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Modern – Flexibel – Nachhaltig Wiedereröffnung des Hein-Klink-Stadions in der Möllner Landstraße

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Das Hein-Klink-Stadion in Billstedt wurde umfassend modernisiert und aufgewertet. Es bietet nun zeitgemäße und multifunktionale Sportflächen und schützt zugleich als Notentwässerungsanlage das Quartier vor Überflutungen bei Starkregenereignissen. Das ist bundesweit einzigartig. Das Projekt mit Gesamtkosten von rund vier Millionen Euro wurde in zwei Bauabschnitten durch RISE-Mittel und das „Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen“ im RISE-Fördergebiet Billstedt / Horn gefördert.

Drei Personen stehen vor dem Fußballfeld eines Stadions.

Hein-Klink-Stadion in Billstedt

Eine von Grund auf neugestaltete Sportanlage wäre in anderen Zeiten ein Anlass, dies mit einem großen Vereins- und Sportfest zu feiern. Pandemiebedingt ist das leider in dieser Form noch nicht möglich. Trotzdem soll die Wiedereröffnung des Hein-Klink-Stadions gebührend gewürdigt werden.

Zur Wiedereröffnung der Sportanlage an der Möllner Landstraße mit  Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen), Bezirksamtsleiter Falko Droßmann sowie  Ingo Hannemann (Technischer Geschäftsführer Hamburg Wasser) gab es außerdem  die Premiere der neuen Sportart  Walking Football.

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Mit der umgestalteten Sportanlage an der Möllner Landstraße ist im Herzen von Billstedt eine multifunktionale Sportstätte entstanden, die für den Stadtteil,  seine Bewohnerinnen und Bewohner und die Vereine dort von großer Bedeutung ist. Sie bietet Raum für vielfältige Trainingsmöglichkeiten und sportliche Wettkämpfe. Die Modernisierung und der Ausbau der Sportanlage ist ein weiteres gelungenes Beispiel für die seit vielen Jahren erfolgreiche Entwicklung im RISE-Fördergebiet Billstedt / Horn. Ich freue mich sehr, dass mit der Unterstützung von RISE und weiteren Mitteln des Bundes diese wunderbare, moderne Sportanlage für ein vielseitiges Sport- und Freizeitangebot für Jung und Alt in Billstedt entstanden ist, das Freude und Spaß an sportlichen Aktivitäten weckt.“

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann: „Moderne Sportstätten sind heute multifunktionale Räume, die neben einer diversen sportlichen Nutzung auch einen öffentlich zugänglichen, attraktiven Freiraum für die Anwohnerinnen und Anwohner bieten sollen. Gerade für den Hamburger Osten mit seinen vielen Potenzialen, ist eine nachhaltige Quartiersentwicklung der Infrastruktur und auch der Sportangebote von besonderer Bedeutung. Zudem schlagen wir hier quasi gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Im Mai 2018 haben wir zum Beispiel an der Glinder Au bereits Erfahrungen mit Starkregenereignissen und deren verheerenden Folgen gemacht. Dies war Anlass für uns als Bezirk, überall dort wo es möglich ist, mit solchen Maßnahmen zur Notentwässerung vorzusorgen.“

Ingo Hannemann (HamburgWasser): “Dieses Projekt zeigt mustergültig, wie verschiedene städtische Institutionen zusammenarbeiten, um Hamburg robuster gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Es ist damit ein Paradebeispiel für das Zusammenspiel von Infrastrukturen und Städtebau und es zeigt, dass Stadtwachstum und naturnahes Regenwassermanagement nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen. Die Mehrfachnutzung von Flächen wie Sportplätzen ist ein wichtiger Baustein für Hamburg, um sich gegen Starkregen zu wappnen. Wir hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht.“

Unter breiter Beteiligung der Bewohnerschaft und der anliegenden Vereine im Quartier wurden mit der Neugestaltung des Hein-Klink Sportanlage vielfältige, an den Bedarfen orientierte Angebote für die Anwohnerinnen und Anwohner, die Sportvereine und die umliegenden Schulen im Stadtteil Billstedt geschaffen. Damit können jetzt zahlreiche Sport- und Freizeitangebote für Jung und Alt im Quartier angeboten werden. Mit dem neuen Kunststoffrasen auf den Spielfeldern besteht für die Sportlerinnen und Sportler und die umliegenden Schulen und Sportvereine ein verlässliches, ganzjähriges Trainingsangebot.

Durch die neugeschaffenen Sportangebote konnten die Lebensbedingungen der Menschen im Quartier verbessert werden. Auch die Integration neu hinzugezogener Bewohnerinnen und Bewohnern aus verschiedenen Nationalitäten im Quartier wird durch das breite Angebot gefördert, so dass neben dem gesundheitlichen  auch der soziale Aspekt die große Bedeutung der neuen Sportanlage für den Stadtteil unterstreicht. 

Rund vier  Millionen Euro öffentliche Mittel sind in den Umbau der Sportanlage investiert worden. Die Neugestaltung des Hein-Klink-Stadions mit attraktiven Freiflächen und neuen Umkleiden wurde durch den Einsatz von RISE-Fördermitteln in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro ermöglicht. Zusätzlich wurden rund 615.000 Euro aus dem „Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen“ für ein neues American-Football-Spielfeld und moderne Fußballspielfelder eingesetzt. Die übrige Finanzierung erfolgte aus Mitteln des bezirklichen Sportstättenbaus, der Senatskanzlei, der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft sowie von Hamburg Wasser.

