Politik und Design

Was haben Wahlen mit Müll zu tun?

Der Verlust des Vertrauens in die Politik liegt auch daran, wie sie sich darstellt – davon sind die Forschenden eines Projekts der Hamburger Hochschule für bildende Künste überzeugt. Sie suchen nach einem zeitgemäßen Design für das demokratische System, um mehr Menschen anzusprechen

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Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bei der Stimmabgabe an einer Wahlurne, die einer Mülltonne zum Verwechseln ähnlich sieht
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bei der Stimmabgabe an einer Wahlurne, die einer Mülltonne zum Verwechseln ähnlich sieht Lenthe-Medien

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Was sagt es über eine Demokratie aus, wenn ihre Bürgerinnen und Bürger die Wahlzettel, mit denen sie die Vertreter*innen ebendieser Demokratie bestimmen, in eine Mülltonne werfen? Denn viele Wahlurnen in Deutschland sind äußerlich nicht von Mülltonnen zu unterscheiden. Oder, wie die Website wahlurnen-shop.de unter der „Großvolumen-Wahlurne 120 Liter mit Verschlussvorrichtung + Rollen“ zum Preis von 79,99 Euro völlig zutreffend schreibt: „Diese moderne Wahlurne vereint die Eigenschaften einer herkömmlichen Wahlurne mit den positiven Eigenschaften eines Wertstoffbehälters.“

Screenshot von der Website wahlurnen-shop.de
"Vereint die Eigenschaften einer herkömmlichen Wahlurne mit den positiven Eigenschaften eines Wertstoffbehälters" Screenshot: wahlurnen-shop.de

Die Tonnen-Urnen sind halt praktisch und günstig, finden die einen. „Das ist keine gute Symbolik“, findet Philipp Cartier. Er hat Produktdesign studiert, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) und arbeitet dort im Forschungsprojekt Redesigning Democratic Representation (ReDeRe). Um Bilder wie die Wahlzettel in der Tonne geht es bei ReDeRe, das ein gemeinsames Forschungsprojekt ist von Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie an der HFBK, und Sven Siefken, Professor für Politikwissenschaft an der Hochschule das Bundes für öffentliche Verwaltung.

Porträts von Friedrich von Borries und Philipp Cartier
Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie an der HfbK (links) und Philipp Cartier, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt ReDeRe Friedrich von Borries (links), Martha Friedel

„Die Krise spüren wir an den Wahlergebnissen“

Porträt von Sven Siefken
Sven Siefken, Professor für Politikwissenschaft an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Anna Voelske

Ein Schwerpunkt der Forschung von Friedrich von Borries ist das Verhältnis von Politik und Design. Sven Siefken beschäftigt sich in seiner Forschung unter anderem mit den Funktionen von Parlamenten und der Zukunft demokratischer Repräsentation. Gemeinsam wollen sie Demokratie nicht nur als politische, sondern auch als gestalterische Herausforderung betrachten. Zusammengebracht hat sie, eher zufällig, Philipp Cartier. Von Borries hatte an der HfbK Cartiers Masterarbeit zum Thema Politik und Gestaltung betreut, und bei seinen Recherchen dazu hatte Cartier Kontakt zum Politikwissenschaftler Siefken aufgenommen. Aus der Begegnung von Siefken und von Borries bei einem Workshop und den Berührungspunkten ihrer Forschung wurde schließlich das Kooperations-Projekt Redesigning Democratic Representation geboren.

Wie ist es um die Repräsentation der Demokratie in Deutschland bestellt, fragen die Forschenden – in einer Zeit, in der Politik bei vielen Bürger*innen im besten Fall Unlust und Desinteresse auslöst, im schlechtesten Fall Ablehnung. „Diese Krise der repräsentativen Demokratie spüren wir an den Wahlergebnissen, es gibt einen Vertrauensverlust in das System“, sagt Friedrich von Borries. „Das liegt natürlich nicht nur, aber auch an der Art, wie sich dieses System repräsentiert, wie es sich verständlich macht.“ Darum müsse man „jetzt dringend darüber sprechen“, wie Repräsentation in Zukunft aussehen kann: zeitgemäßer, lebensnäher, relevanter, auch: praktischer.

