Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

#CoronaHH FAQ zu den "Lolli-Tests"

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Fragen und Antworten zu den PCR-Pooltests (Lolli-Tests) an Grundschulen und speziellen Sonderschulen 

FAQ zu den "Lolli-Tests"

FAQs

  1. Warum werden jetzt sogenannte Lolli-Tests (PCR-Pooltests) ausprobiert?
  2. Wann und wo starten die Lolli-Tests?
  3. Wie läuft ein Test ab?
  4. Was bedeutet Pooltestung?
  5. Funktioniert die Pool-Testung zuverlässig?
  6. Wer wird mit den „Lolli-Tests“ getestet?
  7. Wie oft testen sich die Schülerinnen und Schüler?
  8. Entstehen Kosten für die Eltern?
  9. Wo gibt es weitere Informationen? Welche Ansprechpersonen stehen für Fragen zur Verfügung?
  10. Sind die Tests für mein Kind unbedenklich?
  11. Darf man vor der Entnahme der Probe gefrühstückt haben?
  12. Erhöht die gleichzeitige Probenentnahme in der Klasse das Ansteckungsrisiko?
  13. Sind auch von einer Coronaerkrankung genesene oder geimpfte Schülerinnen und Schüler zur Testung verpflichtet?
  14. Was ist, wenn mein Kind am Testtag verspätet zum Unterricht erscheint und dadurch die Testung versäumt?
  15. Wie erfahren Schulen und Eltern das Ergebnis des Pooltests?
  16. Was passiert bei einem Positiv-Testergebnis in einem Pool?
  17. Wie erfahren die Eltern das Ergebnis der Einzeltestung?
  18. Wann dürfen Schülerinnen und Schüler, die einem positiven Pool angehören, wieder die Schule besuchen?
  19. Wann dürfen positiv getestete Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule?
  20. Sind falsche Testergebnisse möglich?
  21. Wie erhalten die Schülerinnen und Schüler die Reserve-Abstrichtupfer für die häusliche Nachtestung?
  22. Können Kinder, die in Quarantäne sind, am Unterricht oder an Betreuungsangeboten teilnehmen?
  23. Was übermitteln die Labore an das Gesundheitsamt?
  24. Wie können Eltern erreicht werden, die nicht über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen?
  25. Besondere Fragen zu Sonderschulen

Warum werden jetzt sogenannte Lolli-Tests (PCR-Pooltests) ausprobiert?


Neben der gut eingespielten Testung mit Antigen-Schnelltests sollen an neun ausgewählten Schulen so genannte PCR-Lolli-Tests erprobt werden. PCR-Lolli-Tests sind empfindlicher als Antigentests und können deshalb die Krankheit auch schon in einem frühen Stadium erkennen. Zudem soll erprobt werden, ob  die „Lolli-Tests“ gerade für jüngere Kinder und Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf einfacher anzuwenden sind.

Wann und wo starten die Lolli-Tests?


Ab Ende August 2021 werden die Lolli-Tests zunächst an zehn ausgewählten Hamburger Schulen (sieben Grundschulen, zwei Sonderschulen und ein ReBBZ) in Form eines Pilotprojektes erprobt. Diese Pilotphase der PCR-Lolli-Testungen ist für zwölf Wochen geplant.

Teilnehmende Schulen des Pilotprojekts

Grundschulen                                                                    

Schule An der Burgweide
Schule Auf der Veddel
Fritz-Köhne Schule
Grundschule Kirchdorf
Grundschule Osterbrook
Stadtteilschule Stübenhofer Weg (Grundschulabteilung)   

Sonderschulen

Kurt-Juster-Schule
Schule Marckmannstraße

ReBBZ         

ReBBZ Wilhelmsburg                         

Wie läuft ein Test ab?


Bei den „Lolli-Tests“ „lutschen“ die Schülerinnen und Schüler 30 Sekunden an einem Abstrich-Tupfer wie an einem Lolli. Anschließend werden alle „Lollis“ eingesammelt und in einem Labor auf das Corona-Virus überprüft.

Was bedeutet Pooltestung?


Die „Lollis“ einer Lerngruppe werden in einem dafür vorgesehenen Sammelröhrchen zusammengeführt in sogenannten „Pools“. Dieser „Pool“ wird in einem Labor ausgewertet, das geht deutliche schneller als bei vielen Einzelproben.

Funktioniert die Pool-Testung zuverlässig?


Ja. PCR-Pool-Tests, die mit der Lolli-Methode durchgeführt werden, sind zuverlässiger als reine Schnelltests. Mittels der PCR-Pooltests können infizierte Schülerinnen und Schüler gerade bei geringer Viruslast, das heißt bevor sie andere Personen anstecken können, besser identifiziert werden. Somit steigt die Sicherheit in den Schulen und den Familien deutlich.

