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Konzept Kinderschutzgruppe

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In den Kinderschutzgruppen werden Kinder in der Regel in einer Altersgruppe von sechs bis zwölf Lebensjahren und insbesondere bei Geschwisterverbünden gegebenenfalls ab drei Lebensjahren aufgenommen, die aufgrund einer Kindeswohlgefährdung gemäß § 42 SGB VIII durch das Jugendamt in Obhut genommen worden sind oder deren Eltern auf Grund einer akuten Krisensituation beim Jugendamt eine Hilfe zur Erziehung gemäß §27 i.V. § 34 SGB VIII beantragt haben. 

Kinderschutz Kinderschutzgruppe

Konzept Kinderschutzgruppe


Die Unterbringung dient der Krisenintervention und ist daher ausschließlich auf die Phase der weiteren Perspektivklärung und die Übergangsphase in Betreuungszusammenhänge begrenzt, die das Kindeswohl ausreichend wie auch dauerhaft sichern können. 
Bei einer Aufnahmeanfrage wird dem Jugendamt das entsprechende Angebot im Rahmen des Anfragemanagements dargestellt und werden die Umsetzungsmöglichkeiten in der Unterbringung in Bezug auf den individuellen Bedarf erörtert. 
Die aufgenommenen Kinder haben in der Regel bereits hohe Belastungen in ihrer Entwicklung erlebt. Diese werden im Rahmen des Aufenthaltes durch pädagogische Betreuung soweit wie möglich aufgefangen und durch den Einsatz einer gezielten Förderung ausgeglichen. Oftmals waren bereits Hilfen eingesetzt, die jedoch nicht angenommen wurden oder nicht wirksam waren.
Das vorrangige Hilfeziel ist es, dass die Eltern während des Aufenthaltes ihres Kindes in der Kinderschutzgruppe ihre Erziehungsfähigkeit soweit entwickeln, dass eine Rückkehr des Kindes in den elterlichen Haushalt zu verantworten und möglich ist. Sie werden dabei durch die Elternarbeit der Einrichtungen unterstützt.
Sollten die Eltern nicht in der Lage sein, dieses Ziel in einem absehbaren Zeitfenster zu erreichen, wird angestrebt, mit Ihnen einvernehmlich eine andere, tragfähige Perspektive für ihr Kind zu erarbeiten. Dies kann eine zeitlich befristete oder auf Dauer angelegte Unterbringung des Kindes zum Beispiel bei anderen Familienangehörigen in einer Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft, in einer Pflegestelle, einer Pädagogisch betreuten Wohngruppe oder sein.
Die anstehende Rückführung des Kindes in den elterlichen Haushalt oder die Anbahnung und Überleitung in andere Betreuungsverhältnisse wird am individuellen Bedarf des Kindes orientiert und so sanft gestaltet, dass nach Möglichkeit keine zusätzlichen Belastungen für das Kind entstehen.
Für die Hilfeplanung und Beendigung der Inobhutnahme ist das Jugendamt zuständig; es wird durch Fachkräfte der Kinderschutzgruppe unterstützt. 

Gesetzliche Grundlagen und Aufnahmeverfahren
Bei diesem Angebot handelt es sich um eine Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII.
Die Aufnahme kann jederzeit über den Kinder- und Jugendnotdienst, den Fachdienst Flüchtlinge des KJND oder eines ASD der bezirklichen Jugendämter erfolgen.
In besonders gelagerten Einzelfällen kann eine Betreuung als Hilfe zur Erziehung nach § 34 SGB VIII fortgesetzt werden. Voraussetzungen hierfür sind:
Eine Hilfe nach § 34 SGB VIII ist rechtlich vertretbar, insbesondere im Hinblick auf die Mitwirkung der Sorgeberechtigten und die Schutzbedürfnisse des Kindes.
Die Klärung der Lebensperspektive für das Kind kann absehbar nicht in angemessener Zeit, i.d.R. innerhalb  von 3-6 Monaten, geklärt werden. 
Die erforderliche erzieherische Hilfe ist im Setting des Kinderschutzhauses leistbar. Hierfür ist es erforderlich, dass die Einrichtung in die Hilfeplanung einbezogen ist und ihr hinsichtlich der Umsetzbarkeit zustimmt.
Die Hilfeplanung berücksichtigt, dass die Betreuung im Kinderschutzhaus zeitlich begrenzt sein muss bis zur Klärung der Lebensperspektive und des Übergangs an einen neuen Lebensort.

