Fortbildungspass enthält auch die Texte der Berufsordnungen für Pflegefachkräfte in Hamburg und Bremen. Er kann beim Norddeutschen Zentrum zur Weiterentwicklung der Pflege (NDZ) kostenfrei bestellt werden.

Zugangsvoraussetzungen

Sie finden unten die Adressen der Hamburger Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegeschulen. Dort können Sie sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, wenn Sie diese Zugangsvoraussetzungen erfüllen:

  • gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Beruf,
  • Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung,
  • den erfolgreichen Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulausbildung oder
  • Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, zusammen mit
    a) einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren oder
    b) einer Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer oder einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe.

Ausbildungsstätten 

Wenn Sie sich für eine Ausbildung in einem Krankenpflegeberuf entschieden haben, bewerben Sie sich in einem Hamburger Krankenhaus: Ausbildungsplätze in Hamburger Krankenhäusern.

Einen Flyer mit den Adressen aller Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegeschulen können Sie unten auf dieser Seite herunterladen.

Freie Ausbildungsplätze finden Sie über die Online-Ausbildungsplatzbörse für Pflegeberufe auf www.pflegeberufe-hamburg.de.

Ausbildungsdauer und -inhalte

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie wird nach bundeseinheitlichen Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften durchgeführt.

Gesundheits- und Krankenpflege, Pflege- und Gesundheitswissenschaften, pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin, der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie aus Recht, Politik und Wirtschaft werden in mindestens 2.100 theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden vermittelt.

Mindestens 2.500 Stunden praktische Ausbildung verteilen sich auf die vielfältigen stationären und ambulanten Arbeitsbereiche der Pflege, wie zum Beispiel in der Inneren Medizin, in der Chirurgie, der (Kinder- und Jugend-)Psychiatrie, im Hospiz, in Rehabilitations- und Beratungseinrichtungen.

Abschlussprüfung

Die staatliche Abschlussprüfung beginnt ungefähr drei Monate vor dem Ende der Ausbildung. Sie besteht aus einem praktischen, einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

Die Zulassung zur Prüfung beantragen Sie über die Gesundheits- und Krankenpflegeschule beim Amt für Gesundheit / Referat Fachberufe im Gesundheitswesen.

Die Behörde benötigt eine amtlich beglaubigte Kopie Ihres Personalausweises oder Ihres Passes, bei Namensänderung auch die betreffende Urkunde (in der Regel die Heiratsurkunde), um Sie zur Prüfung zulassen zu können. Die Schule leitet diese Unterlagen an die Behörde weiter.

Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung

Erst die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung "Gesundheits- und Krankenpflegerin"/"Gesundheits- und Krankenpfleger" berechtigt Sie, den Beruf unter dieser geschützten Berufsbezeichnung auszuüben. Die meisten Arbeitgeber werden von Ihnen die Vorlage der Urkunde verlangen.

Sie wird erteilt, wenn die Abschlussprüfung bestanden und die Zuverlässigkeit und gesundheitliche Eignung für die Berufsausübung nachgewiesen ist. Näheres erfahren Sie aus dem Merkblatt, das Sie sich von dieser Seite herunterladen können.

Sie haben Ihre Erlaubnisurkunde oder das Zeugnis über die staatliche Abschlussprüfung verloren? Wenn Sie in Hamburg ausgebildet wurden, können Sie eine Ersatzausfertigung beantragen.

Anerkennung einer ausländischen (Kinder-) Krankenpflegeausbildung

Sie können Ihr im Ausland erworbenes (Kinder-)Krankenpflegediplom anerkennen lassen: Anerkennung ausländischer Diplome in Gesundheitsfachberufen.

Ansprechpartner

Nähere Auskünfte werden Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail erteilt. Die Adressen finden Sie auf der Übersichtsseite Ansprechpartner für Fachberufe im Gesundheitswesen.

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