Wer wird mit den „Lolli-Tests“ getestet?


Weil das PCR-Pooltestverfahren („Lolli-Test“) insbesondere für die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Sonderschulen eine kindgerechte Handhabung ermöglicht, ist dieses Testverfahren in der Pilotphase zunächst auf diesen Schülerkreis beschränkt.

Wie oft testen sich die Schülerinnen und Schüler?


Jede Schülerin und jeder Schüler testet sich zweimal pro Woche in der Schule, je nach Lerngruppe Montag und Mittwoch bzw. Dienstag und Donnerstag. Der Freitag ist in der Regel „testfrei“.

Entstehen Kosten für die Eltern?


Nein, die Kosten für alle im Pilotprojekt durchgeführten Lolli-Tests übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg.

Wo gibt es weitere Informationen? Welche Ansprechpersonen stehen für Fragen zur Verfügung?


Informationen zu den “Lolli-Tests”, zur Anwendung und zur Handhabung in den Schulen sind auf der Seite der Schulbehörde eingestellt, zum Teil in mehreren Sprachen. Bei speziellen Fragen steht Ihnen zudem die Behörde für Schule und Berufsbildung über das Corona-Postfach unter corona@bsb.hamburg.de zur Verfügung. Eltern können sich bei Rückfragen natürlich auch jederzeit an die Schule ihres Kindes wenden.

Sind die Tests für mein Kind unbedenklich?


Ja, Kinder können ohne Bedenken an den Abstrichtupfern lutschen. Bei den Tupfern handelt es sich um Testmaterial, das den strengen Qualitätskriterien entsprechen muss, die in Deutschland und Europa gelten. Alle Medizinprodukte – und dazu gehören auch Abstrichtupfer – müssen einen hohen Gesundheitsschutz bieten. Dies bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass von ihnen keine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Die Einhaltung aller Vorgaben wird im Rahmen von regelmäßigen Qualitätsprüfungen überwacht.

In Nordrhein-Westphalen (u.a. in Köln) werden die Lolli-Tests an Grundschulen und an speziellen Sonderschulen bereits seit einiger Zeit eingesetzt. Schulen, Eltern und vor allem auch die Kinder melden zurück, dass das Lutschen an den Abstrichen einfach und angenehm ist, auch wenn den Kindern der typische Lolli-Geschmack fehlt. Auch wenn es der etwas irreführende Name „Lolli-Test“ nahelegt, werden durch das Lutschen keinerlei Stoffe abgegeben, sondern es wird lediglich die Speichelproduktion angeregt, damit die Probe leichter entnommen werden kann.

Darf man vor der Entnahme der Probe gefrühstückt haben?


Ja, anders als beispielsweise bei den „Spuck-Test“ macht es bei den PCR-Tests keinen Unterschied, ob die Proben vor dem Frühstück oder eine Stunde danach entnommen werden.

Erhöht die gleichzeitige Probenentnahme in der Klasse das Ansteckungsrisiko?


Nein, das Infektionsrisiko erhöht sich nicht. Die Probenentnahme ist von kurzer Dauer, so dass das Risiko einer Ansteckung nicht zunimmt.

Sind auch von einer Coronaerkrankung genesene oder geimpfte Schülerinnen und Schüler zur Testung verpflichtet?


Nach Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung sind genesene oder geimpfte Schülerinnen und Schüler von der Testpflicht befreit.

Was ist, wenn mein Kind am Testtag verspätet zum Unterricht erscheint und dadurch die Testung versäumt?


In diesem Fall kann, falls möglich, ein Schnelltest aus den Beständen der Schule durchgeführt werden. Alternativ kann auch ein höchstens 48 Stunden alter PCR-Negativtest oder ein höchstens 24 Stunden alter Antigentest einer anerkannten Teststelle vorgelegt werden. Ist beides nicht möglich, ist die Teilnahme am Präsenzunterricht an diesem Tag nicht möglich.

Wie erfahren Schulen und Eltern das Ergebnis des Pooltests?


Jede Schule hat eigene Kontaktwege entwickelt, über die auch die Testergebnisse übermittelt werden. Je nach konkreter Übermittlungsmethode des Labors erfahren Schulen und Eltern das Testergebnis über diese vereinbarten Kontaktmethoden bis spätestens 6:30 Uhr des Folgetages.

Was passiert bei einem Positiv-Testergebnis in einem Pool?


