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Flusskreuzfahrten ab Hamburg Die Elbe hinauf ins Binnenland

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Hamburg ist die deutsche Kreuzfahrtstadt schlechthin. Dabei ist man es gewohnt, dass die ablegenden Schiffe die Elbe hinab zur Nordsee fahren. Doch es gibt auch eine andere Richtung, wenn sich Flusskreuzfahrtschiffe die Elbe hinauf ins Binnenland bewegen, wo landschaftliche und kulturelle Höhepunkte warten.

Flusskreuzfahrten auf der Elbe ab Hamburg

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Deutschland als beliebtes Flusskreuzfahrtsziel

Denkt man an eine Kreuzfahrt, werden einem wohl als erstes die riesigen Schiffe der großen Reedereien wie die Queen Mary 2, die MSC Splendida oder die AIDA- und TUI-Flotten in den Sinn kommen, die vor allem in den Sommermonaten den Hamburger Hafen bevölkern. Doch es gibt auch eine Kreuzfahrtwelt fernab der Hochsee – im Binnenland. Die Flüsse, die sich durch das Land schlängeln sind nicht nur Transportweg, sondern auch Schauplatz für Kreuzfahrten.

Neu ist die Idee nicht, Flusskreuzfahrten gibt es schon lange. So spielt zum Beispiel Agatha Christies Geschichte zum "Tod auf dem Nil" während einer solchen Flusskreuzfahrt. Man muss aber nicht in die weite Ferne, um eine Reise auf dem Fluss zu erleben. Deutschland ist mit seinen großen Strömen wie Rhein, Donau, Mosel und natürlich der Elbe ein beliebtes Ziel für Flusskreuzfahrten. Bei solch einer Reise geht es dabei wesentlich entspannter zu, als auf hoher See. Im Vordergrund stehen die wunderschönen Landschaften entlang der Flüsse und die kulturellen Höhepunkte in den angesteuerten Städten.

Landschaft und Kultur

Darin liegt der Hauptunterschied zu einer Kreuzfahrt auf hoher See. Steht dabei die Unterhaltung im Vordergrund und der schier unendlich weite Blick auf die Wasserlinie, während einem eine steife Brise um die Nase weht, schippern die Flusskreuzfahrtschiffe vorbei an malerischen Landschaften, kleinen Orten und historischen Städten, die man aus ganz neuer Perspektive – von der Wasserseite aus – erleben kann. Eine Flusskreuzfahrt setzt dabei vor allem auf Höhepunkte für das Auge, auf Entspannung und Entschleunigung. 

An Bord der Flusskreuzfahrtschiffe muss man aber auf nichts verzichten, was man von den großen Schwestern kennt. Das Sonnendeck fehlt ebenso wenig wie der Pool. Unter Deck befinden sich Restaurants, Wellness-Bereiche, Theater, Bibliotheken und weitere Annehmlichkeiten, die für Abwechslung auf den Reisen sorgen.

Kleiner und persönlicher

Auf den Flusskreuzfahrtschiffen muss man dabei nur in kleineren Dimensionen denken. Die Flusskreuzer können in der Länge zwar mit kleineren Hochsee-Kreuzfahrtschiffen mithalten, sind jedoch wesentlich schmaler und vor allem flacher. Zum einen müssen die Schiffe auf den sich windenden Wasserstraßen wendiger sein, zum anderen müssen sie auf ihrem Weg zahlreiche Brücken unterqueren, weshalb die Aufbauten nur eine begrenzte Höhe haben können. Außerdem müssen immer wieder Schleusen passiert werden und auch dort ist der Platz begrenzt.

Daher sind auch die Passagierzahlen auf den Flussschiffen geringer als bei den Hochsee-Schiffen, was aber für eine persönlichere Atmosphäre sorgt. Knapp 150 Reisende finden im Durchschnitt auf den Schiffen, die auf deutschen Flüssen unterwegs sind, Platz. Das größte Flusskreuzfahrtschiff, das in Deutschland unterwegs ist, ist die Dertour Mozart mit einer Länge von 120 Metern, einer Breite von 23 Metern und einer maximalen Passagierzahl von 206.

Das größte Flusskreuzfahrtschiff der Welt ist die Victoria Jenna mit 134 Metern Länge, 19 Metern Breite und einer maximalen Passagierzahl von 378. Fahrtgebiet der Victoria Jenna ist der Yangtse in China. Zum Vergleich: Das größte Hochsee-Kreuzfahrtschiff der Welt, die Allure of the Seas, misst 360 Meter in der Länge, 60 Meter in der Breite und bietet Raum für 5400 Passagiere.

Besonderer Landschaftsmix an der Elbe

Für eine Kreuzfahrt muss es also nicht unbedingt die hohe See sein. Auch eine Fahrt auf einem Fluss hat ihren Reiz. So bietet die Elbe auf ihren 1.094 Kilometern einen besonderen Landschaftsmix. Bei Fahrten von Hamburg aus startet man wie gewohnt im Hafen vor der Kulisse der Hansestadt. Doch ist man aus der Elbmetropole hinaus und bewegt sich die Elbe hinauf, ist man schnell mitten in der Natur. Die präsentiert sich am Flusslauf sehr vielfältig und häufig sehr ursprünglich. Hat man die spektakuläre Staustufe Geesthacht passiert, geht es durch Elbtalauen mit weiten Feuchtwiesen und Auewäldern, die das Auge mit sattem Grün verwöhnen.

