Eigenvorsorge bei Gefahren

Krisenvorsorge: Gut vorbereitet auf Notlagen in Hamburg

Jede Vorbereitung zählt: Bleiben Sie ruhig und handlungsfähig. Auch in Deutschland können Ereignisse wie Unwetter, Stromausfälle oder Cyberangriffe den Alltag stören. Mit einfachen Maßnahmen versorgen Sie sich selbst, entlasten Rettungskräfte und schützen Familie und Nachbarn.

Inhaltsverzeichnis

Essen und Trinken bevorraten

Es gibt viele Notsituationen, in denen ein Vorrat hilft – auch im Alltag bei Unwetter, Schneefall, Hochwasser oder Stromausfall. Wenn Sie das Haus beispielsweise wegen eines Sturms oder Krankheit nicht verlassen können, wenn Supermärkte geschlossen sind oder kein Leitungswasser aus dem Wasserhahn kommt, dann sichert ein Vorrat Ihre Unabhängigkeit. Auch Lieferengpässe durch Pandemien, Cyberangriffe oder Dürre machen Vorräte notwendig. 

Wir geben Ihnen hier Tipps, einen Vorrat anzulegen, der gut zu Ihrem Bedarf passt.

Vorratstypen

Wenn Sie erstmals einen Vorrat angelegen, so beachten Sie bitte zwei Vorratstypen, die Ihnen helfen, passend einzukaufen:

  • Einmaliger Vorrat: Einmal größeren Vorrat kaufen, jährlich prüfen und erneuern.
  • Lebender Vorrat: Bei jedem Einkauf etwas extra mitnehmen, im Alltag verbrauchen, nachkaufen.

Achten Sie bitte darauf, auch an Wasservorräte für sonstige Verwendungen wie zum Beispiel Körperhygiene und dergleichen zu denken.

Die Checkliste des Bundesministeriums für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hilft Ihnen, den Überblick zu behalten.

Person schiebt einen Einkaufswagen mit Lebensmitteln durch einen Supermarkt.
Syda Productions / colourbox.de
Checkliste

Essen und Trinken

Es gibt viele Notsituationen, in denen ein Vorrat hilft. Hier ein paar Tipps, wie Sie sich einen anlegen, der gut zu Ihrem Bedarf passt.

  • Dauer: Möglichst 10 Tage, mindestens 3 Tage selbst versorgen.
  • Flüssigkeit: Mindestens 1,5 Liter/Tag pro Erwachsenem (+0,5 Liter zum Kochen); Wasser, Säfte.
  • Essen: Haltbar (kein Kühlen), fertig essbar oder kurze Kochzeit; an Allergien/Kinder/Haustiere anpassen.
  • Tipps: Haltbare Lebensmittel wie Konserven, Trockennahrung, Müsliriegel; 2 Liter Trinkwasser pro Person/Tag in Flaschen. Regelmäßig rotieren und prüfen.

Die passende Hausapotheke

In einer Krise oder Katastrophe können Rettungsdienste, Krankenhäuser und Apotheken vorübergehend nicht verfügbar sein. Eine Hausapotheke hilft, kleine Notfälle selbst zu bewältigen, wenn Sie zu Hause bleiben müssen oder medizinische Versorgung unterbrochen ist. Stellen Sie Medikamente und Hilfsmittel nach persönlichem Bedarf für Verletzungen oder leichtere Erkrankungen zusammen. 

Bitte überprüfen Sie Ihre Hausapotheke und füllen Sie sie regelmäßig auf. Achten Sie auch auf eine richtige Lagerung.

Das muss rein:

  • persönliche Medikamente (zum Beispiel chronische Therapien)
  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol
  • Fiebersenkende Mittel wie Paracetamol
  • Fieberthermometer (digital)
  • Pinzette oder Zeckenzange
  • Abschwellende Nasentropfen/Nasenspray (zum Beispiel mit Xylometazolin)
  • Mittel gegen Erkältungsbeschwerden (Hustenlöser wie Ambroxol)
  • Mittel gegen Durchfall (zum Beispiel Loperamid), Erbrechen/Übelkeit (zum Beispiel Dimenhydrinat)
  • Elektrolyte (zum Beispiel WHO-Lösung)
  • Brand-, Wund- und Heilsalbe (zum Beispiel Panthenol)
  • Haut- und Wunddesinfektionsmittel (zum Beispiel Octenisept-Spray)
  • Einmalhandschuhe (Nitrile)
  • Pflaster (verschiedene Größen), Verbandsmaterial, Mullbinden
  • Verbandtuch für Brandwunden
  • Schere (Verbandschere)
  • Kühlkompresse (aktivierbar)
  • Abschwellendes und kühlendes Gel (zum Beispiel für Verstauchungen)
  • Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche (zum Beispiel Fenistil-Gel)

Lagerung: Abschließbar (kindersicher, hoch hängen), kühl und trocken. Lagern Sie Ihre Medikamente nie im Bad! Hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme können Medikamenten schaden.

