Helm AG

Chemie, Agrar und Energiestoffe

Die Helm AG (nachfolgend Helm) ist ein amilienunternehmen. welches in den den Bereichen Chemie, Agrar sowie Energiestoffe (Lithium) tätig ist, vorwiegend als Händler, Projektentwickler und Produzent. Der Konzern gehört zu den größten Chemikalienhändlern weltweit und unterhält über 100 Niederlassungen und Beteiligungen in rund 30 Ländern. Gesucht werden vor allem Fachkräfte für Supply Chain Management, IT, Pharmaproduktion und Handel.

Sitz der HELM AG
Sitz der HELM AG an der Nordkanalstraße. Hammerbrook Hamburg IMAGO / Hanno Bode

Inhaltsverzeichnis

Branche

Die Helm AG ist  eines der größten unabhängigen Chemieunternehmen weltweit mit mehr als 100 Niederlassungen in über 30 Ländern.

Helm ist in den Bereichen Chemie, Bioalternativen, Agrarchemie und zukunftsweisenden Technologien wie Lithium-Recycling tätig.

Sitz, Umsatz, Anzahl Beschäftigte

Sitz: Nordkanalstraße 28, 20097 Hamburg

Beschäftigte: rund 2.250 weltweit (2024). Am Hauptsitz in Hamburg, dem Ursprungsort des Unternehmens, arbeiten etwa 600 bis 700 Beschäftigte.

Umsatz: rund 5,8 Milliarden Euro (2024)

Tätigkeit & Produkte

Helm vertreibt international Rohstoffe und Produkte in vier Kernbereichen. Hinzu kommt die Entwicklung von pharmazeutischen Wirkstoffen sowie Recycling-Verfahren, außerdem bietet Helm Dienstleistungen in den Bereichen Vermarktung, Projektentwicklung und Logistik an.

Chemie: Handel und weltweite Distribution von Industriechemikalien. 

Agrar: Internationale Vermarktung von Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln und speziellen Nährstoffen.

Energie: Beschaffung und Aufbereitung von Rohstoffen für die Energiewende, wie insbesondere Lithium.

Pharma: Entwicklung und Vermarktung von pharmazeutischen Wirkstoffen, Generika und medizinischen Produkten. Unter anderem hat Helm Medikamente gegen Multiple Sklerose, Epilepsie, Herpes und Hautinfekte auf den Markt gebracht. 

Nachhaltigkeit

Nach eigenen Angaben übernimmt Helm zusammen mit den Partnern des Unternehmens Verantwortung für das Klima, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit. Als traditionsreiches Familienunternehmen ist es Teil der Helm-DNA, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. 

Helm hat im Rahmen der HELM 2030 -Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen, das positiven Einfluss hat – aus sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Perspektive."

Produktbezogene Emissionen will das Unternehmen bis 2030 um 20 Prozent/ Tonne senken, eigene Emissionen um 42 Prozent.

Bis 2030 soll die Nitratbelastung des Grundwassers durch folgende Maßnahmen um 85.000 Tonnen gesenkt werden.

  • Stickstoffeffizienz: Einsatz von stabilisierten Düngemitteln, die den Nährstoff langsamer und bedarfsgerechter an die Pflanzen abgeben. Dies senkt den Nitrataustrag laut Unternehmensangaben um etwa 21 Prozent.
  • Flüssigdüngung: Bietet eine präzisere und gleichmäßigere Ausbringung von Nährstoffen (z.B. Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung, AHL), um Überdüngung in der Fläche zu vermeiden.
  • Präzisionslandwirtschaft: Investitionen in digitale Agrarecosysteme (z.B. Apps zur Erkennung von Pflanzenkrankheiten), um den Düngebedarf exakt am Pflanzenzustand auszurichten.

Vielfalt

Die globale Initiative Women@HELM stärkt Frauen im Unternehmen und darüber hinaus. 

Führungsquote für Frauen: Im Rahmen der  HELM 2030 - Konzernstrategie hat sich das Unternehmen das feste Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 mindestens 35 Prozent der Führungspositionen auf allen Ebenen weltweit mit Frauen zu besetzen.

