20. Februar 2015 Komorowski und Gauck Ehrengäste beim Matthiae-Mahl 2015

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Deutschland feiert in diesem Jahr den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Folgerichtig stand das Matthiae-Mahl 2015 ganz im Zeichen dieses Jubiläums. Der Staatspräsident der Republik Polen, Bronislaw Komorowski, und der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, waren dieses Jahr Ehrengäste des traditionellen Festmahls im Hamburger Rathaus.

Komorowski und Gauck Ehrengäste beim Matthiae-Mahl 2015

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz empfing die Ehrengäste am oberen Absatz der Senatstreppe. Hier, so will es die die Tradition, begrüßen Hamburgs Regierungschefs ihre Gäste nach einem alten Brauch. Vor Beginn des Festmahls, an dem rund 370 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Kultur teilnahmen, trugen sich Joachim Gauck und Bronislaw Komorowski in das Goldene Buch der Stadt Hamburg ein.

"Wunder der Versöhnung"

In seiner Begrüßungsrede würdigte Bürgermeister Scholz die hervorragenden Beziehungen zwischen Polen und Deutschland. Es sei ein Wunder, dass diese heute so gut und freundschaftlich seien. Dieses Wunder der Versöhnung mehr als 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs durch den deutschen Überfall auf Polen sei ein Glück, aber eben nicht selbstverständlich: "Es ist uns nicht in den Schoß gefallen. Wir müssen danach weiter streben", betonte der Bürgermeister. 

Auch die Hansestadt profitiere von dieser Freundschaft. So gebe es zahlreiche Kooperationen auf vielen Gebieten mit Polen, beispielsweise im Handel, in der Zusammenarbeit der Häfen, im Jugendaustausch, in der Bildung, Wissenschaft, in Sport und Kultur. Polen sei mittlerweile einer der wichtigsten Handelspartner Hamburgs. Als weltoffene Stadt freue sich Hamburg darüber hinaus über die rund 26.000 Polen, die hier eine Heimat gefunden haben: "Für ihre polnische Heimat – die ja bei manchen auch schon eine hanseatische war – und ihre hamburgische Heimat ist in ihren Herzen gut Platz nebeneinander," sagte der Bürgermeister.

Bundespräsident Joachim Gauck hielt in seiner Rede die Menschen in Europa zu mehr Zusammenhalt an. "Das gemeinsame Europa gerät wieder unter Druck. Wir müssen Risse im Fundament kitten", sagte er. Gerade unter dem Eindruck fundamentalistischer Anschläge in Paris und Kopenhagen, im Lichte des europaweiten Zulaufs für einen angstgetriebenen Populismus und besonders angesichts des Versuchs völkerrechtswidriger Grenzverschiebungen an der Peripherie müssten die Europäer sagen, "wer wir sind, damit wir bleiben, wie wir sind".

Hintergrund

Der Name des historischen Ehrenmahls bezieht sich auf das Datum, an dem es traditionell stattfindet. Der Matthias-Tag am 24. Februar galt im Mittelalter als Frühlingsbeginn und Auftakt des Geschäftsjahres. Es entwickelte sich zu einem Brauch, "Vertreter der Hamburg freundlich gesonnenen Mächte" am Matthias-Tag zu einem Festmahl einzuladen. Seit 1356 feiern die Hamburger mit ihren Gästen dieses Mahl. Es ist damit das weltweit älteste heute noch begangene Festmahl.

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