Hamburg Port Authority

Arbeiten in der Hafenbehörde

Die Hamburg Port Authority (HPA) ist für das Management des Hamburger Hafens zuständig. Von der Infrastruktur über hafeneigene Immobilien bis zum Einsatz digitaler Technologien (Smart Port). Genauso vielseitig sind die Ausbildungsangebote und Karrieremöglichkeiten bei der HPA.

Hamburg Port Authority Hamburger Speicherstadt
Gebäude der Hamburg Port Authority in der Hamburger Speicherstadt IMAGO / imagebroker

Inhaltsverzeichnis

Branche

Die Hamburg Port Authority (HPA) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die 2005 gegründet wurde. Eigentümerin ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Sie ist für das Management des Hamburger Hafens zuständig. 

Sitz, Umsatz, Mitarbeiter*innen 

Sitz: Hamburg Port Authority AöR, Neuer Wandrahm 4, 20457 Hamburg

Anzahl Mitarbeiter*innen: Rund 1.900 (Stand: 2024).

Umsatz/Geschäftsvolumen: Laut Geschäftsberichten beträgt das Gesamtvolumen (Umsatzerlöse + sonstige Erträge) typischerweise rund 350 Mio. Euro (Daten 2023).

Hauptaufgaben und Geschäftsfelder

Infrastruktur: Die HPA baut und unterhält unter anderem Hafenbahnanlagen, Brücken, Kaimauern und Schleusen.
Hafenmanagement: Die HPA koordiniert den Schiffsverkehr und sorgt für die Sicherheit im Hafen.
Immobilien: Die HPA verwaltet die hafeneigenen Flächen und Gebäude und schließt Mietverträge mit Unternehmen ab.
Smart Port: Durch den Einsatz digitaler Technologien, wie mobiler Sensorik und Drohnen, will die HPA den Hafen effizienter gestalten.

Nachhaltigkeit

Dem Hamburger Hafen kommt durch seine Lage im Herzen der Stadt eine besondere Rolle zu. Das Hafenmanagement verfolgt deshalb das Ziel alle Aspekte der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.

Im Zentrum stehen dabei die Dekarbonisierung, die Förderung grüner Energien und eine intelligente digitale Steuerung.

Seit 2011 veröffentlicht die HPA alle zwei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht, der über die Auswirkungen der Nachhaltigkeitsaktivitäten informiert. 

Zentrale Nachhaltigkeitsinitiativen

  • Sustainable Energy Hub (SEH): Die HPA transformiert Teile des Hafens in ein Zentrum für nachhaltige Energieträger. Unternehmen aus den Bereichen Wasserstoff, regenerative Energien und grüne Kraftstoffe werden hier gezielt angesiedelt.
  • Ausbau von Landstrom: Um Schiffsemissionen während der Liegezeit zu reduzieren, baut die HPA massiv Landstromanlagen aus. Dies umfasst sowohl Kreuzfahrtterminals als auch große Containerterminals.
  • smartPORT-Strategie: Durch den Einsatz von KI und digitalen Lösungen wird der Verkehrsfluss auf Wasser, Schiene und Straße optimiert. Dies reduziert Emissionen.
  • Nachhaltiges Beschaffungsmanagement: Die HPA strebt an, Nachhaltigkeitskriterien und einen Verhaltenskodex für Zulieferer in allen relevanten Vergabeverfahren zu verankern.

Strategische Ziele

  • Klimaneutralität: Die HPA als Infrastrukturbetreiber schafft die Rahmenbedingungen, damit Partner wie die HHLA bis 2040 vollständig klimaneutral arbeiten können.
  • Transparenz: Die HPA veröffentlicht alle zwei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht, der über Fortschritte in Bereichen wie Biodiversität, Sedimentmanagement und soziale Verantwortung informiert.
  • Internationale Vorreiterrolle: Jens Meier, CEO der HPA, treibt als Präsident des Welthafenverbands (IAPH) die globale Dekarbonisierung der Schifffahrt voran. 

Vielfalt

Die Hamburg Port Authority (HPA) setzt als öffentliche Arbeitgeberin gezielt auf Vielfalt (Diversity), Gleichberechtigung und Inklusion. 

Strategische Ausrichtung und Werte

  • Chancengerechtigkeit: Die HPA fördert ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld, in dem alle Beschäftigten unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Behinderung, Weltanschauung oder Glauben wertgeschätzt werden.
  • #hpafuervielfalt: Unter diesem Motto kommuniziert das Unternehmen Respekt und Kollegialität als gemeinsame Nenner der Zusammenarbeit.
  • Nachhaltigkeitsziel: Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ist „Attraktiver Arbeitgeber“ ein zentrales Handlungsfeld, das explizit Diversität und Inklusion umfasst.

