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Einblicke in den Berufsalltag im LEB Arbeit und Leben im Gleichgewicht – größere Zufriedenheit durch Flexibilität

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Im Leitbild des LEB heißt es: „Die (qualitäts)-entscheidende Ressource sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebs.“ Die Fragen, die daraus folgen, lauten etwa: Wie müssen Beschäftigte qualifiziert sein, damit sie gute Leistungen erbringen können? Welche Rahmenbedingungen brauchen sie, damit sie Beruf und Familie gut vereinbaren können? Arbeitswelten und Lebensbedingungen verändern sich – der LEB unterstützt seine Beschäftigten dabei, ihre Tätigkeit mit privaten Belangen in Einklang zu bringen. Kristin Braatz, Leiterin des Referats Personalentwicklung, Gesundheit und Gleichstellung, beschreibt einige Modelle.

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Arbeit und Leben im Gleichgewicht – größere Zufriedenheit durch Flexibilität


Flexibilität lautet die Antwort von Beschäftigten auf die Frage, was ihnen dabei hilft, Privates und Beruf unter einen Hut zu bringen. Gemeint ist damit vor allem die Flexibilität des Arbeitsortes. Seit 2019 haben Beschäftigte im LEB die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Und dies wird zunehmend genutzt. Vorteil für Familien: Eltern können Schulkinder, die mittags nach Hause kommen, im Homeoffice beaufsichtigen. Aufgrund des demografischen Wandels haben wir zudem immer mehr Beschäftigte, die pflegebedürftige Angehörige versorgen. Die Fahrtzeiten, die durch das Arbeiten im Homeoffice entfallen, können Beschäftigte nutzen, um Eltern zu Arztterminen zu begleiten oder sonstige Unterstützung zu leisten. 

Homeoffice ist aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne familiäre Verpflichtungen interessant. Durch den Wegfall von Arbeitswegen kann gewonnene Freizeit beispielsweise genutzt werden, um Sportangebote wahrzunehmen. Das ist auch im Interesse des LEB, denn wir wollen, dass unsere Beschäftigten gesund bleiben. 
Wie in anderen Betrieben auch wünschen sich viele Beschäftigte eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit. Um es gleich vorweg zu nehmen: In einem Schichtdienstbetrieb, in dem Kinder und Jugendliche betreut werden, können wir nicht für alle Arbeitsfelder gleichermaßen eine tägliche Flexibilität gewährleisten. Ein Kind im Kinderschutzhaus kann eben nicht unbeaufsichtigt bleiben, weil eine pädagogische Fachkraft spontan etwas später kommen möchte. Trotzdem kann bei der Dienstplangestaltung auch Rücksicht auf familiäre Bedürfnisse oder Lebensumstände genommen werden. 

Aufgrund der Gleitzeitregelungen können insbesondere Beschäftigte in der Zentrale und in Verwaltungsbereichen Dienstbeginn und Dienstende eigenverantwortlich gestalten. Selbstverständlich müssen dabei Absprachen mit Vorgesetzten und dienstliche Belange berücksichtigt werden. Wichtig ist ein guter Austausch mit Vorgesetzten und Kolleginnen und Kollegen: Wie können wir familiäre Belange der Teammitglieder berücksichtigen? Wie stellen wir zugleich Erreichbarkeit und Dienstbetrieb sicher? Wie schaffen wir es, gerechte Lösungen zu finden?

Im Zusammenhang mit flexiblen Arbeitszeiten ist aber nicht nur die tägliche Flexibilität gemeint, sondern auch, die Arbeitszeit – ggf. auch nur temporär – zu reduzieren. Beschäftigte haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Teilzeitarbeit zu stellen. Dies nutzen im LEB rund 41 Prozent, oft aus familiären Gründen, aber auch, um berufsbegleitend zu studieren.

Ein weiteres Modell stellen Sabbaticals dar: Immer mehr Menschen wollen nicht auf die Rente warten, etwa um eine längere Reise zu unternehmen oder ein Herzensprojekt in Angriff zu nehmen. Hier kann eine längere Auszeit eine Lösung sein. Das Sabbatjahr ist ein Teilzeitbeschäftigungsmodell in zwei Phasen: Die Arbeits- oder Ansparphase, in der man mit der bisherigen Arbeitszeit weiter arbeitet, und der Freizeit- oder Freistellungsphase. Wenn es kein ganzes Jahr sein soll, gibt es auch das Kurz-Sabbatical. 

Ob nach der Ausbildung, nach dem Studium oder mit vielen Jahren Berufserfahrung: Wir unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, sich neues Wissen anzueignen. Der LEB ist ein sehr fortbildungsaktiver Betrieb – das zeigen die hohen Teilnahmezahlen an internen und externen Fortbildungen und Schulungen. 

Neben Fortbildungen, die in dienstlichem Interesse sind, kann es aber sein, dass Beschäftigte sich in Richtungen weiterbilden wollen, die nur teilweise im dienstlichen Interesse liegen. Auch derartige persönliche Entwicklungen unterstützen wir. Es gibt die Möglichkeit, zehn Tage Sonderurlaub mit oder ohne Fortzahlung der Bezüge zu erhalten, wenn die Fortbildung teilweise in dienstlichem Interesse ist. Selbst wenn eine Fortbildung nicht im dienstlichen Interesse ist, kann unbezahlter Sonderurlaub gewährt werden. 

Dies sind nur einige Beispiele; im neuen Gleichstellungsplan, der ab dem 1. Januar 2021 gilt, haben wir weitere Maßnahmen aufgenommen. So soll insbesondere die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf noch mehr Raum bekommen.

Hinweis: Gern senden wir Ihnen die Ausgabe 56 unserer Zeitung LEB-ZEIT in Papierform oder als PDF-Datei zu. 
Kontakt: Landesbetrieb Erziehung und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Bettina Bormann, Telefon: (040) 428 15 30 03.

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