Gestaltung des Betreuungsalltags
Soziale und emotionale Unterstützung

Die Kinder werden dabei unterstützt, die zur Inobhutnahmen führenden Ursachen zu verstehen und zu bewältigen.
Die Kinder werden bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse unterstützt.
Die aktuelle Krisensituation und die oftmals mit der Herausnahme verbundenen Gefühle von Schuld und Kränkung werden mit dem Kind bearbeitet. 
Die Kinder erfahren Akzeptanz ihrer Person und werden dabei unterstützt, erlerntes unangemessenes Verhalten zu verändern und sich individuelle Konfliktlösungs-kompetenzen zu erarbeiten.
Wichtige Ereignisse und Entscheidungen, die die aktuelle Lebenssituation oder die Zukunft des Kindes betreffen, werden altersgerecht und aktiv mit dem Kind besprochen. 
Das Kind wird dabei unterstützt, tragfähige Beziehungen zu knüpfen, zu gestalten und zu halten.
Dem Kind wird beim Aufbau altersentsprechender Alltagskompetenzen geholfen und zwar insbesondere durch den Einbezug und die Übernahme von Aufgaben im Tagesablauf.
Den Kindern werden Rückzugsräume angeboten, damit sie sich vor einer Über-stimulierung im Gruppenalltag schützen können. 

Bindungssicherheit
Die Kinder erfahren, dass sich die Pädagogischen Fachkräfte als Bindungspersonen anbieten und auf ihre Bedürfnisse authentisch, empathisch, feinfühlig und verlässlich reagieren. 
Die Zuordnung einer Bezugsbetreuung im „Tandem“ ermöglicht eine intensive Befassung mit dem individuellen Bedarf des Kindes.
Das Kind erlebt einen strukturierten und sicherheitsbietenden Tagesablauf, feste Rituale und genügend Freiräume für individuelle Bedürfnisse und eine Selbst-erprobung.
Die Eltern-Kind-Bindung wird durch Aufklärung, Begleitung und Anleitung der Eltern in der Versorgung und Betreuung des Kindes während der Besuchszeit unterstützt.
Bindungen zu Geschwistern und Freunden werden nach Möglichkeit aktiv gefördert.
Das Kind wird altersentsprechend auf den Wechsel in die weiteren Betreuungszusammenhänge vorbereitet. Die Anbahnungs- und Überleitungsphase in neue Lebenszusammenhänge orientieren sich am Tempo des Kindes. 

Förderung der motorischen und kognitiven Entwicklung 
Den Kindern wird gezielt altersentsprechendes Spielzeug für die Förderung der Fein- und Grobmotorik angeboten.
Die Kinder werden zur Bewegung und dem Aufenthalt im Freien animiert. Mit der Aufnahme wird eine Erkundung des Einrichtungsumfeldes durchgeführt. 
Bei regionalen Aufnahmen von Kindern aus dem Sozialraum wird, soweit sie dorthin auch zurückkehren sollen, eine Einbindung in sozialräumliche Angebote wie z.B. Sportvereine, Kindertreffs usw. angestrebt.
Den Kindern werden altersentsprechende Bildungsmaterialien wie zum Beispiel Spiele, Bücher, Zeitschriften, ausgesuchte Sendungen und Filme angeboten.
Dem Kind wird interessiert und aktiv zugehört. Es erhält die Zeit, die es braucht, um sich auszudrücken. Mimik, Gestik und Körpersprache des Kindes werden feinfühlig erfasst, interpretiert und ihm gegenüber gespiegelt, um die Eigenwahrnehmung und Selbstwirksamkeit zu fördern.
Das Kind wird durch gezielte Anregung in der Erweiterung seines Sprachschatzes unterstützt und ein unangemessener Sprachgebrauch korrigiert.
Der Schulbesuch der Kinder wird sichergestellt. Gegebenenfalls findet eine sogenannte Gastbeschulung in einer Schule in der Nähe der Einrichtung statt.
Die Kinder werden in ihren schulischen Belangen unterstützt.

Ernährung
Die Mahlzeiten werden in der Regel zu festen Zeiten in der Gruppe und gemeinsam mit Fachkräften in einer ruhigen Atmosphäre eingenommen. 
Die Abläufe rund um die Mahlzeiten erfolgen wiederkehrend, sind damit für die Kinder vorhersehbar und strukturieren den Tag.
Die Kinder werden entsprechend ihres Entwicklungsstandes an der Auswahl der Gerichte im Essensplan, am Einkauf und der Zubereitung der Speisen, aber auch den vor- und nachbereitenden Abläufen wie dem Tisch auf- und abdecken usw. beteiligt.
Die Auswahl der Lebensmittel ist vitamin- und nährstoffreich sowie ausgewogen. 
Spezielle medizinisch-diätische sowie kulturelle Bedarfe werden berücksichtigt.

