Gesamtstädtische Klimaanalyse Aktualisierte Stadtklimaanalyse Hamburg 2017

Die Stadtklimaanalyse 2017 liefert Klimadaten für das gesamte Hamburger Stadtgebiet. Es werden Analysen zur Temperatur, Kaltluftentstehung und -bewegung und deren räumliche Darstellung bereitgestellt. Diese Untersuchung wurde auf der Annahme einer Mensch und Umwelt besonders belastenden Sommerwetterlage mit geringer Luftbewegung und hoher Temperaturbelastung für die Monate Juli und August erstellt. Diese Wetterlage ist für die Stadt Hamburg und die hier stattfindenden Planungs- und Veränderungsprozesse besonders bedeutsam. Die Stadtklimaanalyse 2017 ist eine Ergänzung und Aktualisierung der Arbeit aus 2012 (siehe Teaser Historie)

Stadtklimaanalyse In Hamburg besteht eine hohe Bautätigkeit. Die Flächenkulisse wurde für die Stadtklimaanalyse 2017  aktualisiert und die „Siedlungsgebiete mit sommerlicher Hitze“ sowie die „Gebiete mit Kaltluftentstehung/ -bewegung“ in ihrer Verteilung im Stadtgebiet dargestellt.

Aktualisierte Stadtklimaanalyse Hamburg 2017

Ergebnisse

Hamburgs Lage in der Norddeutschen Tiefebene mit wenig Höhenentwicklung und guter Durchlüftung führt insgesamt zu einer vergleichsweise angenehmen sommerlichen Temperatursituation. Dazu tragen im allgemeinen die vielen ausgedehnten grünen und blauen Flächen Hamburgs bei. Sie ermöglichen einen guten Luftaustausch über von Bebauung freigehaltene Schneisen, so dass der häufig vorhandene Wind die Luft im Stadtgebiet austauschen kann.

In den Sommermonaten jedoch treten oftmals sogenannte autochthone Wetterlagen auf, bei denen der Luftaustausch durch weitgehend fehlende Luftbewegung und hohe Temperaturen tags und nachts eingeschränkt ist. Diese Wetterlagen können gesundheitlich  sehr belastend sein, insbesondere für Kinder, kranke und  ältere Menschen. Ein stadtplanerisches Ziel ist  daher, wichtige Kaltluftentstehungsgebiete zu erhalten und über die Stadt verteilt ausreichend grüne Flächen  vorzuhalten. Ein Netz grüner und unbebauter Flächen ermöglicht im Idealfall einen guten Luftaustausch und bringt Kühle in der Nacht. Tagsüber erhält man so verschattete Aufenthaltsbereiche und über die Verdunstungskühle eine Verbesserung des Lokalklimas, nachts trägt dies zu einem guten Schlaf bei. Die räumliche Darstellung der Klimasituation Hamburgs verschafft Planenden die notwendigen ersten Informationen zur temperaturangepassten Entwicklung Hamburgs in Zeiten des Klimawandels und steigender Temperaturen in den Sommermonaten.

Historie

Kontakt

Dr. Maja Berghausen

Behörde für Umwelt und Energie
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
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Bebauungspläne und Flächennutzungplan online