Zwei Männer laufen im Starkregen über eine Straße. Sie schützen sich mit einem Regenschirm.
Gefahr & Vorsorge

Starkregen

Starkregen kann große Schäden verursachen und lebensbedrohlich werden. So schützen Sie sich und handeln richtig.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Starkregen?

Starkregen ist ein Extremwetterereignis, bei dem innerhalb kurzer Zeit außergewöhnlich große Regenmengen fallen. Starkregen tritt vor allem im Sommerhalbjahr auf, da warme Luft mehr Wasserdampf speichern kann, was zu stärkeren Regenfällen führt. Oft ist Starkregen mit Gewittern verbunden. Bei Starkregen fallen heftige Niederschläge plötzlich in einem meist kleinen Gebiet. Da der Ort des Starkregens selbst mit modernster Technik nicht genau vorhergesagt werden kann, gelten Starkregenwarnungen in der Regel für größere Gebiete. Dabei gilt das Prinzip: Lieber vorsichtshalber warnen als eine Gefahr unterschätzen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt Starkregenwarnungen in drei Stufen heraus, wobei die höchste Stufe als „extremes Unwetter“ klassifiziert wird.

Gefahren durch Starkregen

Starkregen birgt erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt. Da der Boden, die Gewässer und Entwässerungssysteme die Regenmengen nicht schnell genug aufnehmen können, kann es rasch zu Überflutungen kommen. Seen können über die Ufer treten. Fließgewässer, wie die Bille, Alster, Kollau und Wandse können sich in reißende Bäche und Flüsse verwandeln. 

Die überfluteten Flächen werden zur Gefahr, weil die Wassertiefe nicht erkennbar ist und nicht sichtbar ist, was sich unter der Wasseroberfläche befindet. Hochgedrückte Gullydeckel und dadurch freiliegende Schächte bergen Verletzungs- und Ertrinkungsgefahr. Diese Gefahr besteht auch in geschlossenen, tiefliegenden Räumen, zum Beispiel im Keller oder in der Tiefgarage. Schon bei geringen Wassermengen können sich Türen durch den Wasserdruck nicht mehr öffnen lassen und die Räume werden zur tödlichen Falle. Zusätzlich besteht die Gefahr von Stromschlägen bei Betreten von überfluteten Räumen.

Starkregen kann neben gesundheitlichen Schäden auch schwere Schäden am Eigentum verursachen. Zum Beispiel wenn Wasser über Fenster, Türen oder durch Rückstau im Abwassersystem ins Gebäude eindringt. Vollgelaufene Autos in Tiefgaragen und Unterführungen, Heizölaustritt und Unterspülungen sind weitere typische Schäden. Bei Gewitter besteht zusätzliche Gefahr durch Blitzschläge.

Bei Starkregen muss auch mit Stromausfällen und mit Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr gerechnet werden.

Die Risiken in Folge von Starkregen können durch geeignete Vorsorgemaßnahmen erheblich verringert werden.

Gefahren und Schutz

Feuerwehr und THW im Einsatz mit Pumpen bei Starkregen.
IMAGO / BREUEL-BILD

Starkregen Weitere Informationen zu Starkregen

Es gibt zahlreiche Angebote zum Thema Starkregen. Auf dieser Seite finden sie die wichtigsten Informationen.

Ein überschwemmter Eingang eines Mehrfamilienhauses. Feuerwehrleute pumpen das Wasser ab. Von einem Balkon beobachten vier Bewohner das Geschehen.
IMAGO / BREUEL-BILD

Starkregen So bereiten Sie sich vor

Starkregen kann große Schäden verursachen. Es lässt sich nicht vorhersagen, wo er genau herunterkommt. Deshalb: Schützen Sie sich.

Zwei Männer laufen im Starkregen über eine Straße. Sie schützen sich mit einem Regenschirm.
KI generiert Gemini
Das können Sie tun

Checkliste bei Starkregen

Es lässt sich nicht vorhersagen, wo Starkregen runterkommt. Deshalb: Schützen Sie sich.

 

  • Planen Sie bei Starkregenwarnung den Tag möglichst so, dass Sie während des Unwetters an einem sicheren Ort und nicht unterwegs sind. Informieren Sie auch andere Menschen, insbesondere Hilfsbedürftige
  • Helfen Sie hilfsbedürftigen Menschen, bringen Sie sich dabei aber nicht selbst in Gefahr. Wählen Sie im Notfall die 112
  • Gehen Sie vor dem Starkregen zu einem sicheren Ort und achten Sie auf Blitzschlaggefahr. Gehen Sie nicht in den Keller, in die Tiefgarage oder andere tiefliegende Gebäudeteile. Dort besteht Lebensgefahr durch Überflutung und Stromschlag!
  • Gehen oder fahren Sie niemals in überflutete Bereiche und meiden Sie Unterführungen: Sie wissen nicht, was sich unter der Wasseroberfläche befindet und wie tief das Wasser wirklich ist
  • Prüfen Sie vor dem Starkregen möglichst, ob zum Beispiel Ihre Dachrinnen, Fallrohre und andere Regenabläufe frei sind, damit das Regenwasser gut abfließen kann
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