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Neue Rechtsgrundlage Datennutzung für Krebsforschung erleichtert

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Am 30.12.2023 tritt die Neufassung des Hamburgischen Krebsregistergesetzes (HmbKrebsRG) in Kraft. Durch die Reform werden Daten zu Krebserkrankungen in Hamburg künftig auf einer neuen Rechtsgrundlage verarbeitet. Wesentliche Ziele sind eine verbesserte Qualität und Nutzbarkeit der Informationen für die Forschung und die Versorgung von Patientinnen und Patienten. 

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Erleichterte Datennutzung für Krebsforschung

Die Novelle ergänzt das zuletzt im Jahre 2014 umfassend geänderte Hamburgische Krebsregistergesetz. Seitdem werden alle wichtigen Daten im Verlauf einer Krebserkrankung durch Hamburger Kliniken, Praxen und ärztlich geleitete Einrichtungen der onkologischen Versorgung an das Krebsregister übermittelt. Die Grundlage dafür bildet die gesetzliche Meldepflicht und der bundeseinheitliche Onkologische Basisdatensatz. Die gemeldeten Angaben bilden ein wichtiges Fundament, um die Erforschung und die Behandlung von Krebserkrankungen weiter zu verbessern.

Die neue Rechtsgrundlage enthält Anpassungen an neue technische Entwicklungen, um weiterhin einen qualitativ hochwertigen Datenbestand zu ermöglichen. Die Meldepflicht wird auf palliative und kinderonkologische Einrichtungen ausgedehnt. Ärztinnen und Ärzte können die gemeldeten Daten durch einen erleichterten Zugang künftig besser für die Versorgung von Patientinnen und Patienten nutzen. Aufgenommen wurden neue bundesrechtliche Vorgaben aus dem Gesetz zur Zusammenführung von Krebsregisterdaten. Präzisierungen im Bereich Datenschutz und Datensicherheit wurden ebenfalls umgesetzt. Damit wird der bisher im Register gewährleistete Schutz der sensiblen Gesundheitsinformationen verbindlich festgeschrieben.

Dr. Alice Nennecke: „Krebs ist für alle Betroffenen einschneidend und belastend. Die im Register gesammelten Krebsdaten gehören zu den besonders sensiblen Informationen – dies ist uns stets bewusst. Im Interesse der Patientinnen und Patienten freue ich mich, dass diese wichtigen Daten weiter gut geschützt und sicher für behandelnde und forschende Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung stehen.“

Pressemitteilung vom 21.12.2023

Hamburgisches Krebsregistergesetz (HmbKrebsRG)

Hintergrund

Als erstes Bundesland hat Hamburg im Jahr 2014 die rechtliche Basis für eine flächendeckende klinische Krebsregistrierung gelegt. Diese ging weit über die bis dahin praktizierte bevölkerungsbezogene Erfassung hinaus. Aktuell werden im Hamburgischen Krebsregister jährlich ca. 130.000 Meldungen erfasst und Daten zu ca. 20.000 neu erkrankten und in Hamburg behandelten Krebspatientinnen und Krebspatienten dokumentiert. Das Hamburgische Krebsregister stellt die Daten für wissenschaftliche Projekte und ärztliche Fragestellungen zur Verfügung.

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