Echte Herausforderungen und Bedürfnisse

Das Forschungsprojekt besteht aus zwei Strängen, die parallel zueinander verlaufen: Zum einen werden drei jüngere Bundestags-Abgeordnete in ihrem Arbeitsleben als Politiker*innen begleitet, es gibt Gesprächsrunden mit Wählenden in ihren Wahlkreisen. So möchte das ReDeRe-Team ein Gefühl für den Alltag von Menschen bekommen, die Politik machen und die von ihr betroffen sind, möchte echte Herausforderungen und Bedürfnisse kennenlernen und überlegen, was Gestaltung an Positivem beitragen könnte. Gleichzeitig machen sich die Forschenden Gedanken zu Symbolen und Bildern, die schon lange für demokratische Repräsentation in Deutschland stehen, wie die oben erwähnte Wahlurne oder das Bundesverdienstkreuz.

Die drei Bundestags-Abgeordneten, die einverstanden waren, für das Projekt begleitet und beobachtet zu werden, sind Hanna Steinmüller (Bündnis 90 / Die Grünen) aus Berlin-Mitte, Armand Zorn (SPD) aus Frankfurt am Main und Sepp Müller (CDU) aus Dessau-Wittenberg. Hanna Steinmüller ist letztes Jahr Mutter geworden, im September hielt sie als erste Abgeordnete im Bundestag eine Rede mit Baby im Tragetuch. Die vorgezogenen Bundestags-Neuwahlen im Februar 2025 stellten sie plötzlich vor die Herausforderung, Wahlkampf mit einem Neugeborenen machen zu müssen. „Wenn ich einen Tag mit Hanna Steinmüller im Bundestag verbringe“, sagt Philipp Cartier, „dann sehe ich, aus gestalterischer Perspektive, ganz andere Dinge als vielleicht ein*e Politikwissenschaftler*in.“

Porträts der drei Abgeordneten
Die drei Bundestags-Abgeordneten, die die Forschenden von ReDeRe bei ihrer politischen Arbeit begleiten (v.l.n.r.): Hanna Steinmüller (Bündnis 90/Die Grünen), Armand Zorn (SPD) und Sepp Müller (CDU) V.l.n.r.: Sascha Hilgers, Oppermann, Tobias Koch

Und wo wickelt man das Kind?

Und was sieht er? „Mit fällt zum Beispiel auf“, erinnert er sich, „dass da eine Abgeordnete mit voll beladenem Kinderwagen und großem Rucksack versucht, in einen Ausschussraum zu kommen, der wahnsinnig schwere Türen hat, weil er abhörsicher ist. Dass diese Räume, diese Architektur einfach nicht dafür gemacht sind, dass da jetzt plötzlich ein Kind anwesend ist. Und wo wickelt man dieses Kind?“ Die Fragestellungen sind politisch – bisher wurden Eltern mit kleinen Kindern in der Ausstattung des Bundestags nicht mitgedacht –, aber es sind eben auch Fragen der Gestaltung.

„Da müssen wir ganz unvoreingenommen reingehen“, ergänzt Friedrich von Borries, „ohne Bilder im Kopf, ohne Vorstellungen, was wie sein könnte oder sollte.“ Erst aus der Beobachtung können dann Ideen entstehen, Handlungsempfehlungen, was man im Politik-Alltag vielleicht besser gestalten kann.

Ein „Redesign“ des Bundesverdienstkreuzes

Das Bundesverdienstkreuz
Bundesverdienstkreuz: Großes Verdienstkreuz flophila88, wikipedia.org

Parallel dazu befassen er und sein Team sich mit Bildern wie der Wahlurne, „das hat jetzt wieder viel mit Kunsthochschule zu tun“. Im letzten Jahr war ein Design-Wettbewerb ausgeschrieben worden, wie eine Wahlurne für unsere Zeit aussehen könnte. Als nächstes wird die HFBK mit Design-Studierenden aus Israel und Polen zusammenarbeiten, die sich an ein „Redesign“ des Bundesverdienstkreuzes machen. „Das Bundesverdienstkreuz ist sozusagen ein Remake des Eisernen Kreuzes“, so von Borries. Das Eiserne Kreuz wurde erst preußischen, später deutschen Soldaten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verliehen. Jetzt machen sich junge Menschen, deren Urgroßeltern während des Zweiten Weltkriegs besonders unter deutschen Soldaten gelitten haben, Gedanken, ob die höchste allgemeine Auszeichnung der Bundesrepublik – eben das Bundesverdienstkreuz – nicht vielleicht doch lieber optisch mit der Tradition des Eisernen Kreuzes brechen sollte.

