Bezirk Hamburg-Mitte

?jendorf Bebauungsplan-Entwurf Billstedt 113 "?stlich Haferbl?cken"

Durch den Bebauungsplan-Entwurf ?mit der vorgesehenen Bezeichnung ?Billstedt 113? sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen f?r den Neubau von Wohnungen geschaffen werden.

Bebauungsplan-Entwurf Billstedt 113 "?stlich Haferbl?cken"

Plangebiet

Das Plangebiet befindet sich zwischen der Stra?e Haferbl?cken, der ?Bundesautobahn A 24, dem ?jendorfer See und dem Friedhof ?jendorf, Stadtteil Billstedt, Bezirk Hamburg-Mitte (Ortsteil 130).

Die f?r Wohnungsbau vorgesehenen und im bislang geltenden Bebauungsplan Billstedt 90 als Parkanlage ausgewiesenen? Fl?chen werden derzeit als extensives Gr?nland genutzt. Charakteristisch sind die so genannten Knicks, wertvolle Wallhecken mit B?umen (?berwiegend Eichen), die die Landschaft gliedern. Durch das ?stliche Plangebiet flie?t der Schleemer Bach. Dieses Gew?sser und sein Umfeld im Bereich der im B-Plan Billstedt 90 ausgewiesenen Ma?nahmenfl?chen haben zwischenzeitlich umfangreiche Aufwertungen erhalten. Zuletzt wurden Ende der 2000er Jahre westlich des Schleemer Baches auf ca. 2,7 ha naturschutzrechtliche Ausgleichsfl?chen hergestellt. Neben der fl?chenhaften Extensivierung und Entwicklung als Geb?sch-, Hochstauden- und Wiesenfl?che wurden auf ca. 5.800 m? drei flache Teiche angelegt.

Insgesamt stellen diese Ma?nahmen nicht nur einen zwingenden Ausgleich im Rahmen der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung dar, die f?r die Wohnbebauung im Rahmen der Bebauungspl?ne Billstedt 90 und 103 westlich Haferbl?cken grundlegend sind, sondern auch im Rahmen des gesetzlichen Biotopschutzes. Sie bildeten bereits die Voraussetzung f?r die Inanspruchnahme der Raawischniederung im Bebauungsplangebiet Billstedt 103. S?mtliche Ma?nahmenfl?chen? bleiben weiterhin von einer Bebauung ausgenommen und werden auch im neuen Bebauungsplan entsprechend festgesetzt. Auch die Knicks sollen mit Ausnahme unvermeidlicher Stra?endurchbr?che erhalten bleiben.

Planungsziel

Der Senat hat am 6. Oktober 2015 mit der Drucksache ?Fl?chtlingsunterk?nfte mit der Perspektive Wohnen 2015? beschlossen, neue, gro?fl?chige und dauerhafte Siedlungsfl?chen zur langfristigen Schaffung von dauerhaften Wohnquartieren zu entwickeln. Jedes Bezirksamt wurde gebeten, eine Fl?che von ca. 8 ha zu benennen, auf der z?gig Unterk?nfte f?r Fl?chtlinge mit der Perspektive Wohnen in einer Gr??enordnung von 800 Wohnungen errichtet werden k?nnen. Als Kernelement der Strategie wird Wohnungsbau im Quartierszusammenhang vorgesehen. Die geforderten 800 Wohnungen im Bezirk Hamburg-Mitte sollten dabei nach dem Willen des Bezirksamtes von Vornherein auf mehrere Teilfl?chen im gesamten Bezirk verteilt werden. Die Fl?che ?stlich Haferbl?cken ist die erste im Bezirk, die daf?r vorgesehen ist. ?Im Rahmen eines durchgef?hrten Werkstattverfahrens im Januar 2016 mit intensiver B?rgerbeteiligung (ausf?hrlich mit allen Unterlagen unter http://www.hamburg.de/mitte/projekte/4656470/werkstattverfahren-quartiersentwicklung-am-oejendorfer-see/ einzusehen und herunterzuladen, Quelle: Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung) wurden auch Fl?chen am Ha?loredder betrachtet, jedoch als ungeeignet verworfen. Auf der Fl?che ?stlich Haferbl?cken sollen nun insgesamt etwa 550 Wohneinheiten vorwiegend als verdichtete Einfamilienhausbebauung entstehen. In diesem Zusammenhang hat der Bezirk von Beginn an festgelegt, das von diesen Einheiten maximal etwa 250 als Unterk?nfte f?r Fl?chtlinge vorgesehen werden, um deren Integration zu unterst?tzen. Bei einer durchschnittlichen Belegung von 4 Personen je Wohnung wird mit etwa 1.000 Schutzsuchenden mit gesicherter Bleibeperspektive, darunter viele Familien mit Kindern, gerechnet.

