Im Spotlight: Ein neues Zuhause für das Molotow
Das Molotow hat ein neues Zuhause: Ende März 2025 ist der legendäre Club in die Reeperbahn 136 gezogen, der ehemaligen Location des moondoo. In dem rosafarbenen Fachwerkhaus werden dem Publikum seitdem in gewohnter Molotow-Manier auf zwei Floors, einer großen Bühne im Erdgeschoss und in der neuen Top Ten Bar im Keller mitreißende Clubkonzerte bekannter Acts und Newcomer, Partys und Poetry Slams geboten.
Anlässlich der Wiedereröffnung haben wir mit Andi Schmidt, Betreiber des Molotow, über die Historie der neuen Location, das Publikum und die Zukunft des Molotow gesprochen.
hamburg.de: Das Molotow hat in Hamburg eine lange Tradition. Was macht den Club in euren Augen so besonders?
Andi Schmidt: "Unsere Hartnäckigkeit und Liebe zu voller Musik hat uns mittlerweile 30 Jahre und drei Umzüge überstehen lassen. Das Molotow gibt es tatsächlich schon seit 1990, also ähnlich lang wie andere legendäre Clubs wie das CBGBs in New York, der Cavern Club in Liverpool, der 100 Club in London oder das King Tut’s in Glasgow. Im Molotow hatten zahllose Acts, wie Mumford & Sons, The White Stripes, The Killers, St Vincent, Gossip, Royal Blood oder Kate Nash ihre ersten Auftritte in Hamburg."
Eure neue Adresse ist die Reeperbahn 136. Was verbindet ihr mit dem Standort?
"Jede Menge History! Hier haben die Beatles gespielt und hier gibt es seit 1960 Live-Musik. Wir freuen uns sehr, dass wir Live-Musik an diesen historischen Standort zurückbringen können und mit der neuen Top Ten Bar im Keller an diese Tradition erinnern."
Welche Veränderungen oder Neuheiten bringt die neue Location mit sich?
"Die neue Location ist größer und schöner. Wir haben Sitzgelegenheiten und eine größere Bühne, die Bands lieben werden. Darüber hinaus gibt es weitere History-Reminiszenzen, wie zum Beispiel einen leuchtenden Disco-Fußboden wie aus den 70s und die alten Lichter aus den Wasserspielen von Planten un Blomen . Selbstverständlich haben wir auch wieder eine kleine Bühne für noch unbekannte Bands in unserer Bar im Keller. Und überhaupt: Wir haben zum ersten Mal seit den Esso-Häusern wieder eine Bar, die wir getrennt vom Hauptraum öffnen können."
"Ohne euch wären wir schon lange nicht mehr da."
Andi Schmidt über das Publikum des Molotow
Was wolltet ihr eurem Publikum schon immer einmal sagen?
"Ohne Euch wären wir schon lange nicht mehr da – vielen Dank den vielen Helfern, die uns über mehrere Jahrzehnte unterstützt haben. Bleibt dabei und kommt möglichst regelmäßig in das Molotow!"
Wenn ihr nur noch einen Song im Molotow spielen könntet – welcher wäre es?
"Anlässlich des tragischen Todes von Muff Potter Gitarrist Dennis Scheider Ende März, kann es für uns im Moment nur ihr Song "Wir sitzen so vorm Molotow" sein."
Was wünscht ihr euch für das Molotow?
"Alles Gute für eine lange Zukunft und nie wieder umziehen!"