Die Checkliste des Bundesministeriums für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hilft Ihnen, den Überblick zu behalten.

Vorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen

Wenn Sie auf Hilfe angewiesen sind, geben Ihnen ein paar einfache Schritte Sicherheit für den Notfall. Eine Vorbereitung ist individuell und nicht aufwendig. Beachten Sie bitte die folgenden Tipps:

  • Notfallausweis (Krankheiten, Allergien, Hilfsmittel, Kontakte) von Arzt/Krankenkasse
  • Hilfsmittel: Brille, Hörgerät mit Ersatzbatterien/Akkus/Ladegeräte
  • Mobilitätshilfen (zum Beispiel Stock, Rollstuhl)
  • Medikamentenplan und Vorrat
  • Tiernahrung/Wasser (für Assistenztier)
  • Liste mit Notfallkontakten
  • Vibrations-/Licht-Rauchmelder
  • Netzwerk aufbauen (Nachbarn, Familie)
  • Erste-Hilfe-Kurse in Gebärdensprache
  • Fluchtwege planen

Die Checkliste des Bundesministeriums für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hilft Ihnen, den Überblick zu behalten.

Person packt einen Rucksack mit Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten, Hygieneartikeln und wichtigen Dokumenten als Notfallvorsorge für Krisensituationen.
colourbox.de
Checkliste

Ihr Rucksack für den Notfall

Wenn es schnell gehen muss, ist es hilfreich, die wichtigsten Dinge bereit zu haben. Daran sollten Sie denken:

  • Persönliche Medikamente, Erste-Hilfe-Material (Pflaster, Desinfektionsmittel, Verbände).
  • Bargeld, Hausschlüssel.
  • Batteriebetriebenes Radio mit Reservebatterien; Handy und Powerbank für die Kommunikation.
  • Verpflegung für 2 Tage (Konserven, Müsliriegel in staubdichter Verpackung).
  • Ausrüstung: Trinkwasserflasche (1 Liter), Essgeschirr und -besteck (faltbar), Dosenöffner und Taschenmesser (Multitool), Taschenlampe mit Reservebatterien (LED-Handlampe).
  • Kleidung für ein paar Tage (Unterwäsche, T-Shirts, Pullover – Zwiebelprinzip) Wetterschutzbekleidung (Regenjacke, Regenmantel), Kopfbedeckung (Mütze), Arbeitshandschuhe (robust).
  • Hygieneartikel (Monatshygiene, Windeln, Seife, Zahnbürste und Zahnpasta, Klopapier).
mehr erfahren

Checklisten und Hilfen zum Herunterladen

Eine Frau leuchtet mit einer Taschenlampe auf ihr Vorratsregal. Dieses ist gefüllt mit Konserven, Wasserflaschen und weiteren unverderblichen Lebensmitteln.
KI generiert Gemini

Download Vorsorgen für Krisen und Katastrophen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat eine Broschüre herausgebracht, die Ihnen hilft...

Person bearbeitet eine digitale Checkliste auf einem Laptop mit Tablet-Stift
colourbox.de

Checkliste Vorsorge

Bedürfnisse sind je nach Lebenssituation unterschiedlich. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und...

Nicht vergessen...

Zwei Reisepässe
Tetiana Chernykova / colourbox.de

Notfallvorsorge für den Ernstfall Notfallmappe anlegen

Wenn Sie Ihr Haus im Notfall kurzfristig verlassen müssen – etwa bei Brand, Hochwasser oder einer Evakuierung – sollten wichtige Dokumente schnell griffbereit sein.

Auf dem Bildschirm eines Smartphones ist eine Mitteilung der Warn-App NINA zu sehen. Daneben ist eine Sirene.
IMAGO / Herrmann Agenturfotografie

Warnung der Bevölkerung

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, werden verschiedene Warnmittel eingesetzt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in Hamburg durch die Behörden gewarnt werden und welche Warnmittel für welchen Zweck gut sind.

Elbwasser dringt durch eine geöffnete Tür in eine Sparkasse.
Frank Nohme

Bauliche Maßnahmen sichern

Extreme Wetterlagen können Gebäude schädigen. Prüfen Sie daher, ob ihr Gebäude möglicherweise aufgrund seiner Lage gefährdet sein kann. Schon einfache Maßnahmen können viel bewirken.