Ausbildung und Jobs

Ausbildung

Ausbildungsplätze
Die HPA bietet Ausbildungsplätze in verschiedenen Fachbereichen: 

  • Technik & Mechanik: Konstruktionsmechanikerin, Mechanikerin für Maschinen- und Geräteinstandhaltung, sowie Berufe in der Elektrik.
  • Nautik: Ausbildung zum/zur Hafenschiffer*in.
  • Kaufmännisch: Verwaltung und Logistiksteuerung.​​

Duales Studium
Studierende können Praktika sowie ein duales Studium in den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Bauingenieurwesen absolvieren.

Praktika
Die HPA bietet gewerbliche, technische oder kaufmännisch. Praktika an.

Jobs/Karriere 

Zu den gesuchten Positionen gehören regelmäßig Projektcontroller*innen, Mitarbeiterin im Service Center der Hafenbahn oder Ingenieurinnen (insbesondere im Bauingenieurwesen/Wasserbau).

Historie

1529:  Um die Schiffbarkeit aufrechtzuerhalten und die Elbtiefe zu überwachen, wird Die „Düpe-Kommission“ gegründet. 

1623: Gründung des „Admiralitäts-Collegium.“Es untersteht dem Rat und setzte sich aus einem der Bürgermeister, vier Ratsherren, sechs Kaufleuten und zwei Schifferalten zusammen. 

1687: Gründung der „neue Admiralität.“ Die primäre Aufgabe der Admiralität war der Schutz der Schifffahrt vor Seeräubern und Kaperern. Sie hatte außerdem die Aufsicht über das Arsenal. Mit der Gründung der „neuen Admiralität“ übernahm das Collegium auch die erstinstanzliche Gerichtsbarkeit in Seerechts-, Fracht- und Seeversicherungsfragen, die Kennzeichnung des Fahrwassers und die Verwaltung des Hafens, die Aufsicht der Dispacheure, Taxadeure, Wasserschout und Lotsen. Außerdem unterstanden ihr das Hamburgische und Hansische Konsulatswesen und die Quarantäne.

19. bis 20. Jahrhundert 

1814 wird die Admiralität formal aufgelöst und ihre Aufgaben übernehmen Behörden. Gründung der Schiffahrts- und Hafendeputation, die für die Beratung des Senats in allen Fragen des Hafenmanagements und des Hafenbaus zuständig ist.

Ab 1863 teilen sich zwei Hamburger Behörden die Aufgaben, die der Hafen mit sich bringt. Die  Baudeputation mit dem Amt Strom- und Hafenbau sowie die Deputation für Handel Schifffahrt und Gewerbe.

Ende 1929 entscheidet der Senat alle Aufgaben, die den Hafen berührten, an die Deputation für Schifffahrt, Handel und Gewerbe zu übertragen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gliedert die britische Militärregierung die Hafenverwaltung aus der allgemeinen Verwaltung der Stadt aus, um die Effizienz zu erhöhen. Eine erste „Hamburg Port Authority“ wird gegründet. 

Nachdem die Briten die Kontrolle über den Hafen abgegeben haben wird die erste Hamburg Port Authority aufgelöst und die Zuständigkeiten wieder auf mehrere Behörden verteilt.

Ende Mai 1967 nimmt die neu gegründete Fachabteilung „Hafendirektion“ der Behörde für Wirtschaft und Verkehr ihre Arbeit auf. Sie wird 1995 wieder abgeschafft. 

1. Oktober 2005: Gründung der Hamburg Port Authority. Das Hafenmanagement wird nach 60 Jahren wieder unter einem Dach zusammengefasst. Als Anstalt öffentlichen Rechts ist sie wirtschaftlich selbstständig und kann zugleich hoheitliche Aufgaben wahrnehmen.

Die HPA übernimmt die Verantwortung für den Strom- und Hafenbau, die Hafenbahn, das Immobilienmanagement im Hafen, die Schifffahrtswege und den Hochwasserschutz.

2005 bis heute

Digitalisierung: In den letzten Jahren hat sich die HPA stark auf die digitale Transformation fokussiert (z.B. Einführung von smartPORT-Logistik).

Hafenbahn: Die Hafenbahn der HPA hat sich zu einer der bedeutendsten Güterbahnen in Europa entwickelt und Rekorde beim Containerumschlag erzielt.

Infrastrukturprojekte: Dazu zählen die Planung und Durchführung von Hafenentwicklungsprojekten, wie die Anpassung der Fahrrinne der Elbe.

Sturmflutwarndienst: Der Betrieb des Sturmflutwarndienstes WADI gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich der HPA. 

2013 wird der Hamburger Freihafen aufgelöst, damit wird die zollrechtliche Struktur des Hafens an EU-Recht angepasst.

Weitere Informationen: Webseite HPA

 

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