Eine moderne Ausstattung und der Umbau der Sportflächen zu normgerechten, hochbelastbaren Kunststoff- und Kunststoffrasenoberflächen gehören zum Kern der Modernisierung. Die bauliche Planung legte, neben der Attraktivität der Anlage, auch einen besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Die Nutzung von möglichst sortenreinen Baustoffen soll zukünftig ein Recycling der Flächen ermöglichen. Für die Beleuchtung der Sportanlage erfolgte eine Umrüstung auf eine ressourcenschonende LED-Technik.

Bislang wurde die Anlage hauptsächlich von der Sportvereinigung Billstedt-Horn von 1891 e.V. genutzt - vor allem für den Fußballsport in allen Altersklassen. Der Verein gehört zu den anerkannten Stützpunktvereinen des Programms „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Der Umbau ermöglicht nun eine verlässliche ganzjährige Nutzung und bietet dabei ein besonderes Maß an Flexibilität durch eine multifunktionale Bespielbarkeit. Da die neuen Spielfelder auch für den Spielbetrieb von American Football geeignet sind, wird die Sportanlage in der Möllner Landstraße zur neuen Haupttrainingsstätte der Hamburg Huskies. Und auch die Sportvereinigung Billstedt-Horn v. 1891 e.V. ist nun mit einer ganz neuen Sparte am Start: Walking Football.

Eine Besonderheit der Planung ist der Einbau von Elementen zur Starkregenvorsorge in Kooperation mit Hamburg Wasser und der Behörde für Umwelt und Energie im Rahmen des RISA-Projekts (RegenInfraStrukturAnpassung). Dem tieferliegenden Gelände des Hein-Klink-Stadions wird im Fall heftiger Niederschläge das Wasser aus den überlasteten Regensielen, die nicht für solche seltenen Ereignisse ausgelegt sind, zugeführt.

Dazu wurde eine Verbindung zum vorhandenen Regenwassersiel geschaffen. Bei starkem Regen kann künftig überschüssiges Regenwasser aus der Umgebung dem Sportplatz zufließen und dort in großen Rigolen unterhalb der Sportfelder versickern. Im Falle besonders starker Regengüsse (Eintrittswahrscheinlichkeit alle 5 Jahre oder seltener), kann der Regen außerdem auf der Sportplatzfläche einstauen. Damit wird der lokale Überflutungsschutz erheblich verbessert und gleichzeitig die natürliche Versickerung von Regen gefördert. Die Anlage ist in ihrer Art bundesweit einzigartig.

Für die gesamtheitliche Maßnahmenplanung konnte das Planungsbüro Naumann Landschaft aus Hamburg gewonnen werden. 

Hintergrund

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. In den RISE-Fördergebieten werden Nachverdichtungspotenziale aktiviert, Neubaupotenziale erschlossen und Wohnungsbestände stabilisiert. Damit trägt das Programm auch zur Entlastung des Wohnungsmarkts und zu einer angemessenen Wohnraumversorgung für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bei. Hamburg umfasst derzeit 27 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt gibt es 33 Fördergebiete, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

Ganz neu in Hamburg. Was ist Walking Football?:
Die Spvgg Billstedt Horn stellt vor: Walking Football. Das bedeutet ins Deutsche übersetzt „Geh-Fußball“. Erstmals wurde diese Fußballform 2011 in Chesterfield/England gespielt. Die Regeln sind einfach: Kein Abseits, kein Torwart, keine Fouls und der Ball darf nicht höher als einen Meter m gespielt werden. Die wichtigste Regel: Laufen verboten! Der Gesundheitssport ist somit auch für Menschen, die Probleme mit Muskeln, Gelenken oder sogar dem Herz haben, geeignet. Walking Football begeistert zunehmend und ist ein echter Trend geworden. In den Niederlanden - und seit 2017 auch in Deutschland - interessieren sich bereits einige Vereine dafür, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung über 50 (wieder) für das Fußballspielen zu gewinnen. Nur wenige erkennen bisher das Potenzial, die Fußballvariante auch für jüngere Menschen anzubieten.  Die Spvgg Billstedt Horn möchten genau diesen Schritt, als erste inklusive Walking Football Mannschaft in Hamburg, möglich machen. Dazu besitzt der Verein bereits seit einem Jahr eine Kooperation mit der Abteilung Sport und Inklusion der Stiftung Alsterdorf, so dass die Mannschaft am 03.06.2021 ins Training starten konnte. Durch kostengünstige Angebote sollen viele Menschen aus dem Stadtteil angesprochen werden, an diesem neuen Sportangebot teilnehmen zu können.

Interessierte laden wir herzlich ein, sich am Tag der Eröffnung über die verschiedenen Sportangebote zu informieren und mitzukicken.

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Pressekontakt

Pressestelle des Bezirksamtes Hamburg-Mitte

Sorina Weiland
Sarah Kolland

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