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Williams@Wilhelmsburg.de Hamburger Stadtteilkulturpreis 2005

Hamburger Stadtteilkulturpreis 2005

Kultursenatorin Prof. Dr. Karin v. Welck hat am 18. April 2005 den Hamburger Stadtteilkulturpreis 2005 - dotiert mit 5.000 € - an das Projekt "Williams@Wilhelmsburg" der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg verliehen.

Hintergründe zur Verleihung:

Den New Yorker Stadtteil „Williamsburg“ und den Hamburger Stadtteil „Wilhelmsburg“ verbindet nicht nur der Name: Zu beobachten ist die gleiche stadtgeografische Situation, das gleiche Verhältnis zwischen Zentrum und Peripherie, und ein Fluss, der beide voneinander trennt. Doch noch stärker verbindet die Geschichte der Aus- und Einwanderung. Auch das New Yorker Williamsburg birgt eine Geschichte, die von Einwanderung geprägt ist; darüber hinaus eine Struktur, die von Industrieansiedlung und Werften bestimmt wurde und eine Gegenwart, in der soziale Brennpunkte dicht neben der neuen Kunstszene liegen. In diesem Spannungsfeld ist das Projekt Williams@Wilhelmsburg aufgestellt, und ganz unterschiedliche Akteure tragen wie in einem Puzzle ihren Teil bei.

vergrößern Junge Hamburgerin im Dialog mit ausgewanderter Hamburgerin in Williamsburg. Foto: Geschichtswerkstatt Wilhelmburg (Bild: Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg)

  • Die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg fasziniert durch eine zeitgemäße Form der „Heimatkunde“, die lokale Befunde in einen zeitgeschichtlichen Kontext von überregionaler Bedeutung stellt.
  • Sie hat einen lebendigen Stadtteildialog zwischen Hamburg und New York initiiert und damit auch den Stadtteil Veddel aus seiner Isolation geholt.
  • Sowohl bildende Künstler wie Werner Schaarmann als auch Theaterprofis wie Christiane Richers gestalteten mit eigener Handschrift spannende Einzelprojekte.
  • Jugendliche wurden in ein aufregendes Stadtteiltheater eingebunden, dass auf Ellis Island in New York seinen vorläufigen Höhepunkt fand.
  • In einer geschickten Dramaturgie reiht sich aus den einzelnen Projektbausteinen eine stadtteilkulturelle Perlenkette, die Wilhelmsburg und Veddel mit Hamburg verbindet.

Für Rückfragen: 
Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg c/o Maggi Markert
Honigfabrik Wilhelmsburg
Industriestraße 125-131
21107 Hamburg
Tel. 421039-15
Web: www.geschichtswerkstatt-wilhelmsburg.de

Der Anerkennungspreis Stadtteilkultur 2005 wurde vom Hamburger Wochenblatt-Verlag gestiftet. In Anwesenheit von Kultursenatorin Prof. Dr. Karin v. Welck wurde der Preis im Wert von 1.000 EUR von Herrn Heinz am 18. April an den Bramfelder Kulturladen für ambitionierte, stadtteilkulturelle Projektarbeit verliehen.

Hintergründe zur Verleihung:

vergrößern Brakula-Plakat (Bild: Brakula)

Der Bramfelder Kulturladen hat sich mit eigenen Ressourcen auf die Kooperation mit benachbarten Schulen und anderen Projektpartnern eingestimmt. Ziel ist es, über ein lebendiges Veranstaltungszentrum hinaus ein kulturelles Netzwerk im Stadtteil zu knüpfen und für alle Menschen zugänglich zu machen. Die Projekte greifen dabei ganz unterschiedliche Themen auf und binden kompetente Partner aus verschiedenen Kulturbereichen ein. Beispiele: Film, Foto, Theater, Literatur, Darstellende Kunst, Architektur.

  • Der Bramfelder Kulturladen zeigt, wie über kreative Projektarbeit ein Erfahrungsraum zu ästhetischer Praxis hergestellt werden kann, und damit auch Schwellenängste gegenüber Kunst und Kultur abgebaut werden.
  • Jugendliche werden über die Projektarbeit an das Angebot des Stadtteilkulturzentrums herangeführt.
  • Die Projekte spielen dabei auf sehr charmante Weise mit bekannten Vorurteilen zu Bramfeld: Wenig erkennbares Profil, belastet von einer Durchgangsstraße, wenig attraktive Angebote.
  • Mit der kulturpädagogischen Konzeption wurde ein spannender kommunalpolitischer Dialog „von Kopf auf die Füße“ gestellt.
  • Damit fördert der Bramfelder Kulturladen ein positives Stadtteilimage für Bramfeld und Lebensqualität vor Ort.

Für Rückfragen:
Bramfelder Kulturladen c/o Katja Clysters
Bramfelder Chaussee 265
22177 Hamburg
Tel. 642170-12
Web: www.brakula.de