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Hamm Bebauungsplan-Entwurf Hamm 3 „Rückerskanal, Osterbrookhöfe“

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Durch den Bebauungsplan-Entwurf mit der Bezeichnung „Hamm 3“ sollen die planungsrechtlichen Vorrausetzungen für den geplanten Wohnungsneubau westlich sowie für das geplante Sport- und Freizeitzentrum am Aschberg östlich des Rückerskanals vorgenommen werden.

Lageplan, räumlicher Geltungsbereich Lageplan, räumlicher Geltungsbereich  

Bebauungsplan-Entwurf Hamm 3 „Rückerskanal, Osterbrookhöfe“

Plangebiet

Das Plangebiet umfasst im Bestand diverse Nutzungen. Westlich des Rückerskanals befinden sich die Grundschule Osterbrook, die Kita in der Schule Osterbrook (Flurstück 1883), zwei Sportplätze des Sportclubs Hamm von 1902 e.V. („Ernst-Fischer-Sportplatz“) mit Vereinsheim und Jugendclub (Flurstück 1096) sowie die Kleingärten des Vereins Nr. 128 („Gartenbauverein Rückersweg von 1934 e.V.“/Flurstücke 1785 und 1873).

Nördlich der Diagonalstraße schließen die sogenannten „Hansaterrassen“ an. Hier wurden zwischen 2012 und 2015 insgesamt etwa 130 Wohnungen in sechs Gebäuden errichtet. Unmittelbar angrenzend befindet sich das Gebäude der ehemaligen Papierfabrik Lehmann und Hildebrandt, die sogenannte „Hansaburg“, ein bedeutendes Beispiel der Hamburger Industriearchitektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Flurstück 2051). Diese wird heute für Büros genutzt.

Östlich des Rückerskanals befinden sich mit dem Gelände des Freibads Aschberg weitgehend unbebaute Flächen (Flurstücke 1603, 1643, 1996, 1997 und 2055). Das Freibad der Bäderland Hamburg GmbH umfasst neben großen Liegewiesen ein Mehrzweckbecken, Sprungbecken, Nichtschwimmerbereich, Wasserrutsche sowie Nebenanlagen.

Unmittelbar östlich des Aschberggeländes befindet sich der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (Flurstück 2059, Süderstraße). Östlich des Rückerskanals und nördlich des Freibads befinden sich weitere Kleingartenparzellen des Vereins Nr. 128, die im Nordosten an das Plangebiet direkt angrenzen.

 

Zweck und Bedeutung der Planaufstellung

Das Plangebiet ist wegen seiner gut erschlossenen Lage, der Nähe zu Schulen und anderer sozialer Infrastruktur sowie der umgebenden Grün- und Wasserflächen besonders gut für Wohnnutzungen geeignet. Auf Basis der Zielsetzungen des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung und konkreter Investitionsabsichten besteht nun die Chance zur städtebaulichen Neuordnung und Optimierung der Funktionsmischung auf den Flächen westlich und auch östlich des Rückerskanals. Anknüpfend an die erfolgreiche Stadtteilentwicklung im Osterbrookviertel sollen im Bereich der bestehenden Sportplätze und der Kleingartenanlagen neue Wohnungen überwiegend im preisgedämpften Segment und auch als Eigentumswohnungen realisiert werden. Zudem sollen die vorhandenen Sport-, Spiel- und Freizeitanlagen im Bereich Aschberg modernisiert und ergänzende Angebote geschaffen werden. Die vorgesehene Bebauung ist ein wichtiger Baustein, um den Stadtteil nachhaltig zu beleben und mittelfristig zu stabilisieren. Gleichzeitig sollen gemäß der Fachziele des Bezirklichen Wohnungsbauprogramms Hamburg-Mitte neue Wohneinheiten für unterschiedliche Haushalte entstehen.

Zur Umsetzung des Wohnungsneubaus westlich des Rückerskanals sollen die dort vorhandene Sportinfrastruktur sowie die Kleingartenparzellen verlagert und östlich des Rückerskanals kompensiert werden. Auf Flächen des heutigen Freibads Aschberg sollen in Ergänzung zum neuen Quartiersbad die neuen Sportplätze sowie weitere Sport- und Freizeitangebote entstehen. Die entfallenden Kleingartenparzellen westlich des Rückerskanals werden im Bestand östlich der Rückerskanals durch Nachverdichtung kompensiert.

