Branche
Heinemann wurde 1879 gegründet und startete als Hamburger Schiffsausrüster. Das Unternehmen befindet sich seit fünf Generationen in Familienbesitz. (2026)
Das Unternehmen ist als Groß- und Einzelhändler für den internationalen Reisemarkt in über 100 Ländern tätig. Als Einzelhändler betreibt Heinemann rund 500 Shops an Flughäfen und auf Kreuzfahrtschiffen. Zudem beliefert Heinemann weltweit Flughäfen, Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffe, Schiffsausrüster, Military Shops, zollfreie Zonen und mehr.
In den Shops verkauft das Unternehmen internationale Markenartikel, überwiegend Parfüm und Kosmetik, Wein und Spirituosen, Süßwaren, Tabak, Mode, Accessoires, Uhren und Schmuck.
Heinemann verfügt überdies über eigene Logistikzentren in Hamburg-Allermöhe und in Erlensee bei Frankfurt. Dort werden täglich rund 1,5 Millionen Verkaufseinheiten kommissioniert.
Sitz des Unternehmens
Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in der HafenCity Hamburg in der Koreastraße.
Als global aufgestellte Unternehmensgruppe verfügt Heinemann über Tochtergesellschaften in Asien, den USA in Afrika und im Nahen Osten.
Mitarbeiter und Umsatz
Heinemann beschäftigt weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Der Umsatz beträgt 4,3 Milliarden Euro im Jahr. (2024)
Nachhaltigkeit und Vielfalt
Im Jahr 2018 ist Heinemann dem United Nations Global Compact (UNGC) beigetreten, der weltweit größten und wichtigsten Initiative für verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Nach Angaben des Unternehmens sind die Nachhaltigkeitsziele in den strategischen Entwicklungszielen bis 2030 verankert.
Bis 2030 will das Unternehmen Netto-Null-Emissionen erreichen und die Transportemissionen gegenüber dem Basisjahr 2019 um 50 Prozent zu reduzieren. Dazu sollen alternative Kraftstoffe genutzt, die Transporte auf die Schiene und den Seeweg verlagert und die logistischen Abläufe konzentriert werden.
Um Vielfalt (Diversity), Gleichstellung (Equity) und Inklusion (Inclusion) – DE&I – ganzheitlich und verbindlich zu fördern, hat Heinemann 2023 die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Darüber hinaus hat es eine global gültige DE&I-Richtlinie entwickelt.
Nach eigenen Angaben setzt das Unternehmen auf Offenheit, Respekt, Akzeptanz, Vielfalt und Gleichstellung und Inklusion. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind willkommen – unabhängig von Alter, Nationalität, Weltanschauung, sozialer Herkunft, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, geschlechtlicher Identität oder sexueller Orientierung.
Jobs und Ausbildung
Heinemann bietet unter anderem Jobs in den Bereichen Einzelhandel/Verkauf, Logistik, Finanzen und Controlling, Marketing, Technik, IT, Sales und Human Resources an. Die Palette reicht von Jurist*innen über Verkäufer*innen, Elektroniker*innen und Controller bis zum Sales Consultant.
Ob Praktika, Traineeprogramme oder duale Studiengänge - Schülerinnen und Schülern und Studierenden werden vielfältige Einstiegsmöglichkeiten und Ausbildungsprogramme in einem globalen Umfeld geboten.
Historie
1. November 1879
In Hamburg meldet Carl Friedrich Eduard Heinemann mit seinem älteren Bruder Heinrich Christian Carl Heinemann eine Firma zur Belieferung von Schiffsausrüstern mit zoll- und steuerfreier Konsumware an.
1943
Im Hamburger Feuersturm der Operation Gomorrha wird der Speicher am Sandtorkai völlig zerstört.
1950
Das Geschäft läuft nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an: Das Unternehmen beliefert die Schifffahrts- und Handelsflotte und die neuen Duty Free-Shops auf Fährschiffen nach Skandinavien.
1953
Mit Icelandic Airlines gewinnt Gebr. Heinemann den ersten Airline-Kunden, 1954 folgt ein Vertrag mit der Deutschen Lufthansa. Der Flugtourismus ist ab Ende der 50er-Jahre ein neuer Absatzmarkt.
1958
In Frankfurt eröffnet der erste Duty Free Tresen an einem deutschen Flughafen. Betrieben wird er vom Staat, die Waren liefert Gebr. Heinemann.
1962
Bei der großen Sturmflut in Hamburg am 16. Februar steht das Lager von Gebr. Heinemann unter Wasser, große Teile der Bestände werden unbrauchbar.
1970
Gebr. Heinemann erwirbt die ersten Konzessionen für Duty Free Shops am Flughafen Köln/Bonn.
1972
Die ersten Geschäfte des Unternehmens am Frankfurter Flughafen werden eröffnet.
1999
Als am 30. Juni 1999 der Duty Free Verkauf innerhalb der EU endet, bringt Gebr. Heinemann mit Travel Value ein Nachfolgemodell auf den Markt, das sich europaweit durchsetzt.
2008
Am Flughafen Hamburg präsentiert Gebr. Heinemann erstmals seine neue Einzelhandelsmarke Heinemann Duty Free.
2009
Claus und Gunnar Heinemann erhalten den Hamburger „Gründerpreis für das Lebenswerk“. Nach den ersten Konzessionen für Markenboutiquen in Asien folgt die Gründung einer Tochtergesellschaft mit Sitz in Singapur.
2013
Gebr. Heinemann gründet eine Tochtergesellschaft für die Erschließung des US-amerikanischen Marktes.
2014
Gebr. Heinemann gewinnt wichtige Konzessionen für Sydney, St. Petersburg und Tunesien.
2015
Größter Einzelerfolg der Geschichte: Gebr. Heinemann gewinnt gemeinsam mit Unifree die Konzession am künftigen Istanbul New Airport. Gebr. Heinemann wird mit dem Deutschen Handelspreis ausgezeichnet.
2018
Max Heinemann wird CEO. Das Unternehmen wird jetzt von der vierten und fünften Generation gelenkt.
2020
Alle Geschäftsbereiche sind von der Corona-Pandemie betroffen. Gebr. Heinemann muss Kurzarbeit anordnen.
2022
Das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die „Wonder of the Seas“ startet die Jungfernfahrt mit sieben Heinemann Shops an Bord.
2024
Mit der Shop-Eröffnung am Flughafen Jeddah tritt Gebr. Heinemann in den saudi-arabischen Markt ein.