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Rückblick auf einen spannenden Austausch „Wirtschaft gestaltet Zukunft“ – Dialogreihe der BUKEA

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Was ist der Zweck von Wirtschaft? Ist die aktuelle Wirtschaftsform festgeschrieben? Was bedeuten gesellschaftliche Veränderungen für Unternehmen? Vertreter:innen Hamburger Unternehmen, Behörden, Zivilgesellschaft und Verbänden sprachen 2023 über die Zukunft der Wirtschaft und ihren Beitrag zur Zukunftsgestaltung.

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„Wirtschaft gestaltet Zukunft“ – Dialogreihe der BUKEA

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In drei aufeinander aufbauenden Terminen haben sich 2023 jeweils rund 50 Vertreter:innen aus Hamburger Unternehmen, Startups, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Verwaltung im Rahmen der Dialogreihe "Wirtschaft Gestaltet Zukunft" zusammengefunden. Dabei stand der offene und interdisziplinäre Diskurs im Mittelpunkt, um Impulse für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Hamburg zu geben. Die Transformation zu einer resilienten und nachhaltigen Wirtschaft ist zwar an vielen Stellen schon in vollem Gange, trotzdem lohnte sich der Blick in die Geschichte und Ursprünge unseres Wirtschaftssystems: „Die Wirtschaft von Gestern und Heute“ (April 2023). Im zweiten Dialog wurden Visionen von künftiger Wirtschaft beleuchtet „Die Wirtschaft der Zukunft“ (Juni 2023), um anschließend den „Weg in die Wirtschaft der Zukunft“ zu skizzieren (September 2023) und die Teilnehmer:innen zum Handeln in ihren beruflichen Kontexten zu motivieren. Hintergrund der Dialogreihe ist der Koalitionsvertrag von SPD und Grünen von 2020, in dem der Austausch mit Stakeholdern zum „nachhaltigen Umbau der Wirtschaft“ vereinbart wurde. Nachfolgend eine Zusammenfassung der Termine:

1. Termin „Die Wirtschaft von Gestern und Heute“

Ziel des ersten Dialogs im Hamburger Rathaus war es, einen Überblick über die Geschichte der Wirtschaft und deren Einbettung in die Gesellschaft zu geben sowie aktuelle Nachhaltigkeitsherausforderungen zu diskutieren.

Nach einer Begrüßung durch Umweltsenator Jens Kerstan startete die Dialogreihe mit dem Vortrag Transformation der Wirtschaft: Denkanstöße aus historischer Perspektive von Prof. Dr. Elisabeth Allgoewer von der Universität Hamburg. Sie stellte die „große Transformation zur modernen Gesellschaft und Wirtschaft im 19. Jahrhunderts vor und diskutierte die Ziele Vollbeschäftigung und Wachstum, die nach Adam Smith nur temporär erreichbar, aber nicht dauerhaftes Ziel seien. Sie betonte die Komplexität und Offenheit von Transformationsprozessen und empfahl einen multidisziplinären und reflexiven Ansatz. Eine Ad-hoc-Umfrage ergab, dass die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft von den Teilnehmenden als wesentlich für eine stabile Gesellschaft angesehen wird.

Der anschließende Vortrag von Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons (ebenfalls Uni Hamburg) zur Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft diskutierte die Rolle der Wirtschaft als Verursacherin von Problemen, aber auch als Retterin aus der Krise und zeigte Möglichkeiten auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung auf. Sie beleuchtete, dass Unternehmen zunehmend unter Druck geraten, nachhaltig zu wirtschaften und welche neuen Organisations- und Führungsformen dafür notwendig sind. Sie stellte Beispiele für innovative Ansätze wie die Value Balancing Alliance, den Sustainability Transformation Monitor oder Open Social Innovation vor. Sie betonte die Bedeutung von Nachhaltigkeitskompetenz, Partizipation und Kooperation für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitstransformation. Eine Ad-hoc-Umfrage zeigte, dass die Teilnehmenden der Wirtschaft eine sehr wichtige Rolle bei der Bewältigung von Nachhaltigkeitsproblemen zuschreiben und für sie Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen spielt.

Die beiden Vorträge wurden von den Teilnehmenden in einem Marktplatzformat diskutiert und besprochen. Es folgte eine Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen und Chancen der Transformation mit Dr. Lars Blinda von der Otto GmbH & Co KG, Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons von der Universität Hamburg, Christian Heine von den Hamburger Energiewerken sowie André Trepoll vom Industrieverband Hamburg.

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2. Termin „Die Wirtschaft der Zukunft“

Im zweiten Dialog-Termin kamen die Teilnehmenden im DesignZentrum in der HafenCity zusammen, um dort eine die Zukunftsperspektive einzunehmen und verschiedene visionäre Wirtschaftsmodelle zu diskutieren. Innovative Unternehmensbeispiele zeigten, dass wir schon über die Vision hinaus sind und neue Wirtschaftsmodelle in der Praxis ankommen.

