Freie Meinungsäußerung und Gemeinwohl als zentrale Anliegen
Freie Meinungsäußerung und wenn nötig kontroverse Debatte sowie der Wettbewerb der Ideen im Sinne des Gemeinwohls waren ihm zentrale Anliegen. Wir wollen diese Gedanken gemeinsam mit unseren Besucher*innen lebendig halten und laden an verschiedenen Stellen in unserer Ausstellung zur Diskussion ein.
Dokumentation eines Jahrhundertlebens von 1918 bis 2015
Eine raumgreifende Installation aus acht Original-Arbeitstaschen von Helmut Schmidt dominiert das 270 Quadratmeter große Helmut-Schmidt-Forum. Er sei eben ein „Arbeitstier“, hatte der Politiker sich selbst charakterisiert.
Die Ausstellung ist in vier Abschnitte gegliedert: Im Zentrum stehen Schmidts Jahre als Kanzler, zwei weitere Abschnitte beschäftigen sich mit dem Menschen Helmut Schmidt und seinem politischen Werdegang in den 1950er- und 1960er-Jahren, zuletzt wirft die Schau einen Blick auf Schmidts produktive Jahre „außer Dienst“.
Private Erinnerungsstücke und historische Exponate
Das Publikum bekommt interessante Objekte zu sehen: Persönliches aus dem Privathaus von Loki und Helmut Schmidt in Hamburg-Langenhorn, wie ein handgeschnitztes Schachspiel aus der Kriegsgefangenschaft oder die für Schmidt typische Elblotsenmütze. Aber auch Politisches, wie eine Ermittlungsakte der Bundesanwaltschaft gegen „Helmut S.“ im Rahmen der „Spiegel-Affäre“. Oder den Nachbau eines „Atom-Rucksacks“ der US-Armee und Schmidts Dienstkalender aus der Zeit des RAF-Terrorismus im „Deutschen Herbst“ 1977.
Ort der politischen Bildung und gesellschaftlicher Debatten
Viele interaktive Elemente in der Ausstellung regen zum Mitmachen und zum Austausch an. Im Zentrum steht dabei der Dialog zwischen den Generationen: Wer hat Helmut Schmidt noch als aktiven Politiker erlebt und wer kennt ihn nur als Elder Statesman? Wie unterschiedlich blicken die Generationen auf Schmidt und seine Haltungen zur Einführung des Euro oder zu Menschenrechtsfragen in der Volksrepublik China? Auch über aktuelle Fragen zur Demokratie der Zukunft kann in der Ausstellung abgestimmt werden.
Weitere Informationen: Schmidt ! Demokratie leben