Branche
Das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) ist eine von über 80 Forschungseinrichtungen der Fraunhofer Gesellschaft und unterstützt Unternehmen und Einrichtungen aus Schifffahrt, Hafenwirtschaft und Logistik bei der Initiierung und Umsetzung neuer Technologien und Prozesse.
Das Fraunhofer CML wurde 2010 in Hamburg als Teil des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML (mit Sitz in Dortmund) gegründet.
Sitz, Träger und Mitarbeiter
Das Fraunhofer CML hat seinen Sitz in der Blohmstraße, 21079 Hamburg-Harburg. Das CML beschäftigt rund 100 Forscher*innen und Verwaltungsangestellte.
Der Träger des CML ist die Fraunhofer Gesellschaft mit Sitz in München. Es wird zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land finanziert.
Forschungsschwerpunkte
Die Forschungsgebiete unterteilen sich in vier Gruppen:
Die Gruppe Nautik und Seeverkehr setzt sich mit Fragestellungen rund um die nautische Sicherheit und Steuerung auseinander: Beispiele: Welche Technologien sind für die autonome Steuerung eines Schiffes erforderlich? Wie kann ein autonom fahrendes Schiff von Land aus überwacht werden? Die Wissenschaftler setzen unter anderem Schiffsführungssimulatoren ein, um Antworten auf diese Fragen zu finden.
Im Schiffs- und Flottenmanagement kümmert sich um Optimierung und Fragen der maritimen Kommunikation. Modernes Informationsmanagement an Bord und an Land bietet erhebliche Effizienz- und Wirtschaftlichkeitspotenziale. Beispielsweis hat das CML eine Lösung für die Optimierung des Creweinsatzes an Bord entwickelt.
In der Hafen- und Terminalentwicklung geht es um die Analyse und Prognose maritimer Transportketten und Hafenstandorte. Strategische Standortkonzepte für Häfen werden hier ebenso entwickelt wie Terminallayouts. Ein wichtiges Thema ist überdies die Erforschung von Digitalisierungsprozessen im Hafenumfeld und deren Umsetzung auch in kleinen und mittleren Unternehmen.
Die Gruppe Hafentechnologien ist mit Fragen rund um Automatisierung und Digitalisierung im Hafenumfeld befasst. Im Mittelpunkt steht die sichere, wirtschaftliche und emissionsarme Gestaltung des Güterumschlags in den Hafenterminals.
Vielfalt und Inklusion
Das Unternehmen steht nach eigenen Angaben ein für Chancengleichheit – unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität. Es hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet und richtet seine Personalpolitik danach aus. Der Arbeitsalltag soll von Toleranz, Wertschätzung, Respekt, Empathie und sozialer Akzeptanz geprägt.
Nachhaltigkeit
Als Forschungseinrichtung will die Fraunhofer-Gesellschaft nach eigenen Angaben eine umfassend Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft übernehmen und mit innovativen Ideen einen Beitrag dazu leisten.
Über seine Forschungsarbeit hinaus, hat sich die Gesellschaft der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit verschrieben und ist bereits 2017 dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Außerdem hat sich Fraunhofer verpflichtet, bis 2030 bilanzielle Treibhausgasneutralität zu erreichen – dazu müssen 55 Prozent der Emissionen im Vergleich zu 2019 reduziert werden, alle weiteren werden kompensiert. Bis 2045 wird die weitere Reduktion der Emissionen auf nahezu null vorangetrieben.
Jobs und Ausbildung
In praxisorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterstützt das Fraunhofer CML private und öffentliche Auftraggeber aus den Bereichen Hafen, Terminal, Schifffahrt und Logistik, indem es innovative Prozesse und Systeme entlang der maritimen Supply Chain entwickelt und optimiert.
Ebenso vielfältig wie die Forschungsfelder sind die Beschäftigungsmöglichkeiten und Jobangebote. Ob in der Ausbildung, als studentische Hilfskraft, im Praktikum, bei der Abschlussarbeit oder Promotion, als Wissenschaftlerin bzw. Wissenschaftler oder in der Verwaltung
Webseite: Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen