Neben unterschiedlichsten Aus- und Fortbildungsveranstaltungen ist die kontinuierliche Durchführung von Übungen erforderlich, um im Ernstfall sicher und schnell helfen zu können. Übungen bieten die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu trainieren und gleichzeitig die Planungen und Richtlinien zu überprüfen. Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) veranstaltet solche Übungsformate oder nimmt an ihnen Teil. Sie finden sowohl auf operativer als auch auf strategischer Ebene statt.
Beispiele für Übungen in Hamburg
Eines dieser Formate ist die regelmäßig stattfindende Flugunfallübung. Sie wird am Hamburg Airport sowie auf dem Sonderlandeplatz Finkenwerder der AIRBUS Operations GmbH durchgeführt. In dieser operativen Übung wird die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen taktischen Einheiten geübt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Bundespolizei, Zoll und Hilfsorganisationen.
Für die FHH mit ihrem Hafen und der Elbe haben Sturmfluten eine hohe Bedeutung. Um auf die Gefahren von Sturmfluten bestens vorbereitet zu sein, üben Einsatzkräfte und Katastrophenschutzbehörden regelmäßig mit unterschiedlichen Formaten und Schwerpunkten.
Hamburg beteiligt sich auch an Übungsvorhaben im Rahmen der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit. So führte die Bundeswehr unter Beteiligung von Polizei und Feuerwehr sowie Hamburger Behörden und Unternehmen im September 2025 beispielsweise die regionale Verteidigungsübung RED STORM BRAVO durch. Trainiert wurde in einem fiktiven Szenario eines eskalierenden Konflikts an den Grenzen der baltischen Staaten die vorbeugende Verlegung militärischer Kräfte an die Ostgrenze des NATO-Gebietes.
Übungen mit anderen Bundesländern
Darüber hinaus nimmt Hamburg gemeinsam mit anderen Bundesländern an Übungsformaten wie der Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX des Bundes teil. Sie ist auf bundesweite Vernetzung und Wissensaustausch ausgelegt. Die Krisensituation wird hierbei lediglich abgebildet und nicht real bewältigt. Es handelt sich also um eine Übung auf strategischer Ebene. Diese Art der Übung dient der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesbehörden.
In der Vergangenheit wurden im Rahmen der LÜKEX-Szenarien beispielsweise eine "Weltweite Influenza-Pandemie" (2007) oder ein "Cyberangriff auf das Regierungshandeln" (2023) thematisiert. Die nächste LÜKEX findet im November 2026 statt. Das Thema der LÜKEX 26 ist „Dürre und Hitzewelle-Notlage durch extreme Hitzewelle nach langjähriger Trockenperiode in Deutschland und Europa“.