Gutachten Realisierbarkeit von Landstromanlagen an den Hamburger Kreuzfahrtterminals HafenCity und Altona

Die Planungsgemeinschaft IMS Ingenieurgesellschaft mbH und ISL Baltic Consult GmbH wurde von der Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung beauftragt, die Realisierbarkeit von Landstromanlagen an den beiden Kreuzfahrtterminals HafenCity und Altona im Hamburger Stadtgebiet insbesondere in Hinblick auf Kosten bzw. Wirtschaftlichkeit und rechtliche Situation zu untersuchen.

Realisierbarkeit von Landstromanlagen an den Hamburger Kreuzfahrtterminals HafenCity und Altona

Auszüge aus der Schlussbewertung:

Landstrom ist unter Berücksichtigung der Investitionskosten deutlich teurer als bordseitig erzeugter Strom; das „ist der Preis" für eine saubere Umwelt, bzw. für die erhebliche Emissionsentlastung des Liegeplatzumfeldes. Der tatsächliche Energiebedarf der Kreuzfahrtschiffe kann durch Änderungen der technischen Ausrüstung gemäß dem Stand der Technik deutlich reduziert werden. Einige Redereien haben hier bereits aus zunächst wirtschaftlichen Gesichtspunkten deutliche Absenkungen des Strombedarfes erzielt.

Bei Umlage auf den Passagier ergäben sich für eine Kreuzfahrt von ca. 1 Woche mit z. B. 5 Anläufen Mehrkosten aus Landstrom von etwa 10 € (ohne Refinanzierung) und 100 € (mit Refinanzierung). Beide Werte liegen damit in einer Größenordnung, die den Passagier wohl eher nicht von einer Kreuzfahrtbuchung abhalten wird. Die den Reedern entstehenden Umrüstungskosten des Schiffes wurden hier nicht berücksichtigt.

Eine Weitergabe der Landstrommehrkosten an den Passagier, ohne dass der übrige Wettbewerb der Reedereien nachhaltig berührt wird, erscheint nur möglich, wenn in möglichst allen konkurrierenden Häfen Landstrom und auf allen Schiffen die technischen Voraussetzungen zur Entgegennahme von Landstrom verbindlich eingeführt werden. Insellösungen einzelner Häfen würden die Wettbewerbssituation sowohl für die Häfen, als auch die Reedereien, wegen der relativ hohen Aufwendungen an Bord der Schiffe, schwer kalkulierbar machen.

Kontakt

Freie und Hansestadt Hamburg


Behörde für Umwelt und Energie

Immissionsschutz und Abfallwirtschaft, I2 - Fluglärmschutzbeauftragte, Planerischer Immissionsschutz

Erreichbarkeit

S3/S31 Wilhelmsburg, Bus 13/151/152/154/156/252 Dratelnstraße

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