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Rat und Hilfe für SGB II-Leistungsberechtigte Lebenslagenberatung in Hamburg

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Die kostenlose und freiwillige Lebenslagenberatung hilft Arbeitslosengeld II-Beziehenden bei der Bewältigung und dem Abbau von persönlichen Problemlagen.

Bild eines nachdenklichen, sitzenden Mannes im Gespräch mit einer Frau, die sich Notizen macht.

Lebenslagenberatung in Hamburg

Was ist die Lebenslagenberatung?

Neben beruflichen und konjunkturellen Gründen, kann es auch persönliche Gründe geben, die einer Vermittlung in Arbeit im Wege stehen, wie zum Beispiel

  • Probleme in der Wohnsituation,
  • Probleme im familiären Umfeld,
  • Probleme im Umgang mit Stress und Belastungssituationen oder
  • Probleme im Bereich der Gesundheitsvorsorge.

Die Lebenslagenberatung hilft Arbeitslosengeld II-Beziehenden bei der Bewältigung und dem Abbau von solchen persönlichen Problemlagen. 

Im Rahmen einer professionellen Einzelberatung werden Ratsuchende bei der Bewältigung von Problemlagen unterstützt mit dem Ziel, Ihre Lebenssituation zu stabilisieren.

Damit wird eine Vermittlung in den Arbeitsmarkt oder die Teilnahme an einer weiterführenden Maßnahme zur beruflichen Eingliederung vorbereitet. 

Wer kann teilnehmen?

Die Lebenslagenberatung ist ein Angebot für

  • Leistungsempfängerinnen und -empfänger nach SGB II,
  • Jugendliche, denen absehbar SGB II-Leistungsbezug droht,
  • Selbstständige, die regelhaft monatsweise im Leistungsbezug sind,
  • Arbeitslose im Rechtskreis SGB III, die vor einem Übergang in SGB II stehen.

Die Lebenslagenberatung ist kostenlos. Die Kosten werden von der Freien und Hansestadt Hamburg übernommen, wenn ein Gutschein durch das zuständige Jobcenter ausgestellt wurde. Die Übernahme der Kosten wird zwischen der ausgewählten Beratungsstelle und der zuständigen Sozialbehörde direkt geregelt.

Wer führt die Lebenslagenberatung durch?

Ratsuchende können die Beratungsstelle für die Lebenslagenberatung frei auswählen. Alle Beratungsstellen haben interkulturelle Erfahrung und Kompetenzen. Einige bieten ihre Beratung auch in anderen Sprachen an. Weitere Informationen finden Sie auf den jeweiligen Webseiten der Beratungsstellen.

Folgende Beratungsstellen werden von der Stadt Hamburg finanziert:

Die hamburger arbeit nimmt ehemalige Kundinnen und Kunden der Arbeitslosen-Telefonhilfe e.V. sowie vorübergehend neue Kundinnen und Kunden in ihre Sozialberatung auf, wenn diese einen Gutschein für die Lebenslagenberatung erhalten haben.

Aktueller Hinweis:

Alle Beratungsstellen haben ihr Angebot auf Grund der aktuellen Beschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus auf telefonische Beratung umgestellt. Das gilt für bestehende wie für neue Beratungen. Sie können weiterhin einen Gutschein von Ihrem Jobcenter erhalten. Dieser wird Ihnen per Post zugesandt. Die Beratung durch Jobcenter erfolgt zur Zeit ebenfalls telefonisch.

Wie können Sie die Beratung in Anspruch nehmen?