Friedrich von Borries: „Es geht nicht darum, dass wir sagen: Im Moment sieht zum Beispiel die Wahlurne so aus, und unser Projekt ist nur erfolgreich, wenn unsere Ideen umgesetzt werden und die Urne hinterher anders aussieht. Das wäre Quatsch. Wir wollen ein Diskursfeld eröffnen, das deutlich macht, dass viele Sachen, die wir als selbstverständlich hinnehmen, Gegenstand von Gestaltungsprozessen sind.“ Manches sei schlecht, manches einfach nur veraltet. Manches werde auch aus Bequemlichkeit nicht hinterfragt, wie der Look der Wahlurne. Das alles trägt aber dazu bei, dass sich Menschen vielleicht weniger bis gar nicht von der Demokratie angesprochen fühlen, die sich in solchen Bildern ausdrückt. „Was wir vor allem liefern“, so von Borries, „ist, Politiker*innen einen Spiegel vorzuhalten bei dem, was sie da machen.“ Die Perspektive wechseln, Gedanken anstoßen, damit sich langfristig etwas verändern kann.

Ein Handbuch für Abgeordnete?

Blick in den Plenarsaal
Herzstück der Demokratie: der Plenarsaal des Deutschen Bundestags katatonia/stock.adobe.com

Sven Siefkens politikwissenschaftliche Expertise, vor allem in der Parlamentarismus-Forschung, ergänzt dabei den gestalterischen Blick des HFBK-Teams. „Ich glaube, die methodischen Ansätze der unterschiedlichen Disziplinen bereichern sich gegenseitig und kommen irgendwie zusammen“, bringt es von Borries auf den Punkt. „Außerdem ist Sven Siefken ein super Beobachter.“

Jetzt gerade bereitet das Forschungsteam eine Ausstellung im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main vor, die im Juli eröffnen soll. Da werden erste Zwischenergebnisse präsentiert. Eine Idee ist, am Ende des Forschungsprojekts ein Handbuch für Abgeordnete zu erstellen, „wie sie ihre Repräsentation besser und sinnvoller gestalten können“, so von Borries. „Aber egal, ob wir das verwirklichen oder etwas anderes: Ich bin davon überzeugt, dass unsere Arbeit etwas macht mit den Entscheidungsträgern, die damit in Kontakt kommen.“

 

Logo von SDG Nr. 16
Alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich verpflichtet, die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung zu verfolgen. Dieses Forschungsprojekt trägt zum Ziel Nr. 16 bei UN

Info:

Redesigning Democratic Representation ReDeRe ist ein gemeinsames Forschungsprojekt von Prof. Dr. Friedrich von Borries (HFBK Hamburg) und Prof. Dr. Sven T. Siefken (Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung). Kooperationspartner sind der Deutsche Design Club (DDC) und der Verein Demokratie Innovation. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und läuft seit Januar 2025. Gefördert wird es von der VolkswagenStiftung.

 

English:

What do elections have to do with trash?

The loss of trust in politics is also due to how it presents itself—this is what researchers involved in a project at Hamburg University of Fine Arts are convinced of. They are searching for a contemporary design for the democratic system in order to appeal to more people.

What does it say about a democracy when its citizens throw the ballot papers with which they choose the representatives of that very democracy into a trash can? After all, many ballot boxes in Germany are outwardly indistinguishable from garbage bins. Or, as the website wahlurnen-shop.de writes quite accurately under the heading “Large-volume ballot box 120 liters with locking device + wheels” for the price of €79.99: “This modern ballot box combines the features of a conventional ballot box with the positive features of a recyclable waste container.”

Some say the bin-like ballot boxes are simply practical and inexpensive. “That’s not good symbolism,” says Philipp Cartier. He studied product design, is a research associate at the Hamburg University of Fine Arts (HFBK), and works there on the research project Redesigning Democratic Representation (ReDeRe). ReDeRe is precisely concerned with images like ballots in trash bins. It is a joint research project by Friedrich von Borries, Professor of Design Theory at the HFBK, and Sven Siefken, Professor of Political Science at the University of Applied Sciences for Public Administration of the Federal Government.

“We feel the crisis in the election results”

One focus of Friedrich von Borries’ research is the relationship between politics and design. In his research, Sven Siefken deals, among other things, with the functions of parliaments and the future of democratic representation. Together, they want to view democracy not only as a political challenge but also as a design challenge. They were brought together — rather coincidentally — by Philipp Cartier. Von Borries had supervised Cartier’s master’s thesis on politics and design at the HFBK, and during his research Cartier had contacted the political scientist Siefken. From the meeting between Siefken and von Borries at a workshop and the overlaps in their research, the cooperative project Redesigning Democratic Representation was ultimately born.