Pflege und Hygiene
Der Pflegeumfang und die Pflegesituation orientieren sich am Alter, dem Bedarf und dem Tempo des Kindes.
Bei kleinen Kindern dient die intensive Betreuung während der Pflege dem Aufbau einer stabilen und vertrauensvollen Beziehung zwischen Kind und Fachkraft.
Ältere Kinder werden regelmäßig bei der Körper- und Mundhygiene angeleitet und altersentsprechend begleitet. Ihnen wird zudem die Notwendigkeit durch Erklärung und Aufklärung vermittelt. Der Pflegeumfang und die Pflegesituation orientieren sich am Alter, dem Bedarf und dem Tempo des Kindes.

Medizinische Betreuung
Unmittelbar nach Aufnahme wird ein erster Gesundheitscheck durchgeführt.
Es wird im Pädagogischen Tagebuch eine „Gesundheitsliste“ geführt, in der alle Erkrankungen, Arzttermine, Behandlungen und der Genesungsprozess erfasst werden.
Die aufgenommenen Kinder werden im Verlauf der ersten Tage einem Kinderarzt vorgestellt, der eine Aufnahmeuntersuchung durchführt und gegebenenfalls zu weiteren Fachärzten überweist.
Die erforderlichen Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen werden in Abstimmung mit den Sorgeberechtigten entsprechend des empfohlenen Altersfensters durch den Kinderarzt durchgeführt.
Ärztliche Folgetermine werden geplant und begleitet.
Im Bedarfsfall erfolgt eine Vorstellung in Fachinstituten für Kindesentwicklung. 
Eine Medikamentengabe erfolgt entsprechend der ärztlichen Verordnung.  
Ärztlich verordnete therapeutische Leistungen können im Haus durch externe Leistungsanbieter durchgeführt werden. Es wird u.a. mit Logopädie, der Kranken -gymnastik sowie der Kinder und Jugendpsychiatrie kooperiert. Empfehlungen zur Förderung im Alltags-Handling werden umgesetzt.

Elternarbeit
Zu Beginn des Aufnahmeprozesses wird die Gestaltung der Besuchskontakte und die Erwartungen an die Zusammenarbeit mit den Eltern besprochen und im Verlauf des Hilfeprozesses gegebenenfalls aktualisiert.
Es werden ab Aufnahme regelmäßige Besuchskontakte angeboten. Bei einer anstehenden Überleitung des Kindes an die Kindeseltern oder in Fällen in denen eine enge Bindung des Kindes an die Eltern aufrecht erhalten, gefördert oder intensiviert werden sollte, können nach Absprache in einem Fachgespräch oder in der Hilfeplanung auch individuelle Besuchskontakte geplant werden.
Es finden regelmäßige Elterngespräche statt und es wird über die aktuelle Lebenssituation und daraus resultierende Bedarfe des Kindes informiert.
Die Besuchskontakte werden mit den Eltern und dem Kind vor- und nachbereitet.
Die Eltern werden bei der Kontaktgestaltung zu ihrem Kind angeleitet. 
Sie erhalten Tipps und Empfehlungen zum altersgerechten Umgang mit ihrem Kind und zu anstehenden Entwicklungsfragen.
Wenn ein sicherer und altersentsprechender Umgang der Eltern mit ihrem Kind während der Besuchszeit zu erwarten ist, können sich die Eltern ungestört mit ihrem Kind zurückziehen.
Im Ausnahmefall kann auch eine Begleitung des Besuchskontaktes durch eine Fachkraft der Einrichtung erfolgen.
Sollte eine regelhafte Begleitung der Eltern erforderlich sein, ist eine durch den ASD einzurichtende Umgangsbegleitung erforderlich. Sofern eine Umgangsbegleitung über das Jugendamt eingerichtet wurde, wird der Umgangsbegleiter an der Elternarbeit beteiligt.
Die Eltern werden transparent an der weiteren Perspektivklärung ihres Kindes und an einer möglichen Anbahnung in andere Betreuungsverhältnisse beteiligt.
Die Eltern und das Kind werden gemeinsam auf eine geplante Rückkehr vorbereitet und der Wechsel in die Herkunftsfamilie wird behutsam begleitet. Im Rahmen von Anbahnungsphasen zur Rückkehr des Kindes in den elterlichen Haushalt können die regulären Besuchskontakte noch einmal ausgeweitet werden.

Flankierende Angebote
Berichtswesen und Dokumentation

Mit der Aufnahme wird für jedes Kind ein pädagogisches Tagebuch angelegt und regelmäßig geführt. In diesem werden Beobachtungen über die Entwicklung des Kindes und Besonderheiten im Verlauf der Betreuung mit den jeweiligen Daten aufgenommen.
In den ersten vier Wochen wird für das Jugendamt eine Aufnahmeinformation erstellt.
In der gesamten Zeit der Betreuung werden in regelmäßigen Abständen Verlaufs- berichte sowie Trägerbeiträge für anstehende Fachgespräche oder Hilfeplan-konferenzen erstellt.
Besondere Vorkommnisse werden schriftlich mitgeteilt.

