Über 400 Jahre jüdisches Leben in Hamburg
Die jüdische Geschichte Hamburgs reicht über 400 Jahre zurück. Sie ist seit Beginn geprägt durch kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt. Von dieser Pluralität zeugen im Hamburger Stadtbild unter anderem der sefardisch-aschkenasische Friedhof an der Altonaer Königstraße oder die Ruine des weltweit ersten Tempels des Reformjudentums in der Neustadt.
Das jüdische Leben wurde in den damals noch selbstständigen Städten Altona und Hamburg durch unterschiedliche Gesetzgebungen bestimmt, die unter anderem den Kampf um Bürgerrechte prägten und den Umgang mit der nichtjüdischen Gesellschaft. Auch der Hafen mit seinen Handelsoptionen spielten eine wichtige Rolle im Leben der Hamburger Jüdinnen und Juden.
Aber wie und wo wird diese besondere jüdische Geschichte Hamburgs erzählt?
Seit 130 Jahren wird über ein jüdisches Museum diskutiert
Seit 130 Jahren gibt es eine Diskussion über ein eigenes Jüdisches Museum für Hamburg – sie wird seit 2024 erneut geführt. Ebenso lange haben jüdische und nichtjüdische Akteure Sammlungen ins Leben gerufen und Ausstellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln organisiert.
Dies ist Anlass für die Bereitstellung des Projektraums im Altonaer Museum, der ausgewählte Wegmarken der die reiche jüdische Geschichte in Hamburg bis hinein in die Gegenwart erzählt.
Weitere Infos: Ausstellung Wegmarken jüdischer Geschichte