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Einblicke in den Berufsalltag im LEB Haus- und Gebäudeservice – was die LEB-Welt im Innersten zusammenhält

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Der Landesbetrieb Erziehung und Beratung verfügt über mehr als 60 Gebäude und Standorte mit Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie Büros. Einzüge, Auszüge, die Jahre und das pralle Leben hinterlassen ihre Spuren. Gut, wenn man dann auf Fachleute zählen kann, die dafür sorgen, dass alles wieder ins Lot kommt: Hausmeister, Haus- und Gebäudeservice, Hausverwaltung im LEB ist eine vielfältige Tätigkeit für Handwerker, die idealerweise alles können und Nerven aus Stahl haben. 

KJND, Kinder- und Jugendnotdienst, Hamburg, LEB, Hausmeister

Haus- und Gebäudeservice im LEB


Die Verabredung im Eißendorfer Pferdeweg beginnt gleich mit einem Einsatz: „Wasseraustritt im Kinderschutzhaus“, meldet eine Kollegin. Dieter Thronicke lächelt: „Na, dann wollen wir uns das mal ansehen.“ Und präsentiert damit schon mal die wichtigste Eigenschaft, die man seiner Meinung nach in seinem Beruf braucht: Gelassenheit. Die anderen lächeln auch, denn sie wissen: Bei Dieter Thronicke sind die kleineren und größeren Katastrophen, die der Einrichtungsalltag birgt, in besten Händen. 

Im Kinderschutzhaus, zwei Treppen höher, schart sich gleich eine Traube von Vierjährigen um den Mann, der fast zwei Meter misst und unter dem Waschbecken kauert, um das austretende Wasser in einem Eimer aufzufangen. „Was machst du da, Dieter“, piepst einer von ihnen. Sie unterhalten beste Beziehungen zu ihm, denn er repariert gelegentlich kaputt gegangenes Spielzeug. Heute hat er seine große Werkzeugtasche nicht bei sich, aber wenn, dann stürzen sich die Kinder voller Neugier darauf und untersuchen den Inhalt genau.  

Dieter Thronicke ist Hausverwalter. Für die Einrichtungen der Jugendhilfeabteilung Süd kümmert er sich um die Instandhaltung, den Arbeitsschutz, um die Dienstfahrzeuge, und darum, dass der Alltag in den Einrichtungen funktionieren kann. Sein Know-how ist auch bei der Planung neuer Einrichtungen gefragt. Vor allem die Sicherheit muss gewährleistet sein. „Ich gehe immer mit offenen Augen durchs Haus, wenn ich einen Mangel sehe, dann behebe ich ihn nach Möglichkeit sofort“, sagt der 53-Jährige, der schon seit 1986 beim LEB arbeitet.  

Noch länger als Dieter Thronicke ist Ralf Maulitz beim LEB – er hat bereits in der ehemaligen Berufsbildungseinrichtung Wulfsdorf das Schlosser-Handwerk gelernt: „Herr Riensberg, der damalige Leiter, hat gefragt, ob ich als Hausmeister anfangen will“, erzählt der 53-Jährige. Und das wollte er. Es folgten Stationen beim Amt für Jugend und wieder beim LEB. Inzwischen hat er seit 23 Jahren die Hausmeisteraufgaben in der Feuerbergstraße fest im Griff. Dazu gehören der Kinder- und Jugendnotdienst, das Kinderschutzhaus Nord und die diversen Nebengebäude, die vom Fachdienst Flüchtlinge und der Unterbringungshilfe genutzt werden, sowie Mehrzweckhalle, Sitzungsraum und das neue Häuschen auf dem Gelände.  

„Mein Kollege und ich sorgen zusammen dafür, dass alles heile bleibt“, lautet die geerdete Beschreibung seiner Tätigkeit. Keine einfache Aufgabe, bei einem Haus, das rund 100 Jahre auf dem Buckel hat und das pro Jahr mehr als 1.200 Betreute beherbergt. Da müssen Sachschäden behoben, Renovierungen und Reparaturen geplant, koordiniert und beaufsichtigt, Bestellungen organisiert werden. Und wenn Not am Mann ist, dann hat Ralf Maulitz auch kein Problem damit, mal in der Küche des KJND auszuhelfen. „Ich habe eigentlich zu allen einen guten Draht.“  

Diesen beiden „Urgesteinen“ mögen die jungen Kollegen wie Greenhorns vorkommen: Seit rund 20 Monaten arbeiten Kai-Uwe Behrmann und Martin Paetzold im Gebäudeservice des LEB. Sie teilen sich gemeinsam mit Volker Wehinger-Klaws die Verantwortung für die Einrichtungen der Jugendhilfeabteilungen Ost, Nord und Spezialisierte Angebote untereinander auf. Letzterer sollte eigentlich auch am Gespräch teilnehmen, wurde jedoch spontan zu einem Notfalleinsatz abberufen. „Bis eben ging das Telefon fast ständig“, sagt Kai-Uwe Behrmann. 

Das Trio hilft bei allen Belangen in den Einrichtungen – „wir begleiten die Auszüge von Jugendlichen, bessern die Zimmer aus, bringen Rollos oder Badezimmerspiegel an oder besorgen Möbel“, berichtet Kai-Uwe Behrmann, gelernter Gas- und Wasserinstallateur. „Außerdem machen wir regelmäßige Sicherheitsrundgänge und beaufsichtigen die Arbeit von Handwerkern“, erklärt Martin Paetzold. Er ist gelernter Parkett- und Bodenleger. Beide sind sich einig: „Diese vielfältige Tätigkeit kann man erst ausüben, wenn man schon einige Jahre Berufserfahrung hat: man muss alles schon mal gemacht haben.“ Gefragt nach der Eigenschaft, die man vor allem brauche, lachen beide: „Nerven wie Stahlseile!“                                     bo

Hinweis: Gern senden wir Ihnen die Ausgabe 51 unserer Zeitung LEB-ZEIT in Papierform oder als PDF-Datei zu. 
Kontakt: Landesbetrieb Erziehung und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Bettina Bormann, Telefon: (040) 428 15 30 03.​​​​​​​

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