Wenn ein Pool positiv getestet worden ist, informiert das beauftragte Labor spätestens bis 6.30 Uhr des Folgetages die Schule. Die Schule informiert dann umgehend die Eltern. Die Schülerinnen und Schüler, die dem positiv getesteten Pool zuzuordnen sind, müssen an diesem Tag zu Hause bleiben. Gemeinsam mit ihren Eltern führen die Schülerinnen und Schüler zu Hause einen neuen „Lolli-Test“ durch. Die Eltern bringen diesen so schnell wie möglich zur Schule. Dort werden alle Einzelproben abgeholt und erneut von einem Labor ausgewertet.

Wie erfahren die Eltern das Ergebnis der Einzeltestung?


Die Einzelergebnisse werden durch die Schule bzw. das zuständige Gesundheitsamt an die Eltern übermittelt.

Wann dürfen Schülerinnen und Schüler, die einem positiven Pool angehören, wieder die Schule besuchen?


Wenn der PCR-Einzeltest negativ ausfällt oder ein von den Eltern veranlasster PCR-Test mit einem negativen Testergebnis vorgelegt wird und die Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes abgeschlossen ist, dürfen die Kinder wieder am Präsenzunterricht bzw. an der pädagogischen Betreuung teilnehmen, es sei denn, sie sind nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden.

Bei Auftreten eines positiven SARS-CoV-2-Falls (PCR-Nachweis) in einer Schule nimmt wie bisher auch die zuständige Gesundheitsbehörde (basierend auf den aktuellen Empfehlungen des RKI zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei SARS-CoV-2-Infektionen) eine Risikobewertung und eine Einordnung der Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen vor und legt das notwendige weitere Vorgehen fest. So können Infektionsketten schon sehr früh und sehr effektiv unterbrochen werden.

Wann dürfen positiv getestete Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule?


Wenn vom zuständigen Gesundheitsamt das Ende der Quarantäne und die Genesung bestätigt wurde, dürfen Kinder wieder in die Schule.

Sind falsche Testergebnisse möglich?


Falsch positive oder falsch negative Ergebnisse sind bei dieser Art von Tests äußerst selten. Die PCR-Testung hat deswegen eine Spezifität von nahezu 100 Prozent.

Wie erhalten die Schülerinnen und Schüler die Reserve-Abstrichtupfer für die häusliche Nachtestung?


Alle Eltern erhalten für ihr Kind drei Individualtupfer und Individualröhren als Reserve für die Nachtestung zu Hause. Wenn einer der Individualtupfer verwendet worden ist, wird dieser ersetzt.

Können Kinder, die in Quarantäne sind, am Unterricht oder an Betreuungsangeboten teilnehmen?


Nein, Kinder, die auf Anweisung des Gesundheitsamtes zuhause bleiben müssen, erhalten von der Schule Aufgaben im Rahmen des Distanzunterrichts. Sie dürfen nicht am Präsenzunterricht oder an Betreuungsangeboten der Schule teilnehmen.

Was übermitteln die Labore an das Gesundheitsamt?


Bei einem positiven Befund meldet das Labor den Namen und Kontaktdaten der positiv getesteten Person über das Robert-Koch-Institut (RKI) an das zuständige Gesundheitsamt.

Wie können Eltern erreicht werden, die nicht über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen?


Muster-Elternbriefe sind in mehreren Sprachen verfügbar. Für die Übermittlung positiver Testergebnisse trifft die Schule bzw. das Gesundheitsamt mit diesen Eltern Absprachen.

Besondere Fragen zu Sonderschulen


Besondere Fragen zu Sonderschulen

Wann ist bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung eine Testung im häuslichen Umfeld alternativ zu einer Pool-Testung in der Schule möglich?


Für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann die Schulleiterin oder der Schulleiter zulassen, dass die Selbsttestungen zuhause unter elterlicher Aufsicht stattfinden. Dies gilt für alle Förderschwerpunkte. Im Sinne eines reibungslosen Ablaufs der Pool-Testung sollte es sich dabei aber nur um einzelne Ausnahmefälle handeln.

Gilt die Testpflicht auch für Schülerinnen und Schüler an Sonderschulen?


Ja. Der PCR-Lolli-Test weist insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarfen eine deutlich bessere Anwendbarkeit und Praxistauglichkeit auf.

Sind Kinder, die von der Antigen-Schnelltestung befreit sind, auch automatisch von der Lolli-Testung befreit?


Von der Lolli-Testung sind genesene und geimpfte Kinder befreit. Die Befreiung vom Antigen-Schnelltest bedeutet nicht automatisch die Befreiung vom Lolli-Test. Sollte es Gründe geben, die Kinder von der Lolli-Testung zu befreien, muss ein entsprechender Nachweis erbracht werden.

​​​​​​​

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch