30. Oktober 2026 bis 29. März 2027
Zwischen Kunst, Technologie und gesellschaftlicher Analyse
Steyerl ist Medienkünstlerin und Autorin. Ihr vielfach ausgezeichnetes Werk bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und gesellschaftlicher Analyse.
Steyerl beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie KI, Globalisierung und Postkolonialismus. In ihren Videoessays, multimedialen Installationen und Lecture Performances vereint die Künstlerin dokumentarische Fragmente mit fiktiven Elementen zu Erzählungen, die sich mit historisch verankerten globalen Machtstrukturen im digitalen Zeitalter auseinandersetzen.
Hybride Bildwelt in der Halle für aktuelle Kunst
Rund 15 Rauminstallationen – entstanden zwischen 1999 und 2025 – bieten einen ebenso ausführlichen wie intensiven Einblick in Hito Steyerls Werk: Eine hybride Bildwelt setzt sich mit algorithmischer Kontrolle, Ausbeutung durch technologische Systeme, Kapitalismus, Klimakollaps und Krieg auseinander. Die Bildwelten entfalten sich über die gesamte Halle für aktuelle Kunst und werden in einer hellen und einer abgedunkelten Zone inszeniert, welche unterschiedliche atmosphärische Wahrnehmungsebenen eröffnen.
Teilnahmen an Biennale und Documenta
Hito Steyerl (* 1966 in München) studierte von 1987 bis 1990 Kinematographie und Dokumentarfilmregie an der Academy of Visual Arts in Tokio. 1990/1991 war sie Regieassistentin von Wim Wenders für dessen Film "Bis ans Ende der Welt". Von 1992 bis 1998 studierte sie an der Hochschule für Fernsehen und Film München nochmals Dokumentarfilmregie.
Steyerl nahm unter anderem an der Biennale in Venedig (2013, 2015, 2019, 2023) sowie der documenta 12 und der documenta fifteen in Kassel teil.
Seit 2024 ist Steyerl Inhaberin des Lehrstuhls für aktuelle digitale Medien an der Akademie der Bildenden Künste München.
Weitere Informationen: Ausstellung Hito Steyerl