Kino

Savoy Filmtheater

Das Savoy am Steindamm zeigt Originalfassungen großer Kinohits, English Theatre und Filmklassiker. Eine gemütliche Bar macht das Kinofoyer zu einem beliebten Treffpunkt vor der Vorstellung.

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Laura Müller

Originalfassungen und Theaterübertragungen

Das Savoy hat ein besonderes Alleinstellungsmerkmal, das es vor allem bei anglophilen Hamburger*innen und internationalen Besucher*innen beliebt macht: Im Programm sind fast ausschließlich Originalfassungen auch großer Hollywoodstreifen, die in den kleinen Programmkinos nicht gezeigt werden. In Matinée-Vorstellungen gibt es aber auch deutsche Fassungen der Filme zu sehen.

Zusätzlich zeigt das Savoy die Highlights der englischen Theaterszene direkt vom West End und anderen Spielstätten. Shakespeare-Produktionen wie Hamlet, Coriolanus, aber auch Mary Shelleys Frankenstein wurden hier bereits gezeigt – oft mit Starbesetzung wie Kenneth Branagh, Tom Hiddleston oder Benedict Cumberbatch. Für Cineasten werden regelmäßig Filmklassiker aller Jahrzehnte gezeigt. Freitagabends findet eine Sneak-Preview statt, bei der ein vorher unbekannter Film gezeigt wird.

Komfort mit einem Hauch Old Hollywood

Der ausladende Kinosaal ist mit hochflorigem Teppich und komfortablen Ledersesseln mit verstellbaren Rückenlehnen ausgestattet. In den ersten Reihen der Loge und des Parketts gibt es Fußstützen. Insgesamt gibt es 327 Sitzplätze, davon 100 Logenplätze. Drei Plätze werden für Rollstuhlfahrer*innen freigehalten. 

Den besonderen Charme des Savoy macht unter anderem auch die gut bestückte Bar aus. Hier können Kinogäste sich vor der Vorstellung bei einem Gin Tonic oder einem Moscow Mule unterhalten. 

Kinosaal im Savoy Kino, Menschen sehen sich einen Film an
Laura Müller

Geschichte des Savoy: Kinopalast der 50er

Das Savoy am Steindamm öffnete am 14. März 1957 erstmals als Hotel mit Kinobetrieb seine Tore. Zu den damaligen Ehrengästen der Eröffnungsgala gehörten unter anderem Berühmtheiten wie Max Schmeling und Heinz Erhardt. Gezeigt wurden Filme im revolutionären Todd-AO-Format (70mm-Breitwandformat) und als offizieller Eröffnungsfilm "Roter Staub" ("The Brave One"). In seiner Blütezeit liefen alle großen Kassenschlager wie "Lawrence von Arabien", "Cleopatra", die "Bibel" und "Ben Hur" auf der Leinwand des Savoy. 

Vom Schachtelkino zum Schnäppchenmarkt

Ab den 70er-Jahren durchlief das Lichtspielhaus eine Reihe von Inhaberwechseln, im Zuge derer der große Kinosaal unter anderem im Stil der "Schachtelkinos" in fünf kleinere Säle umgebaut (und später wieder zurückgebaut) wurde. Nachdem die UFA-Kette den Pachtvertrag 1998 auslaufen ließ, wurde das Savoy erst zu einem Spartenkino für indische und türkische Filme und im Jahr 2003 sogar zu einem Schnäppchenmarkt. Von 2008 bis 2011 zog dann das Metropolis-Kino in die Räume des alten Savoy, während das Metropolis-Haus an der Dammtorstraße restauriert wurde. 2013 wurde das Savoy nach fünfmonatiger Renovierung und einer Investition von 1,2 Mio. Euro von Besitzer Hans-Joachim Flebbe als Premiumkino neu eröffnet. 

Ausstattung

Kinosäle: 1

Anzahl Plätze: 327

Soundsystem: Dolby Digital 5.1 und 7.1

Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer: ja

Behindertengerechte Toiletten: ja

Parkplätze: Keine hauseigenen. Das Parkhaus am Borgesch 1 empfiehlt sich.

Aktuelles Programm

Publikum auf roten Samtsitzen im Kinosaal
Krists Luhaers / unsplash.com

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