Begleitende Verfahren
Die erforderlichen Einverständniserklärungen für Arzt- und Facharztbesuche, Impfungen, Heil- und Fördermaßnahmen sowie alle Einwilligungen, die nicht die Angelegenheiten des täglichen Lebens betreffen, werden bei den hierfür Verantwortlichen eingeholt.
Mitwirkung an Fachgesprächen und der Hilfeplankonferenz gemäß § 36 SGB VIII.
Regelmäßige telefonische Kooperation mit dem Jugendamt und dem Vormund.
Mitwirkung bei Anfragen durch Verfahrenspfleger und durch das Familiengericht bestellte Gutachter.
Kooperation mit Umgangsbegleitern und Sozialpädagogischen Familienhilfen, die das Familiensystem betreuen.

Dienstbesprechung, Fachberatung, Fortbildung und Supervision
Einmal wöchentlich finden Dienstbesprechungen im Team, einmal monatlich im Einrichtungsverbund statt.
Die Koordinatoren und Einrichtungsleitungen nehmen mindestens 3-mal jährlich an einer Kleinkinder-AG teil, um aktuelle und anstehende Themen im Bereich der Kleinkindbetreuung zu besprechen.
Die Verbundleitung und die Abteilungsleitung stehen den Fachkräften für Fallreflektion und Fallbesprechung, auch in Krisensituationen, zur Verfügung. 
Die Fachkräfte nehmen mindestens alle zwei Jahre an einer der fachspezifischen Fortbildungen teil: 
Erste- Hilfe- Kurs am Kind
Systemisches Arbeiten
Deeskalationsstrategien
Traumata - Grundlagenfortbildung
Kinderschutz - Grundlagenfortbildung 
Darüber hinaus werden den Fachkräften die Teilnahme an themenbezogenen Fortbildungen über das Sozialpädagogische Fortbildungszentrum (SPFZ) und das Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) der Freien und Hansestadt Hamburg und andere Fortbildungsinstitute angeboten.
In besonders gelagerten Einzelfällen wird eine Fallbesprechung mit dem Jugendpsychologischen und –psychiatrischen Dienst (JPPD) initiiert.
Bei Bedarf können darüber hinaus Beratungsleistungen für Fallbesprechung, Teamberatung und Teamsupervision in Anspruch genommen werden.

Betriebsstruktur
Dienstplanung
Die Kinder werden in einer Gruppe von 8 Kindern in einem Rund-um-die Uhr-Schichtmodell mit Nachtbereitschaft im Gruppendienst betreut. In den Tagesstunden wird der Gruppen-dienst durch eine zweite Person unterstützt und von Montag bis Freitag zusätzlich durch Hauswirtschaftliche Fachkräfte und eine Koordination begleitet.
 

Personal und Stellenplan
Die Betreuung wird durch pädagogische Fachkräfte, in der Regel mit sozialpädagogischer Qualifikation, wahrgenommen, die auf Grund ihrer Persönlichkeit und fachlichen Kompetenzen besonders für die Betreuung von Kindern in Krisensituationen qualifiziert sind.
Die Funktion der Leitung und der Koordination ist mit sozialpädagogischen Fachkräften besetzt, die zudem als „insoweit erfahrene Fachkraft“ qualifiziert sind.
Das Personal wird in folgendem Umfang eingesetzt:
 
Pädagogisches Personal im Gruppendienst: bei 5,75 Fachkräften : Plätze    1 : 1,4       
Hauswirtschaftliche Fachkräfte     1: 5,3       
Fachkoordination    1: 16       
Leitung    1:20       
Verwaltungspersonal     1:40     

Finanzierung
Die Finanzierung erfolgt durch die für die Jugendhilfe zuständigen Fachbehörde in Form einer Vollfinanzierung auf der Basis eines abgestimmten Tages-Entgelts.

Kontakt für den Inhalt
Freie und Hansestadt Hamburg
Landesbetrieb Erziehung und Beratung
Conventstraße 14, 22089 Hamburg
Tel.: + 49 (40) 428 15 3000 
E-Mail: info@leb.hamburg.de

Hinweis: Der hier dargestellte Inhalt ist identisch mit der unten stehenden, nicht barrierefreien PDF-Datei. Auf Wunsch senden wir Ihnen das Konzept gern in Papierform zu.  
Kontakt: Landesbetrieb Erziehung und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Bettina Bormann, Telefon: (040) 428 15 30 03, E-Mail: Bettina.Bormann@leb.hamburg.de 

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