Branche
Die Tchibo GmbH ist im Bereich Kaffee und Konsumgüter tätig und eines der größten deutschen Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen. Tchibo betreibt eigene Ladengeschäfte sowie Verkaufsflächen in Supermärkten und Bäckereien. Daneben ist Tchibo im Onlinehandel tätig.
Tchibo verfügt über ein Netzt von 550 Filialen in Deutschland und rund 320 außerhalb Deutschlands. (2023)
Sitz, Umsatz, Mitarbeiter*innen
Das Unternehmen wurde 1949 gegründet und befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Familie Herz über die Maxingvest (vormals Tchibo Holding AG).
Sitz: Überseering 18, 22297 Hamburg
Umsatz: 3,36 Milliarden Euro (2024)
Mitarbeiter*innen: Tchibo beschäftigt weltweit fast 11.000 Mitarbeiter, davon rund 6.800 in Deutschland. (2024)
Produkte
Tchibo verkauft nicht nur Kaffee, sondern auch viele andere Produkte.
Dazu veranstaltet Tchibo regelmäßig wechselnde Themenwochen, in denen Gebrauchsartikel aller Art angeboten werden. Die Palette reicht von Mode, über Gartenmöbel, Elektrogeräte und Bettwäsche bis hin zu Küchenutensilien, Spielzeug, Schmuck und Sportgeräten.
Vielfalt
Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen en Mitarbeitende aus 83 Ländern, wovon 77 Prozent weiblich sind. Zudem sind 39 Prozent der Führungskräfte Frauen.
Tchibo steht für einen respektvollen Umgang, eine offene Unternehmenskultur und ein gleiches Maß an Wertschätzung – unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Behinderung, Religion, Weltanschauung, Alter oder sexueller Identität.
Nachhaltigkeit
Tchibo hat nach eigenen Angaben ein Kaffeeprogramm ins Leben gerufen, damit der Kaffee unter Bedingungen angebaut und gehandelt wird, die soziale und ökologische Praktiken fördern.
Tchibo
- engagiert sich für faire Einkommen und alternative Einkommensquellen für die Farmer*innen
- trägt zu besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Anbaugebieten bei
- unterstützt umweltfreundlichen Kaffeeanbau und fördern Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels
Tchibo ist der weltweit drittgrößte Anbieter von Bio-Baumwolle und hat sich stark auf Nachhaltigkeit in der Lieferkette spezialisiert. Die Bio-Baumwolle verarbeitet Tchibo zu Bekleidungs- und Heimtextilien. Ein Teil der Kollektion ist nach dem Global Organic Textile Standard – kurz GOTS - zertifiziert: Dieser Standard für den Anbau und die Verarbeitung von Bio-Fasern fordert die Einhaltung von strengen Umwelt- und Sozialkriterien entlang der gesamten Lieferkette.
Jobs und Ausbildung
Bei Tchibo gibt es vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten für Schüler*innen, Student*innen, Einsteiger und Berufserfahrene.
Duales Studium
Tchibo bietet duale Studiengänge an, für die Fächer Wirtschaftsinformatik (B.Sc.), Business Administration (B. Sc.) – Schwerpunkt Einkauf und Handel, Vertrieb und Internationales Management (B.Sc.).
Ausbildung
Eine Ausbildung bietet Tchibo in der Zentrale, in den Shops oder in der Produktion an, so dass die Ausbildung die Bereiche kaufmännisch, kreativ oder technisch abdeckt. Die Ausbildungsberufe reichen vom Kaufmann bis zum Lebensmitteltechniker.
Auch verschiedene Praktika und Trainee-Programme können bei Tchibo absolviert werden.
Jobs
Für Berufseinsteiger und erfahrene Fachkräfte bietet Tchibo vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten in den Bereichen IT, Logistik und Produktion. Die Palette reicht vom Maschinenführer über Anlagensteuerer und Betriebsmechaniker bis zum Projektmanager oder Strategic Sales Planning Manager.
Historie
1949
1949 gründen Max Herz und Carl Tchilling-Hiryan in Hamburg eine Firma für Röstkaffee. Da Hamburg nach dem Krieg in Schutt und Asche liegt, eröffnen die beiden Kaufleute kein Ladengeschäft, sondern versenden den Kaffee mit der Post. Schon bald wird aus Tchilling und Bohne der Markenname Tchibo.
1955
Am 13. Oktober 1955 eröffnet Herz, der die Firma mittlerweile alleine führt, die erste Tchibo-Filiale in der Caffamacherreihe im Stadtteil Neustadt. Den "Gold-Mocca, Deutschlands beliebtesten Kaffee, können die Kunden dort nicht nur kaufen, sondern auch vor dem Kauf probieren. Bereits zehn Jahre später gibt es 400 Tchibo-Filialen.
1960er Jahre
Das Unternehmen expandiert: Der Tchibo-Kaffee wird neben den eignen Filialen ab 1963 auch in Bäckereien und Konditoreien in "Frische-Depots" verkauft. Zudem wächst das Sortiment der verschiedenen Kaffee-Spezialitäten.
1965
Am 12. Mai 1965 stirbt Max Herz. Sein Sohn Günter übernimmt die Führung des Unternehmens.
1970er Jahre
Ab 1973 werden in den Filialen Gebrauchsartikel verkauft, die nichts mit Kaffee zu tun haben. Kleine Gratis-Beigaben sind aus rechtlichen Gründen nämlich nicht mehr erlaubt. Es ist der Start der heutigen "Themenwelten".
Tchibo platziert seine Verkaufsregale (Depots) zunehmend in Supermärkten, um dort Kaffee und die wöchentlich wechselnden Gebrauchsartikel anzubieten.
1997
Mit der Übernahme des Konkurrenten Eduscho 1997 wird Tchibo zum viertgrößten Kaffeeröster der Welt.
2000er Jahre
Tchibo ist frühzeitig im Internet aktiv. Bereits zu Beginn der 2000er Jahre gehört das Unternehmen zu den führenden E-Commerce-Firmen in Europa. Schon 2002 erzielte das Online-Geschäft über 80 Millionen Euro Umsatz.
2010
Tchibo wird Anbieter von Ökostrom aus norwegischen Wasserkraftwerken verkauft den Geschäftsbereich jedoch 2015 an das Unternehmen Lichtblick.
Heute
Tchibo ist mit über 16.000 Depots im Einzelhandel vertreten und ein Handelsriese.
Mit den "Themenwelten" erzielt Tchibo einen erheblichen Teil seines Gesamtumsatzes, auch wenn Kaffee das Kerngeschäft bleibt. Die wöchentlich wechselnden Themenwelten beinhalten ein buntes, vielseitiges Sortiment: Neben Mode und Textilien, Gartenmöbeln, Haushaltsgeräten, Küchenutensilien, Spielzeug, Schmuck und Elektronik sorgen auch besondere Verkaufsaktionen regelmäßig für Aufmerksamkeit.
Website des Unternehmens: tchibo.com