Neue Angemessenheitsgrenzen Staatliche Übernahme von Bedarfen für Unterkunft und Heizung

Aufgrund des Mietenspiegels 2017 sind die Angemessenheitsgrenzen für die Bruttokaltmieten angehoben worden. Die Angemessenheitsgrenzen gelten für Leistungsberechtigte nach den Sozialgesetzbüchern II und XII sowie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Grundriss einer Wohnung mit mehreren Zimmern

Bedarfe für Unterkunft und Heizung Mietobergrenzen Hamburg

Angemessenheit der Kosten

Die Angemessenheitsgrenzen legen fest, bis zu welcher Höhe Mieten und vergleichbare Kosten für Unterkünfte für Leistungsberechtigte übernommen werden können. 

Der Maßstab einer angemessenen Miete ist die Bruttokaltmiete. Diese umfasst die Kaltmiete und die Betriebskosten. In den Betriebskosten sind seit dem 1. Juni 2019 auch die Wasserkosten enthalten. 

Heizkosten werden in Hamburg grundsätzlich gesondert übernommen.

Angemessenheitsgrenzen für Bruttokaltmieten (ohne Heizkosten)

Haushaltsgröße

Alte Beträge* 

Angemessenheitsgrenze ab 1. Juni 2019**

1 Person

481,00 Euro

495,00 Euro

2 Personen

577,20 Euro

603,00 Euro

3 Personen

696,75 Euro

732,75 Euro

4 Personen

836,10 Euro

880,20 Euro

5 Personen

1.121,40 Euro

1.164,45 Euro

6 Personen

1.281,60 Euro

1.328,40 Euro

Jede weitere Person

160,20 Euro

166,05 Euro

*bis 31. Mai 2019 - ohne Heizkosten und ohne Wasserkosten
** ohne Heizkosten, mit Wasserkosten

In besonderen Lebenslagen oder in einigen Stadtteilen können zu den Angemessenheitsgrenzen Zuschläge hinzugerechnet werden. Nähere Informationen bekommen Sie bei Ihrer zuständigen Dienststelle oder unter www.hamburg.de/infoline (Fachanweisungen zu § 22 SGB II sowie § 35 und § 42a SGB XII).

Leistungsberechtigte und Ausgaben

Derzeit übernimmt Hamburg für rund 228.000 Empfängerinnen und Empfänger von Sozialhilfe oder Grundsicherung sowie für ca. 7.800 Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz die Kosten für Miete und Heizung. Das entspricht rund 145.000 Haushalten. 

Die Aufwendungen hierfür betrugen 2018 rund 846 Millionen Euro.

Für Empfänger von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II

Empfehlungen