100 Jahre Grünes Hamburg Chronik der Landschaftsplanung

Landschafts- und Grünplanung hat in Hamburg eine lange Tradition. Im heutigen rechtlichen Sinne existiert sie seit etwa 40 Jahren. Seitdem hat das Umweltbewusstsein der Bevölkerung ständig zugenommen.

Grüngürtelplanung Grüngürtelplanung aus den 1920er Jahren von Gustav Oelsner

Chronik der Landschaftsplanung

Im Zuge vieler neuer Umweltgesetze trat 1977 das Bundesnaturschutzgesetz in Kraft und bald danach das Hamburgische Naturschutzgesetz. Damit wurde die Landschaftsplanung erstmals rechtlich verankert.

Aber bereits in den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war in das Engagement Otto Linnes, Hamburgs erster Gartenbaudirektor von 1914 bis 1933 und Fritz Schumachers, Hamburgs Oberbaudirektor von 1924 bis 1933, entscheidend für die Entwicklung Hamburgs zu einer lebenswerten grünen Stadt . Beide sorgten dafür, dass mit der Planung und dem Bau von Grün- und Erholungsanlagen den schlechten Wohn- und Lebensbedingungen eines großen Teils der Einwohnerschaft ein grüner Pol in ihrer Stadt entgegengesetzt wurde. Insbesondere für diese benachteiligten Menschen sollten die neuen Grünanlagen und Parks in Wohnungsnähe da sein.

In Altona erarbeitete Gustav Oelser, Stadtbaurat in Altona von 1923-1933, den Grüngürtelplan mit drei ringförmig um Altona verlaufenden Grüngürteln, die bis heute größtenteils als öffentliche Parkanlagen zugänglich sind und das Grundgerüste für die heutigen Grünen Ringe, als  verbindende Elemente der Landschaftsachsen, bilden.

Die Förderung von Grünanlagen in der Stadt fand nach dem zweiten Weltkrieg ihre Fortsetzung. Die Gartenbauämter verfolgten die Reformideen Otto Linnes weiter. Höhepunkte dieser Entwicklung waren die Internationalen Gartenausstellungen (1953, 1963, 1973). Mit der Internationalen Gartenschau 2013 wurde jetzt an diese Tradition angeknüpft.

Wichtige Zeugnisse und Dokumente der Arbeit der Landschafts- und Grünplanung der letzten 100 Jahre, Pläne, Untersuchungen und Konzepte, werden im Hamburger Architekturarchiv aufbewahrt.

Kontakt

Norbert B. Niemann

Behörde für Umwelt und Energie
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
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