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Rothenburgsort Bebauungsplan-Entwurf Rothenburgsort 17 und Standortentwicklung Opernwerkstätten

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Lageplan Rothenburgsort 17 Lageplan Rothenburgsort 17

Bebauungsplan-Entwurf Rothenburgsort 17 und Standortentwicklung Opernwerkstätten

Plangebiet

Das Plangebiet umfasst den Bereich zwischen Billhorner Brückenstraße, der Bille, den S-und Fernbahntrassen, dem Billhorner Deich und den Güterbahntrassen (Bezirksamt Hamburg-Mitte, Ortsteil 132). Das etwa 10,6 ha große Areal des ehemaligen Huckepackbahnhofs Rothenburgsort, der bis in die 1990er Jahre dem Containerumschlag diente, soll einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden.

Der Bereich südlich der Güterbahntrassen, der in einem ersten Entwurf des B-Plans noch enthalten war, wird aufgrund der zu erwartenden besonderen Komplexität der hier verfolgten Aufgabenstellung abgetrennt und bleibt einem gesonderten Bebauungsplanverfahren vorbehalten.

Planungsziel

Für die ehemalige Bahnanlage wie auch das Umfeld hat das Bezirksamt Hamburg-Mitte / Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung in Abstimmung mit dem Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte am 14.09.2011 ein Bebauungsplanverfahren mit der Bezeichnung Rothenburgsort 17 eingeleitet. Aufgrund der schwierigen Erschließungssituation hat das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung in der Folge diverse Verkehrsgutachten beauftragt.

Zwischenzeitlich ist eine für die Stadt Hamburg und insbesondere den Stadtteil Rothenburgsort bedeutsame, neue Entwicklung eingetreten: Die Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau traf am 15.08.2013 eine Standort-Entscheidung zur Verlagerung der Werkstätten und Lagerräumlichkeiten (Kulissen, Kostüme etc.) der Hamburgischen Staatsoper auf Teilflächen des ehem. Huckepackbahnhofs. Durch die Verlagerung können am bisherigen Standort der Opernwerkstätten in Barmbek-Nord etwa 670 Wohneinheiten realisiert werden. Für das Vorhaben führte die damalige Sprinkenhof AG (heute: Sprinkenhof GmbH) im Auftrag der Stadt Hamburg ein 2-stufiges Wettbewerbsverfahren mit europaweiter Ausschreibung durch. Als Gewinner des Wettbewerbs wurde Ende Mai 2014 das Hamburger Büro Dinse Feest Zurl (DFZ Architekten) gekürt. Im Preisgericht (2. Wettbewerbsstufe) saßen auch Vertreter aus der Kommunalpolitik und dem Stadtteil. Die Opernwerkstätten und –lagerräume (Fundi) konnten vorab genehmigt werden, so dass mit dem Rohbau für den insgesamt über 19.000 m² umfassenden Gebäudekomplex ab Ende 2016 begonnen werden konnte. Als erstes Bauteil wurde bereits im Dezember 2017 der Kulissenfundus fertiggestellt. Im Sommer 2018 erfolgte die Fertigstellung der eigentlichen Werkstätten sowie des Masken- und Kostümfundus.

In diesem Zusammenhang wird eine weitere Qualifizierung der übrigen Bauflächen auf dem Gelände des ehem. Huckepackbahnhofs verfolgt. Aufbauend auf einem Workshop zu denkbaren Nutzungen im Herbst  2013 unter Federführung des Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen der Freien und Hansestadt Hamburg (LIG) führte in der ersten Jahreshälfte 2014 die damalige Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt/Amt für Landes- und Landschaftsplanung in Abstimmung mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung ein städtebauliches Qualifizierungsverfahren durch. Drei beauftragte Architekturbüros entwickelten in einem workshopartigen Prozess Entwürfe zu einer konkreten baulichen Ausformung der hier erwünschten „Stapelung“ gewerblicher Nutzungen.

Seit Ende 2014 bzw. Ende 2015 ist die HafenCity GmbH bzw. deren Tochtergesellschaft Billebogen Entwicklungsgesellschaft (BBEG) als Entwicklungsträgerin für den sogenannten Billebogen einschließlich der Flächen des ehem. Huckepackbahnhofs zuständig. Die BBEG beauftragte das Büro Henn, das bereits am städtebaulichen Workshopverfahren teilgenommen hatte, mit der Überarbeitung der städtebaulichen Planungen. In diesem Zusammenhang wurden auch nochmals intensive Verkehrsuntersuchungen durchgeführt, die Mitte 2016 in den Beschluss mündeten, auf einen Bahndurchstich für Kraftfahrzeuge zu verzichten.

