Trittschallschutz Lärm, Stress und laute Nachbarn

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Seit Laminat und Parkett schalldämpfende Teppichböden verdrängt haben, kann es in Altbauwohnungen unter Umständen laut werden. In modernisierten Wohnungen und Neubauwohnungen sind Maßnahmen zum Trittschallschutz hingegen Pflicht. 

Sofa mit Laptop und Hausschuhen Eine Altbauwohnung mit Parkett ist eine sehr schöne Wohnumgebung. Mit Puschen läuft es sich nicht nur besonders angenehm auf dem edlen Bodenbelag, auch die Nachbarn freuen sich über die geringe Lärmbelästigung, 

Mietrecht

Für viele Menschen ist Lärm Stressfaktor Nummer eins. Verkehrs- und Baustellenlärm können einem gehörig auf die Nerven gehen. Auch Nachbarn, die bei schlecht gedämmten Böden auf Schritt und Tritt zu hören sind, können den subjektiven Stresslevel in ungeahnte Höhen schnellen lassen.  

Des Nachbarn Tritt auf Laminat

Seitdem Laminat seinen Siegeszug angetreten und Teppichböden in Wohnungen verdrängt hat, beschweren sich immer mehr Mieter über zu laute Nachbarn. Obwohl die Zahlen mittlerweile leicht rückläufig sind, bleibt Laminat mit 72 Millionen Quadratmetern Abverkauf größter Einzelmarkt und führt weiter das Ranking der westeuropäischen Märkte an. (Quelle: Verband europäischer Laminatfußbodenhersteller, 2013) In Neubauten werden mittlerweile fast immer Laminat- oder Parkettböden verlegt und immer mehr Mieter tauschen ihre Textilböden gegen die glatte Oberfläche von Laminat oder Parkett aus.

Die Schattenseite der optisch ansprechenden und pflegeleichten Materialien ist für die Nachbarn deutlich zu hören: selbst wenn dämmende Schaumstoffbahnen unter den Böden verlegt wird, dämpfen Laminat- und Parkettböden den Tritt sehr viel weniger als traditionelle Auslegeware. Die Folge: der ehemals ruhige Nachbar wird plötzlich zu einer lärmenden Belastung, auch wenn er vielleicht nur gemächlichen Schritts vom Wohnzimmer in die Küche geht. 

„Grundsätzlich gilt, dass Mieter keinen Anspruch auf einen bestimmten Trittschallschutz haben“, erläutert Peter Braschoß vom IVD West e. V. in Köln. Bewohner einer Altbauwohnung mit Dielenböden müssen hinnehmen, dass sie die Tritte ihrer Nachbarn unter Umständen zu Ohren bekommen und dagegen keine Handhabe haben. Das gilt übrigens auch bei gelegentlichem Kindergetrampel.

Trittschaltschutz als Pflicht 

Ein Nachbar kann nicht dazu verpflichtet werden, zum besseren Trittschallschutz einen Teppichboden zu verlegen. Auch wer in einen Altbau mit Holztreppen in Treppenhaus und Flur einzieht, muss sich im Klaren sein, dass die Tritte der Nachbarn zu hören sind.

Wenn allerdings ein Mehrfamilienhaus neu gebaut oder ein bereits bewohntes Gebäude modernisiert wird, gelten andere Regeln. Wie der Bundesgerichtshof in einem Urteil 2003 entschied (AZ: VIII ZR 355/03), muss bei Umbaumaßnahmen die DIN 4109 beachtet werden. Gemäß der aktuellen Norm haben Mieter von Geschosswohnungen Anspruch auf einen Trittschallschutz von 53 Dezibel. 

Schalldämmung in Eigeninitiative

Wer ein Gebäude nachträglich besser gegen Lärm von Nachbarn dämmen will oder muss, muss für die Baumaßnahmen mitunter recht tief in die Tasche greifen. In Altbauten kann beispielsweise eine zusätzliche Decke unter die bestehende Geschossdecke eingezogen werden. Durch diese zusätzliche Schale vermindert sich der Tritt- und Luftschall aus der darüber liegenden Wohnung. Die gesetzlich festgelegte Mindestdeckenhöhe von 2,40 Metern dar allerdings nach dem Einbau nicht unterschritten werden. Auch muss für diese Maßnahme ein Bauantrag gestellt werden.

Möchten Sie in Ihrer Wohnung den Teppichboden gegen Laminat oder Parkett austauschen, müssen Sie für diese Umbaumaßnahme grundsätzlich erst einmal die Einwilligung Ihres Vermieters einholen. Erst dann können Sie loslegen.

Stahlbetondecken und tobende Kinder 

Für Einfamilienhäuser hat der Gesetzgeber keine Schallschutzregeln festgelegt. Decken mit erhöhten Trittschallschutz müssen vom Bauherrn und Architekten vertraglich vereinbart werden. So bieten Stahlbetondecken einen besonders guten Schallschutz gegen tobende Kinder im Obergeschoss und garantieren damit zumindest lärmtechnisch ein entspanntes Familienleben 

Falls Sie ein gebrauchtes Eigenheim kaufen wollen, sollten Sie bei der Hausbesichtigung ein besonderes Augenmerk auf die Deckendämmung legen. Das gilt besonders dann, wenn  Sie mit Kindern einziehen wollen. Schließlich sollen auch die Kinder ungestört toben können! 

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