Die Lebenslagenberatung ist freiwillig. Wenn Sie eine Beratung in Anspruch nehmen wollen, stehen Ihnen drei Wege offen:

  1. Die für Sie zuständige Integrationsfachkraft im Jobcenter kann im Gespräch mit Ihnen einen Beratungsbedarf feststellen. In diesem Fall wird Ihnen ein Gutschein zur Aufnahme einer Lebenslagenberatung und eine Liste mit den Adressen der oben stehenden Beratungsstellen ausgehändigt. Diesen Gutschein können Sie einer Beratungsstelle Ihrer Wahl vorlegen und die Beratung beginnen. Ein gesonderter Antrag beim Jobcenter ist nicht erforderlich.
  2. Sie können auch eigeninitiativ einen Termin vereinbaren bei einer der Beratungsstellen und sich in der offenen Beratung einen Überblick über die Lebenslagenberatung geben lassen (Erstberatung). Wenn Sie sich gut aufgehoben fühlen, stellt Ihnen Ihre Integrationsfachkraft im Jobcenter einen Gutschein für die weitere Teilnahme aus.
  3. In einer akuten Krisensituation können Sie sich immer direkt an eine der Beratungsstellen wenden. Dies gilt auch für Nicht-Leistungsberechtigte nach dem SGB II.

Wie erfolgt die Beratung konkret?

Die Beratung wird in vier Modulen angeboten:

  • Eingangsberatung
  • Krisenintervention
  • Stabilisierende Beratung (mit Verlängerungsmöglichkeit)
  • Nachsorgende Beratung

Eingangsberatung
In einem persönlichen, etwa einstündigen Gespräch wird zunächst besprochen, ob und welchen Beratungsbedarf Sie haben. Bei der Beratung steht Ihre Lebenssituation im Mittelpunkt. 

Wenn Sie ausschließlich zu einem Leistungsbescheid Rat suchen, wenden Sie sich bitte an Ihren Sachbearbeiter/Ihre Sachbearbeiterin im Jobcenter oder an das Kundenreaktionsmanagement des Jobcenters. Auch die Öffentliche Rechtsauskunft- und Vergleichsstelle (ÖRA) steht für rechtliche Beratungen offen.

Krisenintervention
Bei der Krisenberatung werden in einer unmittelbaren Notlage kurzfristige Lösungen zur Überwindung angeboten. Die Maßnahmen können von einem Beratungsgespräch über kurzfristige Bewältigung von Angstzuständen bis hin zur Begleitung zu einer anderen Beratungsstelle (Suchtberatung, Schuldnerberatung) reichen.

Stabilisierende Beratung
Wenn Sie eine langfristige Beratung wünschen, findet wöchentlich ein Gesprächstermin statt, in dem Ihre persönlichen Problemlagen mit Ihnen gemeinsam besprochen und mit geeigneten psychosozialen Methoden und Maßnahmen gelöst werden sollen. Oft überlagern sich verschiedene Probleme, so dass eine komplexe Situation Schritt für Schritt mit professioneller Unterstützung sortiert werden muss. Dabei werden Ihre persönlichen Fähigkeiten herausgearbeitet und eingesetzt. Ziel ist es, Sie nachhaltig zu stabilisieren und Ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Problemlösungskompetenzen zu stärken.

Die stabilisierende Beratungsphase sollte mindestens acht Monate dauern und kann je nach Bedarf um weitere sechs Monate verlängert werden. Die Verlängerung der Beratung ist freiwillig.

Sollten Sie eine stabilisierende Beratung beginnen, empfehlen wir Ihnen den Kauf einer HVV-Monatskarte im Abo mit Ermäßigung durch die Sozialkarte.

Nachsorgende Beratung
Nach Beendigung der stabilisierenden Beratung können Sie bis zu drei Monaten durch telefonischen oder persönlichen Kontakt begleitet werden.

Rechtliche Grundlage

Bei den Angeboten der Lebenslagenberatung handelt es sich um kommunale Eingliederungsleistungen gemäß Paragraf 16 a Nr. 3 SGB II. Die kommunalen Eingliederungsleistungen haben das Ziel, zur Verwirklichung einer ganzheitlichen und umfassenden Betreuung und Unterstützung bei der Eingliederung in Arbeit beizutragen.

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