Die Veranstaltung begann mit einer Keynote von Dr. Eike Wenzel vom ITZ - Institut für Trend- und Zukunftsforschung. Er sprach über die Herausforderungen und Chancen der globalen sozial-ökologischen Transformation, die durch verschiedene Trendarten wie Megatrends, Technologietrends, Gesellschaftstrends, Konsumtrends und Produkttrends beeinflusst werden. Als wichtige Megatrends wurden Themen wie Klimawandel, Energiewende und Neourbanisierung genannt. Er stellte vergangene Transformationen von Wirtschaftssektoren und Szenarien für die Zukunft von Industrie, Energie und Rohstoffen vor und zeigte auf, wie ein Systemwechsel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft möglich ist.

Es folgten Inputs zur Donut-Ökonomie, Postwachstumsökonomie, Circular Economy und Gemeinwohlökonomie. In Kleingruppen wurden anschließend Chancen, Herausforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten zu diesen Konzepten diskutiert.

Schließlich stellten sich fünf innovative Unternehmen in Kurzvorträgen vor: Cirplus, Indeed Innovation, Framtid, OTTO WULFF und Premium Cola, die bereits einzelne oder mehrere Aspekte der sog. visionären Wirtschaftsformen ein- und umsetzen und im Unternehmensalltag beherzigen und somit ein Beleg für die praktischen Einsatz- und Umsetzungsmöglichkeiten sind. 

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3. Termin „Weg in die Wirtschaft der Zukunft“

Den dritten Workshop (ebenfalls im DesignZentrum) eröffneten Unternehmenspitches von Elbtischler, Stadtreinigung Hamburg und Traceless mit interessanten Einblicken und führten ebenfalls den Beweis, dass neue Wege in der Praxis gut funktionieren. Mit Hilfe der „Open Space“-Methode wurde ein Raum geboten, um Themen aufzugreifen, die die Teilnehmenden beschäftigen, was zu lebhaften und erkenntnisreichen Diskussionen führte. Es wurden sehr diverse Fragestellungen durch die Teilnehmenden vorgebracht: Wie können wir urbane und regionale Produktion gestalten? Wie können wir uns bei der Transformation vom Status Quo lösen? Wie schaffen wir den Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, auch in Bezug auf potentielle Abwanderung von Unternehmen? Welche Indikatoren nehmen wir für die (wirtschaftliche) Entwicklung? Wie erreichen wir die Gen-Z? Wie erfahren verschiedene Stakeholder von den Problemen, Lösungen und Forderungen anderer, bspw. auf expliziten Veranstaltungen? Wie bekommen wir die Transformation in die Breite der Gesellschaft und Kundschaft? Wie und mit welchen Finanzierungswegen kann die Transformation bewerkstelligt werden (je Branche und konkret auch Infrastruktur und Gebäude)? Inwieweit kann das alles gelingen im System der Sozialen Marktwirtschaft?

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Der Workshop endete mit Absprachen zu nachfolgenden Kooperationsmöglichkeiten und Austauschformaten. Diese umfassten den weiteren Austausch zu nachhaltiger Mode mit einem Vertreter der Otto GmbH, zu Indikatoren zur wirtschaftlichen Entwicklung zwischen dem Referat für Umwelt und Wirtschaft und der Stabstelle Nachhaltigkeit, zur Entwicklung einer digitalen Plattform zum Ideenaustausch, zu Spielregeln einer nachhaltigen Wasserwirtschaft und zu urbaner Produktion im Rahmen der Fab City Hamburg. Darüber hinaus wurden die Fachkreise der UmweltPartnerschaft / BUKEA bekannt gegeben, so dass diese Veranstaltung den Weg für zukünftige Initiativen in Richtung Nachhaltigkeit geebnet hat. Die LinkedIn-Gruppe bietet zusätzliche Vernetzungsmöglichkeit.

Zwischenüberschrift: So geht’s weiter!

Insgesamt war die Veranstaltung für die Beteiligten aus unterschiedlichen Bereichen ein Erfolg und bot umfassenden Raum für regen Austausch. Die Dialogreihe hat auch ein Alleinstellungsmerkmal und einen eigenen Wert auf dem Transformationspfad zu einer nachhaltigeren Wirtschaft, da der breite Diskurs und Dialog über eine nachhaltige Transformation im Unternehmensalltag bzw. im Zusammenspiel Wirtschaft-Verwaltung selten Raum hat.

Die BUKEA lädt explizit zur weiteren Vernetzung ein – unter den Teilnehmenden selbst, aber auch in weiteren (Fach-)Formaten mit der Umweltbehörde.

In der Zwischenzeit können konkrete Inhalte der Dialogreihe nachgesehen werden: Wesentliche Teile wurden mittels Cartoons (Grafic Recording) festgehalten und zusammengefasst.

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