Doch nicht nur die Natur entlang der Elbe hat viel zu bieten. Auch die größeren und kleineren Städte wie Tangermünde, Magdeburg, wo man direkt unter dem Dom und der schönen Altstadt vorbeischippert, oder Dresden mit seiner wunderschönen Altstadt mit Semperoper und Frauenkirche haben viel zu bieten. Weitere kulturelle Höhepunkte an der Elbe sind unter anderem die Lutherstadt Wittenberg und die Porzellanstadt Meißen. 

Hinter Dresden ändert sich die Landschaft entlang des Flusses dann grundlegend. Schon bald beginnt die Sächsische Schweiz mit ihren Höhenzügen, die im Flussverlauf hinter der tschechischen Grenze zunehmen und die Elbe einschließen. Schon Caspar David Friedrich ließ sich dort von den bizarren Felsformationen inspirieren.

Anbieter von Flusskreuzfahrten

Von Hamburg aus starten vier Anbieter von Flusskreuzfahrten Touren auf der Elbe: Nicko Cruises, Plantours Partner, Croisi Europe und die Bergedorfer Schifffahrtslinie. 

Bergedorfer Schifffahrtslinie
Die Bergedorfer Schifffahrtslinie deckt neben Rundfahrten in Hamburg auch Flusskreuzfahrten auf der Elbe ab. Wer eher einen Tagesausflug plant, für den bieten sich die eintägigen Mini-Kreuzfahrten nach Mölln und Lüneburg an. Von Bergedorf aus führt die Route über den Elbe-Lübeck-Kanal hinein ins Herzogtum Lauenburg zur Eulenspiegelstadt Mölln. Bevor es gegen Abend mit dem Reisebus zurück nach Hamburg-Bergedorf geht, kann während des einstündigen Aufenthalts vor Ort noch einmal die Stadt erkundet werden.

Auch die Flussfahrt nach Lüneburg startet morgens vom Bergedorfer Anleger und beginnt mit einem leckeren Frühstücksbuffet. Durch die Geesthachter Schleuse geht es die Elbe hinauf, bis dann das Schiff rechts auf den Elbe-Seiten-Kanal abbiegt und das Schiffshebewerk Scharnebeck passiert. Die zwei Stunden Aufenthalt in Lübeck bieten genug Zeit, um sich das Wahrzeichen der Stadt, das Holstentor, aus nächster Nähe anzusehen und noch einmal durch die Lübecker Altstadt zu schlendern.
Nicht nur Mini-Flusskreuzfahrten nach Mölln und Lüneburg sind mit der Bergedorfer Schifffahrtslinie möglich, denn es gibt auch zwei Routen nach Berlin. Die erste Strecke führt von Hamburg aus in den Elbeseitenkanal bis nach Wolfsburg. Von dort geht es in Richtung Magdeburg und über die Trogbrücke des Magdeburger Wasserstraßenkreuzes, wo die Elbe überquert wird, in den Elbe-Havel-Kanal. Dann ist das Ziel Berlin schon fast erreicht. Die zweite angebotene Route bietet mehr Elbe. Von Hamburg aus passiert man die Staustufe Geesthacht und fährt durch die niedersächsische und die brandenburgische Elbtalaue weiter über Hitzacker und Wittenberge nach Havelberg. Dort ist man bereits auf der Havel angelangt, die über Potsdam bis Berlin befahren wird, wo es über den Wannsee in die Spree und bis zum Reichstag geht.

Nicko Cruises
Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart bietet seit über 20 Jahren Flusskreuzfahrten an. Die Schiffe von Nicko Cruises sind auf den großen deutschen Flüssen unterwegs, aber auch auf dem Mekong in Südostasien, dem Nil, der Wolga oder der Seine. Von Hamburg aus gibt es regelmäßige Fahrten auf der Elbe. Die Fahrt führt von der Hansestadt über Lauenburg und Havelberg nach Magdeburg. Dann geht es weiter durch den Elbe-Havel-Kanal über Brandenburg bis nach Potsdam.

Plantours Partner
Plantours Partner bietet sowohl Fluss-, als auch Hochsee-Kreuzfahrten an und bringt über ein Vierteljahrhundert Kreuzfahrterfahrung mit. Auf den Weltmeeren ist für Plantours unter anderem die MS Hamburg unterwegs. Im Binnenland bietet der Reiseveranstalter drei Touren mit der MS Sans Souci an. Dabei kann man Seite an Seite mit den großen Kreuzfahrtriesen an der Parade der Cruise Days teilnehmen und fährt schließlich über die Elbe nach Dresden. Gleiches Ziel hat die Fahrt „Herbst voller Harmonie“. Und dann heißt es noch: Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein, denn es geht mit der MS Sans Souci „Auf zum Wannsee“.

CroisiEurope
CroisiEurope ist Europas größte Flusskreuzfahrtsreederei. Schon seit 1976 sind die Schiffe des französischen Unternehmens – über 30 sind es in der Flotte – auf den Flüssen der Welt unterwegs. Von Hamburg aus führt die Tour "Glanzlichter des Nordens" in neun Tagen elbaufwärts über Tangermünde und Magdeburg. Im Anschluss geht es in Richtung Berlin, von dort wieder nach Norden bis Stettin und über Rügen an der Ostseeküste entlang bis nach Stralsund. Zudem lässt sich die Ostseeküste erleben und es geht nach Hiddensee, Greifswald und Wolgast und schließlich biegt man ins Stettiner Haff ab und genießt am Ende der Reise noch das Städtepanorama von Berlin.

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