How well is democracy represented in Germany, the researchers ask — in a time when politics triggers, at best, reluctance and disinterest among many citizens, and at worst, rejection. “We feel this crisis of representative democracy in the election results; there is a loss of trust in the system,” says Friedrich von Borries. “That is, of course, not only but also due to the way this system represents itself, how it makes itself understandable.” That is why it is urgent, he says, to discuss what representation could look like in the future: more contemporary, closer to everyday life, more relevant, and also more practical.

Real challenges and needs

The research project consists of two strands running in parallel. On the one hand, three younger members of the Bundestag are accompanied in their working lives as politicians, and discussion rounds are held with voters in their constituencies. In this way, the ReDeRe team wants to gain a sense of the everyday lives of people who make politics and those who are affected by it, to get to know real challenges and needs, and to consider what positive contributions design could make. At the same time, the researchers are reflecting on symbols and images that have long stood for democratic representation in Germany, such as the ballot box mentioned above or the Federal Cross of Merit.

The three members of the Bundestag who agreed to be accompanied and observed for the project are Hanna Steinmüller (Alliance 90/The Greens) from Berlin-Mitte, Armand Zorn (SPD) from Frankfurt am Main, and Sepp Müller (CDU) from Dessau-Wittenberg. Hanna Steinmüller became a mother last year; in September she gave a speech in the Bundestag as the first member of parliament to do so with a baby in a sling. The snap federal elections in February 2025 suddenly confronted her with the challenge of having to campaign with a newborn. “When I spend a day with Hanna Steinmüller in the Bundestag,” says Philipp Cartier, “I see completely different things from a design perspective than a political scientist might.”

And where do you change the baby?

And what does he see? “I notice, for example,” he recalls, “that there is a member of parliament with a fully loaded stroller and a large backpack trying to get into a committee room that has incredibly heavy doors because it is soundproof. That these rooms, this architecture, are simply not designed for a child suddenly being present. And where do you change the baby?” These questions are political — parents with small children have so far not been considered in the Bundestag’s facilities— but they are also questions of design.

“We have to approach this with a completely open mind,” adds Friedrich von Borries, “without preconceived images, without ideas of what could or should be.” Only from observation can ideas then emerge, along with recommendations for action on how everyday political life might be better designed.

A “redesign” of the Federal Cross of Merit

At the same time, he and his team are dealing with images such as the ballot box — “this again has a lot to do with an art university.” Last year, a design competition was announced to explore what a ballot box for our time could look like. Next, the HFBK will collaborate with design students from Israel and Poland who will take on a “redesign” of the Federal Cross of Merit. “The Federal Cross of Merit is, so to speak, a remake of the Iron Cross,” says von Borries. The Iron Cross was awarded to Prussian, later German, soldiers until the end of the Second World War. Now young people whose great-grandparents suffered greatly at the hands of German soldiers during the Second World War are considering whether the highest general honor of the Federal Republic — the Federal Cross of Merit —               should perhaps visually break with the tradition of the Iron Cross after all.

Friedrich von Borries says: “It’s not about us saying: at the moment, for example, the ballot box looks like this, and our project is only successful if our ideas are implemented and the box looks different afterward. That would be nonsense. We want to open up a field of discourse that makes it clear that many things we take for granted are the result of design processes.” Some things are bad, some are simply outdated. Some are not questioned out of convenience, such as the look of the ballot box. But all of this contributes to the fact that people may feel less or not at all addressed by the democracy that expresses itself in such images. “What we primarily provide,” says von Borries, “is holding up a mirror to politicians regarding what they are doing.” Changing perspectives, sparking thoughts, so that something can change in the long term.

A handbook for members of parliament?              

Sven Siefken’s political science expertise, especially in parliamentary research, complements the design-oriented perspective of the HFBK team. “I think the methodological approaches of the different disciplines enrich each other and somehow come together,” von Borries sums up. “And besides, Sven Siefken is a great observer.”

At present, the research team is preparing an exhibition at the Museum of Applied Arts in Frankfurt am Main, which is scheduled to open in July. Initial interim results will be presented there. One idea is to produce a handbook for members of parliament at the end of the research project, “on how they can design their representation better and more meaningfully,” says von Borries. “But regardless of whether we realize that or something else: I am convinced that our work has an impact on the decision-makers who come into contact with it.”

Info:

Redesigning Democratic Representation (ReDeRe) is a joint research project by Prof. Dr. Friedrich von Borries (HFBK Hamburg) and Prof. Dr. Sven T. Siefken (University of Applied Sciences for Public Administration of the Federal Government). Cooperation partners are the German Design Club (DDC) and the association Democracy Innovation. The project is designed to run for five years and has been ongoing since January 2025. It is funded by the Volkswagen Foundation.

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