Behörde für Kultur und Medien

Deutscher Preis für Denkmalschutz 2014 Höchster Denkmalpreis für St. Katharinen

Silberne Halbkugel für Bauhütte und Förderverein e.V.

1 / 1

Höchster Denkmalpreis für St. Katharinen

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat am 27. Oktober 2014 den Deutschen Preis für Denkmalschutz 2014 verliehen. Der Preis gilt als höchste deutsche Auszeichnung dieser Art. Der Bauhütte und Förderverein an St. Katharinen e. V. erhielt für sein Engagement eine Silberne Halbkugel.

Die Hauptkirche St. Katharinen ist eines der prägenden Monumente Hamburgs – ein Kulturdenkmal nationaler Bedeutung, das aktuell mit der HafenCity wieder eine stärkere Belebung erfährt. Bis 2012 konnte die Kirche für 23 Millionen Euro umfassend saniert werden. Mit einer von fünf Silbernen Halbkugeln würdigte das Nationalkomitee den Verein „für sein unermüdliches Engagement und seinen vorbildlichen Einsatz zur Rettung der Kirche St. Katharinen aus dem Jahre 1250.“ In der Begründung heiß es: „Nur durch sein besonderes Einfühlungsvermögen in den historischen Kirchenraum und die respektvolle Akzeptanz gegenüber dem Wiederaufbau nach dem Krieg war diese für Hamburg umfassendste Baumaßnahme seit Kriegsende zu bewältigen. Einerseits gelang es dem Verein, die anspruchsvolle Finanzierung sicherzustellen und andererseits die bautechnischen Herausforderungen bei der denkmalgerechten Beseitigung der Bauschäden zu meistern. So konnte durch den vorbildlichen Einsatz des Fördervereins die ursprüngliche Sanierungszeit sogar von 10 auf 5 Jahre reduziert werden.“ 

Die als Pfarrkirche am Hamburger Hafen erbaute und mehrfach erweiterte Kirche hatte bis zum Zweiten Weltkrieg fast 700 Jahre hat sie ohne größere Schäden überstanden. Nach der Zerstörung konnte sie zwar in den 1950er Jahren wieder aufgebaut werden. Die knappen Mittel der Nachkriegszeit ließen aber keine nachhaltigen Baumaßnahmen zu. Deshalb musste St. Katharinen von 2007 bis 2012 umfassend saniert werden. Unter anderem wurden Schäden im Mauerwerk, an den Ankern, der Turmfassade und den Strebepfeilern wurden beseitigt, der Turmhelm neu eingedeckt. Denkmalpflegerisch gelungen sind dabei   Ablesbarkeit der neuen Einfügungen im Flickenteppich des alten Mauerwerks sowie der Umgang mit dem wiederentdeckten historischen Portal. Seit 2007 zählte die Sanierung zu den Hauptaktivitäten des 1980 gegründeten Bauhütte und Förderverein an St. Katharinen e. V.

Die Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutzes 2014 fand am 27. Oktober im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Vier weitere Silberne Halbkugeln gingen an das Archäologische Spessart-Projekt in Aschaffenburg, Pastor Heinz-Dieter Freese im niedersächsischen Sassenburg, die Eisenbahnfreunde „Richard Hartmann“ in Chemnitz und an den Verein „Rettung Schloss Blankenburg“ in Sachsen-Anhalt. Vier Journalistenpreise wurden vergeben an Silke Klose-Klatte (Hessischer Rundfunk), Helge Drafz (Westdeutscher Rundfunk) Michaela Gericke (Rundfunk Berlin-Brandenburg) und Carsten Müller (freier Journalist). Den Karl-Friedrich-Schinkel-Ring erhielt Michael Bräuer aus Rostock.

Weitere Informationen zum Deutschen Preis für Denkmalschutz 2014 auf der Seite des Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz

Bericht: Denkmalpreis und Abschluss der Sanierung St. Katharinen, Hamburger Abendblatt