Bis 13. September 2026
Formgesetze sichtbar zu machen
Anläßlich der 9. Triennale der Photographie zeigt das Bargheer Museum Fotografien von Alfred Ehrhardt sowie Aquarelle und Ölbilder von Eduard Bargheer.
Beide Künstler versuchten die Formgesetze in der Natur sichtbar zu machen - wiederkehrende Muster und Strukturen, die immer wieder auftauchen.
Alfred Ehrhardt
Alfred Ehrhardt (1901–1984) studierte von 1928 bis1929 am Dessauer Bauhaus, wo er unter anderem die Malklassen von von Paul Klee und Lyonel Feininger besuchte.
Im Jahre 1933 wurde Ehrhardt als Dozent für Materialstudien an der Hamburger Landeskunstschule von den Nationalsozialisten wegen seiner Bauhaus-Nähe entlassen.
Ehrhardt wandte sich nach seiner Entlassung der Fotografie und dem Film zu und begann mit der Kamera abstrakt wirkende Formen der Natur zu "zeichnen". Er bildete die Oberflächenstrukturen anorganischer Materie ab und ging dabei - geprägt durch seine Ausbildung am Bauhaus - kompositorisch sehr präzise vor.
Eduard Bargheer
Eduard Bargheer (1901–1979) entwickelte ausgehend vom Expressionismus eine stärkere Abstrahierung, in der sich das Seherlebnis in eine zweidimensionale, gewebeartige Struktur verdichtet. Sein Werk zielt auf eine Dynamisierung der Form ab und macht auf diese Weise die in der Natur wirksamen formgebenden Kräfte sichtbar.
Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit der Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin.
Weitere Informationen: Ausstellung Spuren und Strukturen