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Einblicke in den Berufsalltag im LEB Leitungsverantwortung im LEB: Mit Geduld und Respekt Entwicklung gestalten

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Mit seinen 52 Einrichtungsstandorten in sechs Fachabteilungen bietet der LEB nicht nur Arbeitsplätze für aktuell rund 730 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch die Chance, sich horizontal wie vertikal zu verändern, ohne den Betrieb zu verlassen. Koordination mit Leitungsanteilen, Verantwortung als stellvertretende Leitung oder Leitungskraft auf verschiedenen Ebenen – hier ist einiges möglich! Und: Der LEB unterstützt Leitungskräfte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben – dazu steht die Beratungskompetenz in der Personalabteilung zur Verfügung, aber auch vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten, intern wie extern. Zwei Kollegen stellen ihre Sicht der Dinge dar. 

LEB Landesbetrieb Erziehung und Beratung Hamburg Leitungsverantwortung

Leitungsverantwortung im LEB


Walter Weigel ist seit einem guten Jahr als Leiter des Kinderschutzhaus-Verbundes I verantwortlich für die Kinderschutzhäuser Südring und Wandsbek – und damit für gut 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vorher leitete er die Flüchtlingseinrichtung des LEB in der Hammer Straße. 

Was ist für Sie das Reizvolle an der Leitungsfunktion? 

Walter Weigel überlegt nicht lange: „Die fachliche und persönliche Weiterentwicklung der Kolleginnen und Kollegen, gemeinsam Ziele zu entwickeln, ihnen unterstützend zur Seite zu stehen, kurz: die Personalentwicklung.“ Aber auch die fachliche Auseinandersetzung, also die Qualitätsentwicklung, sei ebenso reizvoll.  

Ulf Bittner, Leiter der Kinder- und Jugendbetreuung Groß Borstel, steigt engagiert ein: „In der Flüchtlingsarbeit waren wir in einem sehr dynamischen Prozess, das Tempo wurde von außen vorgegeben, spezifische Standards für das neue Angebot gab es noch nicht, die mussten wir erst entwickeln.“ Inzwischen jedoch habe sich die Situation verändert, weil der Aufnahmedruck nachgelassen habe: „So konnten wir eine Basis schaffen und verfügen jetzt über einen Werkzeugkoffer von Methoden.“

Als Leitungskraft muss man solche Prozesse gestalten und moderieren. „Wir nehmen an fachlichen Diskussionen teil und geben Orientierung als Leitungskraft“, erklärt Walter Weigel. Manche Teams würden sehr um Standards ringen; in der Pädagogik könne man nicht alles über einen Kamm scheren: „Wir müssen unsere Sichtweise vereinheitlichen, ohne die Individualität zu vergessen.“ 

Manchmal fühle man sich auch als Puffer zwischen Dienstanweisung und Mitarbeiterschaft, findet Ulf Bittner. „Als Leitungskraft ist es wichtig, klare Struktur zu geben, auch weil viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch solche, die von anderen Trägern kommen, bei uns erst Eigenverantwortung lernen müssen.“ 

Worauf kommt es vor allem an 
als Leitungskraft? 

„Man muss transparent entscheiden“, äußert Walter Weigel. Eines fällt ihm im Vergleich zu anderen Betrieben auf: „Der LEB ist zwar hierarchisch strukturiert, aber Diskussionen werden hier in großer Offenheit geführt.“ Es brauche Geduld und Respekt, denn manchmal müsse man Dinge durchsetzen, die unbequem seien. „Und man muss gut mit Veränderungen umgehen können.“ Ulf Bittner formuliert es so: „Veränderung ist Entwicklung!“ Fertig sei man nie, auch als Leitungskraft entwickele man sich stets weiter. 

Und was ist schwierig? 

Spontan fällt das Stichwort „Personalbindung“. Ulf Bittner: „Man muss deutlich vermitteln, dass wir im LEB einen Mehrwert durch die persönliche und berufliche Entwicklung zu bieten haben“, betont er. „Entwicklung wird beim LEB sehr gefördert!“ 

Wie sieht die Palette der unterstützenden Maßnahmen aus, die der LEB Ihnen als Leitungskraft bieten kann? 

„Wir sind Teil eines Systems, das sich unterstützend ineinandergreift“, beschreibt Walter Weigel. Er selbst habe schon Unterstützung eingefordert: „Ich habe vier Kinder, das jüngste ist sechs, da hatte ich Sorge, dass mir die Arbeit im Kinderschutzhaus zu nahe gehen könnte.“ Daher habe er mit der Personalabteilung vereinbart, dass er Coaching abrufen kann, wenn er dies wünsche. „Wir hatten im Kinderschutz schon dramatische Fälle.“ Da unterstütze der LEB auf allen Ebenen. Ulf Bittner: „Ich habe selbst schon Unterstützung bei meinem Vorgesetzten nachgefragt“, aber generell solle man ruhig auch Vertrauen haben, den eigenen Weg zu finden. 

Könnten Sie sich vorstellen, 
wieder ohne Leitungsverant-wortung zu arbeiten? 
„Verantwortung abgeben? Nein“, lacht Walter Weigel.  bo


Hinweis: Gern senden wir Ihnen die Ausgabe 49 unserer Zeitung LEB-ZEIT in Papierform oder als PDF-Datei zu. 
Kontakt: Landesbetrieb Erziehung und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Bettina Bormann, Telefon: (040) 428 15 30 03.​​​​​​​

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