Im Spotlight

Knust

Im Sommer auf dem Lattenplatz vorm Knust kostenlos Musik lauschen: Mit uns hat Karsten Schölermann vom Knust darüber gesprochen, was den Club so besonders macht und was es mit der neuen Veranstaltungsreihe "Indievercity" auf sich hat.

Eine Frau singt und spielt Gitarre vor dem Knust.
Sebastian Madej

Im Spotlight: Knust

Ob im Sommer bei Open Air Konzerten auf dem Lattenplatz oder bei schummrigen Clubkonzerten in den Räumen der ehemaligen Rinderschlachthallen: Das Knust ist eine von Hamburgs renommierten Locations für Live-Musik. 

Mit uns hat Karsten Schölermann vom Knust darüber gesprochen, was den Club so besonders macht und was es mit der neuen Veranstaltungsreihe "Indievercity" auf sich hat. 

hamburg.de: Was macht für euch das Knust aus?

Karsten Schölermann: "Das Knust gibt's schon seit 1976 und ist heute Home of "RockPopSoulJazzPunkPsychedelicIndependentRock'n'RollBeatHip-HopCountryLatinReggae" und Fußball. Hier finden jeden Monat unzählige Konzerte statt und außerdem gibt's alle Spiele des FC St. Pauli live. Der Veranstaltungsort ist ebenerdig, barrierefreie WCs sind nebenan zu finden."

In den Sommermonaten kann man bei eurem „Karoherz Lattenplatz Open Air“ kostenlos Bands lauschen. Welche Zutaten braucht es für einen perfekten Lattenplatz-Konzertabend?

"Es braucht nur offene Synapsen. Wir bringen mit diesen Konzerten Menschen zusammen. Dabei Brücken durch Musik zu bauen, unterschiedliche Communities miteinander zu verknüpfen, viele neue Talente zu entdecken sowie neue Musikströmungen anzutreiben, ist unsere Mission."

Eine Menge steht bei einem Konzert auf dem Lattenplatz vor einer Bühne. Im Hintergrund ist das Millerntor-Stadion zu sehen.
Sebastian Madej

Das Format gibt es seit 2011: Über welches Konzert oder welche Situation redet ihr bis heute?

"Bekanntermaßen gibt es in Hamburg auch Sturm, Regen oder Gewitter. Als am 3. September 2020 – mitten in der Corona-Krise – Deria Yildirim ein Solo-Konzert auf dem Lattenplatz gab, versteckten sich circa 20 Besucher unter ihren Regenschirmen.
Fünf Jahre später durften wir für Derya ihr Hamburg-Konzert im großen Saal der Elbphilharmonie ausverkaufen..."

Auf welche Highlights können sich eure Gäste in den kommenden Wochen und Monaten freuen?

"Unsere neue Serie heißt "Indievercity" – und findet jeden Donnerstag ohne Eintritt ab 18 Uhr auf dem Lattenplatz statt. Hinter dem Namen verbirgt sich eine ganze Generation neuer Musiker*innen, wie beispielsweise "Bedroom June" oder "Days of August"."

Ihr dürftet nur noch ein Konzert für immer wiederholen – welches wäre das?

Kettcar auf dem Lattenplatz – 2016 haben wir anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Knust erstmals bei einem Konzert den ganzen Lattenplatz bespielt. Mit 1500 Gästen war das Konzert ausverkauft.

Was wolltet ihr eurem Publikum schon immer einmal sagen?

"Erstmal an alle die uns seit Jahren die Treue halten: "Ihr seid die Besten“. Derzeit geht es aber darum neues Publikum zu gewinnen. Viele unserer künftigen Gäste haben es sich nämlich während Corona auf dem Sofa bequem gemacht und müssen von uns neu begeistert werden. Livemusik ist kein Raumschiff: "Come in and find out"."

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