Code of Conduct: Der faire, respektvolle Umgang und die Chancengleichheit sind für alle Beschäftigten bindend definiert.

Unternehmenswerte: Das HR-Management leitet die Inklusionsmaßnahmen aus den drei globalen Kernwerten ab: We create. We care. We enjoy.

Flexibilität & Internationalität: Neben der kulturellen Vielfalt durch weltweite Standorte fördert Helm gezielt die Sprachenvielfalt sowie flexible Arbeitsmodelle wie mobiles Arbeiten und Gleitzeit, um die Work-Life-Balance unterschiedlicher Lebensentwürfe zu unterstütze

Ausbildung und Jobs

Ausbildung

Helm bildet in folgenden Berufen aus:

Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement

Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Betriebswirt/in (w/m/d) - Außenhandel

Fachinformatiker/in für Systemintegration

Koch/Köchin (Ausbildung im eigenen Betriebsrestaurant ohne Wochenend- und Schichtdienst)

Helm bietet folgende duale Studiengänge an: 

B.Sc. Business Administration (in Kooperation mit der Nordakademie)

B.Sc. Logistik und Prozessmanagement (in Kooperation mit der Nordakademie)

B.Sc. Internationales Management (in Kooperation mit der  Hamburg School of Business Administration)

B.Sc. Informatik kombiniert mit der Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/in für Systemintegration (in Kooperation mit der Beruflichen Hochschule Hamburg)

Jobs & Karriere

Häufige Stellenausschreibungen von Helm:

Supply Chain Operations Manager & Logistiker: Transportkoordinatoren, Speditionskaufleute und Logistikfachkräfte für die globale Warenbewegung.

IT & ERP-Spezialisten: Inhouse-Berater (z. B. für SAP S/4 HANA, MM/PP), System-Migrationsmanager und IT-Manager.

Pharmaceutical Development: (Senior) Manager und Experten für die Entwicklung pharmazeutischer Produkte.

Kaufmännische Berufe: Fachkräfte für den weltweiten Handel (Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel), Vertriebsmanager und Finanzexperten.

Historie

1900: Karl Otto Helm gründet ein Import-/Exportgeschäft in Hamburg. 

1950: Hermann Schnabel erwirbt Helm und verlagert den
Schwerpunkt auf den Handel mit chemischen Produkten. Er will ein international tätiges Unternehmen schaffen.

1960: Hermann Schnabel und seine beiden Geschäftsführer beschließen die weltweite Expansion. Jedes Jahr sollen zwei neue Niederlassungen entstehen.

1966: Gründung der ersten transatlantischen Niederlassung in Mexico City. Mexiko wird der größte Standort im Ausland
und ist es bis heute. Hermann Schnabels Sohn Dieter leitet den Standort bis er 1982 nach Deutschland zurückkehrt.

1978: Helm wird in eine private Aktiengesellschaft umgewandelt. 

1981: Helm eröffnet das erste Asien-Büro in Peking und beginnt die erfolgreiche Expansion auf dem asiatischen Markt mit Standorten in Indien, Malaysia, Thailand, Japan und Indonesien.

1984: Hermann Schnabel übergibt das Unternehmen an seinen Sohn Dieter.

1986: Strategische Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Proman für Investitionen in Trinidad. 

2004: Bau der weltweit größten Methanolanlage im Oman.

2005: Sieben neue Methanolanlagen werden in der längjährigen Partnerschaft mit Proman in Betrieb genommen.

2006: Der Umsatz überschreitet erstmals die 5-Millarden-Euro-Marke.

2020: Stephan Schnabe, der Sohn von Dieter Schnabel, übernimmt inmitten der Corona-Krise den weltweiten Vorsitz. Er führt damit Familienunternehmen weiter. Unter seiner Führung wird die strategische Transformation in Richtung Nachhaltigkeit und Bio-basierte Chemie vollzogen.(Strategie HELM2030). .

2021: Das Joint Venture Qore wird zur Produktion von Bio-BDO gemeinsam mit US-Partner Cargill gegründet.

2022 :Eine Reihe von Joint Ventures markiert den Einstieg in die Lithiumindustrie.

Weitere Informationen: Webseite des Unternehmens

 

 

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