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Masern und Impfung Was Sie wissen sollten

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Junge mit Masern

Masern und Impfung

Kapitelübersicht

Ansteckung

Masern sind eine hochansteckende Infektionskrankheit. Beim Husten, Niesen oder Sprechen können sich die Erreger in kleinen Tröpfen über die Luft von Mensch zu Mensch verbreiten. Nahezu jeder Kontakt führt zu einer Ansteckung, selbst aus einigen Metern Entfernung. Das Masern-Virus kann dabei auch bereits weitergegeben werden, bevor sich bei einer erkrankten Person der charakteristische Masern-Ausschlag zeigt.

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Erkrankungen

Nicht nur Kinder erkranken an Masern – im Gegenteil: In 2018 waren in Deutschland 36 Prozent der Masern-Erkrankten zwischen 20 und 39 Jahre alt. An Masern erkranken können Säuglinge, die zu jung für eine Impfung sind oder Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nicht geimpft wurden oder nicht bereits an Masern erkrankt sind. Besonders gefährdet sind auch Personen ohne Impfschutz, die wegen einer anderen schweren Erkrankung nicht geimpft werden können.

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Folgen einer Erkrankung

Masern schwächen das Immunsystem. Weltweit sterben schätzungsweise noch immer jeden Tag 330 Menschen an Masern. In Deutschland treten bei jedem zehnten Erkrankten durch zusätzliche Erreger Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung auf. Bei etwa einem von 1.000 Erkrankten kommt es zu einer Gehirnentzündung. Etwa zehn bis 20 Prozent dieser Betroffenen sterben daran, das entspricht etwa einem Toten auf 10.000 an Masern Erkrankten. Bei etwa 20 bis 30 Prozent bleiben schwere Folgeschäden zurück wie eine geistige Behinderung und Lähmungen. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit.

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Impfung

Die Impfung gegen Masern bietet den wirksamsten Schutz gegen eine Erkrankung. Damit sich Masern in Deutschland nicht mehr ausbreiten können, müssen 95 Prozent der Bevölkerung über einen ausreichenden Schutz vor Masern verfügen (erste und zweite Masernimpfung). Dann sind auch diejenigen geschützt, die sich nicht gegen Masern impfen lassen können. Die WHO und auch die STIKO (Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut) empfehlen daher, sich gegen Masern impfen zu lassen.

Bei Kindern werden zwei Impfungen empfohlen, um gegen Masern immun zu werden, und zwar im Alter von elf bis 14 Monaten sowie im Alter von 15 bis 23 Monaten. Bei Erwachsenen reicht eine einmalige Impfung aus. Die Impfung gegen Masern wird in Deutschland in der Regel mit einem dreifach-Kombinationsimpfstoff (MMR) verabreicht, der auch gegen die Röteln und Mumps schützt.

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