Parallel zum Bebauungsplanverfahren erfolgt die Quartiersentwicklung im Rahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung (RISE), von einem Begleitgremium unterst?tzt?(http://www.hamburg.de/mitte/wohnquartier-haferbloecken/6582740/werkstattverfahren-quartiersentwicklung-am-oejendorfer-see-begleitgremium-quartiersentwicklung/). U.a. werden parallel zum Wohnungsbau die zentrale Freifl?che mit Spielplatz, eine gemeinschaftlich nutzbare Fl?che mit Gr?nbereichen, einem Haus der Begegnung sowie einem Interkulturellen Garten projektiert und entwickelt.

Da das Bebauungsplanverfahren aufgrund umfangreicher Regularien zur Beteiligung von Beh?rden und B?rgern sehr komplex ist, sollen die f?r die Fl?chtlinge vorgesehenen Teilfl?chen und die hierf?r erforderliche Erschlie?ung vorab auf der Grundlage von ? 246 Absatz 14 Baugesetzbuch genehmigt werden.

Ziel ist es, die geplanten ?ffentlichen Unterk?nfte reihenhausartig als so genannte Duplex-H?user mit zwei Wohnungen je Geb?ude zu errichten. Als Bauherr sind hier die SAGA/GWG sowie als lokale Bestandshalterin die ?Hamburger Baugenossenschaften HANSA und BGFG t?tig. F?r die Zeitdauer der Nutzung als ?ffentlich-rechtliche Unterk?nfte wird f?rdern & wohnen die Tr?gerschaft ?bernehmen. Die Wohnungen werden ohne Abstriche vom aktuellen Baustandard mit eigenen B?dern und K?chen errichtet. Durch unterschiedliche Wohnungsgr??en soll eine gewisse Mischung der Bewohnerschaft erreicht werden. Nach der Nutzung als ?ffentlich-rechtliche Unterbringung ? l?ngstens nach 15 Jahren ? erfolgt nach einem Stufenmodell eine Umwandlung in regul?re Wohnungen, die weiten Kreisen der Bev?lkerung zur Verf?gung stehen.

Die dar?ber hinaus vorgesehenen etwa 300 Wohneinheiten sollen zu einem gr??eren Teil als Reihenh?user zur Eigentumsbildung errichtet werden. Deren Bau erfolgt zeitversetzt, sobald die Bezirksversammlung? Hamburg-Mitte den Bebauungsplan beschlossen hat und damit die Vorweggenehmigungsreife gem?? ? 33 BauGB vorliegt.

Das Plangebiet wird wie folgt begrenzt:

Haferbl?cken - Bundesautobahn A 24 ? ?ber das Flurst?ck 2198 (?jendorfer Park), Ostgrenzen der Flurst?cke 4019 und 4020, Ost- und S?dgrenze des Flurst?cks 4021, S?dgrenzen der Flurst?cke 4022 und 4023 der Gemarkung ?jendorf, Bezirk Hamburg-Mitte (Ortsteil 130).

Das Bebauungsplanverfahren wird seitens des Fachamtes Stadt-und Landschaftsplanung als regul?res Verfahren mit integrierter Umweltpr?fung gem?? Baugesetzbuch (BauGB) durchgef?hrt. Der Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung hat der Einleitung des Planverfahrens am 23. M?rz 2016 zugestimmt. Im Rahmen der Planaufstellung sind auch der Fl?chennutzungsplan und das Landschaftsprogramm der Freien und Hansestadt Hamburg zu ?ndern (zust?ndig hier: Beh?rde f?r Stadtentwicklung und Wohnen BSW). ?Zwischenzeitlich, am 19. Juli 2016, wurde auf Basis eines Beschlusses des Senats (HmbGVBl. S.313) f?r die vorgesehenen Baufl?chen der Landschaftsschutz aufgehoben.

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Daten zum Planverfahren

Aufstellungsbeschluss:
noch nicht erfolgt

Ge?nderter Aufstellungsbeschluss:
noch nicht erfolgt

?ffentliche Plandiskussion:
8. Dezember 2016

?ffentliche Auslegung:
noch nicht erfolgt

Feststellung:
noch nicht erfolgt

Ver?ffentlichung im Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblatt:
noch nicht erfolgt

Ansprechpartner

Herr Humburg | Tel: 42854-3377
E-Mail: stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de

Herr Wiegand | Tel: 42854-3376
E-Mail: stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de

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