Bis Ende 2017 wurde die städtebauliche Planung von der BBEG und dem Büro Henn in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte / Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) zu einer Funktionsplanung weiter entwickelt, die als Grundlage für den Bebauungsplan Rothenburgsort 17 dient.

Parallel dazu wurden seitens der Behörde für Umwelt und Energie sowie der BBEG in Abstimmung mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung die Planungen für den das Plangebiet querenden Alster-Bille-Elbe-Grünzug intensiviert. Er soll, vom Hochwasserbassin kommend und die Bille mit einer neuen Brücke querend, als grüne Wegeverbindung über das Gelände des ehem. Huckepackbahnhofs zum Billhorner Mühlenweg und von dort zum Entenwerder Elbpark geführt werden Statt des entfallenden Bahndurchstichs für alle Verkehrsarten soll nun eine Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer umgesetzt werden. Die Finanzierung dieses Durchstichs wie auch der Bille-Brücke steht allerdings noch nicht fest.

Hauptziel neben der planungsrechtlichen Sicherung der grünen Wegeverbindung ist es, Flächen für die Neuansiedlung von Gewerbebetrieben auszuweisen, wobei die gewerblichen Nutzungen möglichst qualitätvoll und in größerer Dichte als üblich „gestapelt“ werden sollen. Das innovative Gewerbegebiet soll im Endausbau 2.000 - 3.000 Arbeitsplätze aufnehmen:

So ist beabsichtigt, im westlichen Randbereich des ehem. Huckepackbahnhofs Kerngebiet zu entwickeln, um die Billhorner Brückenstraße als städtischen Straßenraum mit entsprechend repräsentativen Gebäuden zu fassen. Hier könnte sich ein großer Unternehmenssitz ansiedeln, der auf Adressbildung und Sichtbarkeit Wert legt. Ein Hotel mit Tagungsstätte und Bereiche für Forschung und Entwicklung  wären hier ebenfalls vorstellbar. Nördlich der Güterbahntrassen sollen vier Baufelder mit bandartiger, hochverdichteter Baustruktur für  „urbane Produktion“ durch  kleine und mittelgroße Betriebe entstehen. Im westlichen Bereich gruppieren sich zwei weitere Baufelder um einen zentralen Platz. Hier, im Schnittpunkt mit dem Alster-Bille-Elbe-Grünzug, sollen sich ein „Inkubator“ für produktionsorientierte Dienstleistungsunternehmen, Unternehmen aus Forschung und Entwicklung sowie soziale Dienstleistungen (u.a. ein Kindertagesheim) ansiedeln. Östlich schließt das Gelände der Hamburgischen Staatsoper an. Von der Ansiedlung der Opernwerkstätten mit ihren etwa 70 hochqualifizierten Arbeitsplätzen, die im Juni 2018 abgeschlossen wurde, soll eine Initialzündung für die weitere Entwicklung und positive Imagebildung ausgehen. Auf den Baufeldern, die sich zum Billhorner Deich und der vor umfassender Erneuerung stehenden S-Bahn-Station Rothenburgsort orientieren, sind weitere Büro- und Gewerbenutzungen denkbar.

Teilweise soll auch das Bille-Ufer für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, soweit dies mit der vorhandenen Ufervegetation vereinbar ist.

Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung lässt derzeit das Bebauungsplanverfahren in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und der BBEG zur Abklärung grundsätzlicher Fragestellungen ruhen. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens wird in 2020 angestrebt.

Daten zum Planverfahren

Zustimmung zur Einleitung (Stadtplanungsausschuss:
14. September 2011

Aufstellungsbeschluss:
noch nicht erfolgt

Öffentliche Plandiskussion:
noch nicht erfolgt 

Feststellung:
noch nicht erfolgt

Veröffentlichung im HmbGVBl:
noch nicht erfolgt

Ansprechpartner im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

Herr Humburg | Tel: 42854-3377
E-Mail: stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de

Herr Wiegand | Tel: 42854-3376
E-Mail: stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de

Planportal

Mehr zu diesem Plangebiet können Sie über den Geodatenserver des Landesbetriebes für Geoinformation und Vermessung einsehen.

Downloads zum Workshop 2013

Workshop I, Dokumentation
Workshop II, Präsentation
Workshop II, Dokumentation

Downloads zu den Verkehrsgutachten

Verkehrsvoruntersuchung (VVU)

Downloads zum Luftschadstoffgutachten 2014

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