Wann? 31. Januar bis 15. Februar 2026
Wo? Thalia Theater, Thalia Gaußstraße
Internationale Gastspiele, Neuproduktionen und Begegnungsformate
Das Thalia Theater startet wie gewohnt mit den Lessingtagen ins neue Jahr. Zwei Wochen lang wird unter der Leitung von Theatermacher Matthias Lilienthal ein hochkarätiges Programm aus internationalen Gastspielen, Neuproduktionen und Begegnungsformaten nach Hamburg gebracht. Angesichts des anhaltenden Siegeszugs rechter und rechtsextremer Kräfte in Europa wird der Begriff "Postpopulismus" zum zentralen Element des Programms. Gezeigt werden zehn verschiedene Produktionen aus Japan, Polen und dem gesamten deutschsprachigen Raum.
Das Programm der Lessingtage
Der Blick der Lessingtage geht aus programmatischer Sicht vor allem nach Polen – etwa mit Marta Górnickas "Mothers – A Song for Wartime", in dem ein Chor ukrainischer, belarussischer und polnischer Frauen zwischen neun und 71 Jahren über Gewalt, Krieg und Erlebnisse erzählt. Jakub Skrzywanek, Intendant des Stary Teatr Krakau und der junge polarisierende Regisseur seiner Generation, zeigt "Attack on the National Stary Theatre". Zudem beleuchtet ein umfangreiches Symposium, kuratiert von Julia Roth und Olga Drygas, den Postpopulismus in Diskussionen und Vorträgen.
Die Eröffnungsrede wird in diesem Jahr von der Schriftstellerin, Publizistin und Podcasterin Jagoda Marinić gehalten. In ihrer Rede äußert sie eindrückliche Gedanken zu gesellschaftlichen Phänomenen unserer heutigen Zeit, insbesondere der Frage, wie Demokratie nach dem Populismus neu belebt werden kann.
Erstmals wird es bei den Lessingtagen ein Festivalzentrum geben: Unter dem Titel "Inhabilia" wird eine Gruppe Kunststudierender aus Düsseldorf rund um die Uhr die Foyers des Thalia Theater bewohnen und zu gemeinsamen Mahlzeiten, Tanz und Gesprächen einladen.
Weitere Programm-Highlights und Tickets: Lessingtage
Lessingtage: Verständigung von Kulturen und Religionen
Im Januar 2010 fand das Theaterfestival „Lessingtage – Um alles in der Welt“ innerhalb der Eröffnungssaison des Intendanten Joachim Lux zum ersten Mal am Thalia Theater statt. Das später „als neuer Fixstern Hamburgs“ gefeierte Festival beschäftigte sich in nationalen und internationalen Gastspielen mit einer Frage, die schon Gotthold Ephraim Lessing stellte: Wie könnte Verständigung von Kulturen und Religionen im Großen und Kleinen möglich sein? Von 2010 bis 2025 wurden insgesamt 170 Gastspiele präsentiert, die geschätzt 225.000 Besucherinnen und Besucher in die Spielstätten des Thalia Theater lockten. Seit 2026 wird das Festival von Theatermacher Matthias Lilienthal kuratiert.
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