Da der geplante Wohnungsneubau westlich des Rückerskanals auf der Grundlage des bestehenden Planungsrechts nicht umgesetzt werden kann, ist ein Bebauungsplanverfahren als qualifiziertes Verfahren mit formaler Umweltprüfung durchzuführen. Für die einzelnen Baufelder wird das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung mit den beiden Vorhabenträgern städtebauliche Verträge schließen. Um die bestehende Sportinfrastruktur in ihrem Betrieb durchgehend zu ermöglichen, soll die Verlagerung von Sportplätzen auf das Aschberggelände auf Basis von § 35 (2) BauGB (im Vorfeld des Wohnungsneubaus) vorweggenehmigt und nachträglich über den Bebauungsplan Hamm 3 planungsrechtlich gesichert werden.

 

Bestehendes Planrecht

Das Plangebiet liegt derzeit im räumlichen Geltungsbereich des Baustufenplans Hamm-Marsch, festgestellt am 14. Januar 1955. Dieser setzt für das Plangebiet „Außengebiet“ fest. Der Bereich des ehemaligen Fabrikgebäudes „Hansaburg“ ist als Industriegebiet festgesetzt. Die Festsetzung von Außengebieten ist nach einem Urteil des OVG Hamburg vom 20. April 2017 obsolet.

Da der geplante Wohnungsneubau westlich des Rückerskanals auf der Grundlage des bestehenden Planungsrechts nicht umgesetzt werden kann, ist ein Bebauungsplanverfahren als qualifiziertes Verfahren mit formaler Umweltprüfung durchzuführen.

 

Planungsziel

Das städtebauliche Grundkonzept sieht vor, auf den Flächen der Sportplätze und der Kleingärten westlich und östlich des Rückerskanals Wohnungsbau zu entwickeln (siehe Anlage 3). Westlich und östlich der Diagonalstraße werden dafür fünf Baufelder definiert, die jeweils mit einer Hofstruktur bebaut werden.

Die Gebäude sollen den Straßenraum zur Wendenstraße entsprechend der Umgebungsbebauung komplettieren. Ebenso soll eine städtebauliche Fassung der Diagonalstraße erfolgen. Am Rückerskanal schafft das fünfte Baufeld einen Übergang zu den sogenannten „Hansaterrassen“. Abgeleitet aus der Höhe der umgebenden Wohnbebauung sind sechs- bis achtgeschossige Gebäude geplant, wobei die höheren Bauten an der Wendenstraße und der Diagonalstraße liegen und in den rückwärtigen Bereichen der Hofstrukturen eher niedrigere Gebäude angeordnet werden. Insgesamt wird eine BGF von ca. 75.000 m² angestrebt, die im Ergebnis des Gutachterverfahrens (Siegerentwurf) plausibilisiert wurde.

Die geplanten Blockstrukturen umschließen private Freiflächen und öffnen sich zu den angrenzenden Wasserflächen nach Süden bzw. Osten. Am Südkanal und am Rückerskanal soll – zum Teil durch eine Steganlage entlang des Rückerskanals – eine durchgehende wasserbegleitende Grünverbindung etabliert werden, welche die Uferkanten öffentlich zugänglich macht sowie die Freiräume verbindet und zusammenhängend erlebbar macht. In die in den Höfen gelegenen Freiräume werden private Kinderspielflächen für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen integriert. Zudem werden Bereiche vorgesehen, die als Spiel- und Liegewiese ausgestaltet werden. Zusätzlich können auch die geplanten Wohngassen aufgrund ihrer verkehrsberuhigten bzw. autofreien Gestaltung für Bewegungsspiel genutzt werden. Weitere öffentlich zugängliche Spielplatzflächen werden im Westen des Plangebiets zwischen der Schule und dem Wohnungsbau und auch im Bereich des Aschberggeländes entstehen, so dass hier zukünftig vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche vorhanden sein werden. Insgesamt sollen innerhalb des Plangebiets, größtenteils westlich des Rückerskanals, ca. 7.000 m² öffentliche Parkanlagen und ca. 3.500 m² öffentliche Kinderspielflächen entstehen.

Die fünf Baufelder sollen mit einem vielfältigen Wohnungsmix bebaut werden. Insgesamt werden nach aktuellem Projektstand etwa 800 bis 840 Wohneinheiten vorwiegend im preisgedämpften Mietwohnungsbau entstehen.


Daten zum Planverfahren:

Einleitung durch den Hauptausschuss:

Aufstellungsbeschluss

11. Juni 2020

noch nicht erfolgt

Öffentliche Plandiskussion

noch nicht erfolgt

Öffentliche Auslegung

noch nicht erfolgt

Feststellung

noch nicht erfolgt

Veröffentlichung im HmbGVBl.

noch nicht erfolgt

 

Ansprechpartner im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung:

Frau Singer

Tel: 428 54 - 2852

Herr Humburg

Tel: 428 54 - 3377

Email: stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de


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