Das Bo Zwischen Genie und Wahnsinn

Eigentlich ist die Geschichte von Mirko Alexander Bogojeciv ganz einfach: Stadtjunge zieht mit den Eltern in den Speckgürtel Hamburgs, nutzt Hip Hop als Kontakt zur Stadt und arbeitet sich wieder ins Zentrum mit eigener Crew. Spätestens nach seiner Jury-Mitgliedschaft bei der Casting-Show „X-Factor“  gehört er zu den jüngeren deutschen Prominenten.

Das Bo

Wer den Namen „Das Bo“ hört, hat fast automatisch einen Song im Ohr und das zugehörige Video vor dem geistigen Auge: „‘Türlich, ‚‘Türlich (Sicher Dicker)“. Ein eher untypischer Miami Bass-Sound mit einem ursprünglich ironischen Video verschaffte ihm im Jahre 2000 seinen großen Hit. Damals war Das Bo bereits sechs Jahre im Musik-Business aktiv. Zunächst als „Der Tobi und das Bo“ mit Tobi Tobsen (heute: Moonbootica) und danach als Mitglied der Nachfolge-Combo Fünf Sterne Deluxe. Herausragend war damals der Sprachwitz und die musikalische Freiheit. Auch bei der Hymne „Nordisch bei Nature“ von Fettes Brot steuerte er eine Strophe zu.

Doch nach dem 5. Platz der Charts trat Mirko auf die Bremse. Das erste Solo-Album wurde erst 2004 veröffentlicht. Und da war die Szene schon wieder ganz woanders. Die Versuche, mit bekannten Samples von deutschen Schlagern von der Münchener Freiheit oder Modern Talking und mit Beiträgen zum Die-???-Soundtrack an alte Erfolge anzuknüpfen, funktionierten nur recht eingeschränkt. Seitdem tritt er öfter als Gast bei House- und Techno-Produktionen auf und wurde schließlich Jury-Mitglied bei der zweiten Staffel von X-Factor. Er arbeitet gegenwärtig an einem neuen Solo-Album.

Für die WM 2014 hat Das Bo zusammen mit den MiWuLa-Allstars ein Video im Miniatur Wunderland gedreht.


Quelle: Agentur für Arbeit

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