Millerntorwache Museum für Hamburgische Geschichtchen

Die ungenutzte Millerntorwache wurde Ende 2013 zum Museum für Hamburgische Geschichtchen umfunktioniert. Der klassizistische Bau zwischen Planten un Blomen und Reeperbahn ist nun ein Ort zum Erzählen und Zuhören.

Bilder: Millerntorwache Die Millerntorwache beherbergt heute das Museum für Hamburgische Geschichtchen.

 

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Millerntorwache

Ein Museum der anderen Art

Das Augenmerk traditioneller Museen liegt in der Regel auf unterschiedlichsten Exponaten aus aller Welt. Mindestens genauso wichtig wie zeitgenössische Dokumente und Relikte als stumme Zeitzeugen der Geschichte sind jedoch auch mündliche Überlieferungen. Seit Anbeginn der Menschheit werden sie an nachfolgende Generationen übermittelt und gelten als eine der wichtigsten Quellen geschichtlicher und gesellschaftlicher Informationen. Im Museum für Hamburgische Geschichtchen können sich daher Hamburger Bürgerinnen und Bürger in gemütlicher Atmosphäre zusammenfinden und ihre Geschichten zur Stadt erzählen.

Die Millerntorwache als kulturelle Institution

Die Stadt Hamburg hat eine aufregende und ereignisreiche Vergangenheit, die sicher nicht jedem Einwohner in ihrer Gesamtheit bekannt ist. Darunter fallen zum Beispiel die große Sturmflut, der Mythos der Achtundsechziger und der Kampf um die Hafenstraße. Neben stadthistorischen Ereignissen geben Zeitzeugen einen interessanten Einblick in ihre ganz persönlichen Familiengeheimnisse, Berichte aus der Schulzeit oder erzählen einfach nur gute Witze und Anekdoten. Mitwirken können Interessierte als Erzähler, Zuhörer oder externe Veranstalter. Dabei vereint alle Beteiligten ein gemeinsamer Grundgedanke: die Geschichten rund um Hamburg.

Ein Stück Zeitgeschichte wird zum Ort für Geschichten

Die Hamburger Millerntorwache ist ein Stück Stadtgeschichte. Im 17. Jahrhundert war sie das Haupttor an der Westseite der Stadt. Damals konnte Hamburg nur durch die Stadttore betreten und verlassen werden. Nach der Entfestigung Hamburgs im Jahr 1819 wurde das Torhaus 1820 nach Plänen des Baumeisters Carl Ludwig Wimmel neu aufgebaut. Damit zählt es heute zu den ältesten Gebäuden der Innenstadt. Für Aufsehen sorgte die Millerntorwache zuletzt in 2004. Damals wurde sie mit einem Spezialkran um rund 30 Meter an einen neuen Standort in den Wallanlagen verlegt, fachmännisch restauriert und schließlich dem Museum für Hamburgische Geschichte übergeben. Insgesamt 300.000 Euro hatten Hamburgische Institutionen zur Verfügung gestellt, um den historischen Bau zu erhalten. In Nähe der Millerntorwache befinden sich zudem der Park Planten un Blomen, der Alte Elbtunnel und die St. Michaeliskirche. Auch die Reeperbahn und das Millerntor-Stadion sind nur wenige Gehminuten weit entfernt.

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