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Einblicke in den Berufsalltag im LEB Eine breit aufgestellte Angebotspalette: Fachliche Vielfalt für vielfältige Bedarfe

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Die Leitung eines Kinder- und Jugendhilfeverbundes im LEB birgt vielfältige Aufgaben: Es gilt, dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Rahmenbedingungen vorfinden, die sie brauchen, um gut arbeiten zu können. Darüber hinaus hat die Verbundleitung die Angebotsstruktur zukunftsfähig und wirtschaftlich zu gestalten – eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit hoher Anforderung an kommunikative Fähigkeiten nach innen wie nach außen. Verbundleiterin Maike Nerowski gewährt einen Einblick in ihre vielfältigen Aufgaben. 

Verbundleitung, Pädagogische Angebote, Hamburg, LEB, Landesbetrieb Erziehung und Beratung

Verbundleitung im LEB: Dynamischer Alltag und viel Kommunikation


„Für mich war es genau die richtige Entscheidung!“ Seit dem Sommer 2016 leitet Maike Nerowski den Kinder- und Jugendhilfeverbund Eimsbüttel I. Viel sei geschehen in diesen drei Jahren: Mit Tanja Ahlf kam eine neue Abteilungsleitung nach West, die Verbundstruktur wurde an veränderte Bedarfe angepasst, die Tagesgruppe musste mangels Nachfrage aufgegeben werden, die Jugendwohnung Pelikan ist in die Pinneberger Chaussee gezogen. „Zwar hatte ich es mir vorher schon dynamisch vorgestellt, aber so dynamisch nun auch wieder nicht“, schmunzelt sie. 

Ein wenig gezögert habe sie damals schon; denn den Rollenwechsel von der Mitarbeiterin in die Leitungsfunktion im selben Verbund, habe sie durchaus kritisch reflektiert. Dennoch: „Es ist ein Vorteil, dass ich den Verbund von Beginn an von innen kannte“, bekennt Maike Nerowski. So sei es ihr leicht gefallen, ihre Aufgaben als Leitung auf der Basis von Vertrauen gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu gestalten. „Dezentrales Führen bedeutet für mich im besten Falle, die Teams so auszustatten, dass sie nahezu autonom handlungsfähig sind und ich als Leitung „nur noch“ Ziel- und Wertkonflikte entscheiden muss. Dann kann ich vertrauensvoll zur Seite gehen und die Fachkräfte ihre Arbeit machen lassen!“

Die Angebotspalette im Kinder- und Jugendhilfeverbund Eimsbüttel I reicht von der Pädagogisch Betreuten Wohngruppe Elbgaustraße über zwei Einrichtungen Ambulant Betreutes Wohnen bis hin zur Jugendwohnung Pinneberger Chaussee, Ambulanten Hilfen und einem Sozialraumprojekt inklusive Übergangswohnung. Die Vorteile eines so breit aufgestellten Portfolios liegen auf der Hand: „Wir können den Familien kürzere Wege bieten, wenn von einem Angebot in ein anderes gewechselt werden soll“, bringt Maike Nerowski es auf den Punkt. Außerdem kennen sich die Teams untereinander, „das bedeutet, dass Informationen fließen, und die Hilfen schneller greifen können, wenn die Familien bereits bekannt sind“. 

Allerdings stelle ein solcher dezentral organisierter Verbund auch hohe Anforderungen an die interne Kommunikation: „Ich telefoniere extrem viel.“ Die verlässliche Erreichbarkeit schafft Vertrauen: Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Maike Nerowski jederzeit anrufen, wenn sie Rat und Unterstützung brauchen, aber auch, wenn sie einfach mal etwas loswerden möchten. 

Und selbstverständlich ist sie auch häufig unterwegs und sucht die Teams auf. Aber nicht „nur“ das: Ein wichtiger Bestandteil ihrer Tätigkeit ist der Kontakt zu den Auftraggebern in den Bezirken. „Wir haben hier in Eimsbüttel etwas Besonderes“, sagt Maike Nerowski. „Nämlich die Kollegiale Beratung mit dem ASD.“ Im Rahmen einer individuellen Beratung nehmen sich die Beteiligten gemeinsam viel Zeit, um gemeinschaftlich gute Lösungen für Familien zu finden – ein weiterer Schritt in Richtung Angebotsentwicklung aus Sicht der Klienten.“ 

So etwas wie einen „normalen Alltag“ gebe es als Verbundleitung eigentlich nicht: „Jeder Tag ist anders“ – und gerade das sei auch das Schöne! „Morgens strukturiere ich meinen Tag, priorisiere die Aufgaben und arbeite sie ab.“ Dabei sei es ihr ein Anliegen, immer für die Teams Zeit zu haben. „Sie müssen arbeitsfähig sein!“ Die intensive Kommunikation bewährt sich: „Die gute Atmosphäre trägt dann auch, wenn die Zeiten mal herausfordernder sind.“

Und was ist nun das Reizvollste an der Leitung eines Kinder- und Jugendhilfeverbundes? „Die Abwechlsung“, entgegnet Maike Nerowski spontan. Dann konkretisiert sie: „Die Menschen. Die Vielfalt. Die Kreativität. Und der täglich wechselnde Tagesablauf. Alles zusammen!“        bo

Hinweis: Gern senden wir Ihnen die Ausgabe 52 unserer Zeitung LEB-ZEIT in Papierform oder als PDF-Datei zu. 
Kontakt: Landesbetrieb Erziehung und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Bettina Bormann, Telefon: (040) 428 15 30 03. 


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