Skyline
Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Effizienterer öffentlicher Nahverkehr Interreg Europe-Projekt eBussed startet in Abschlussphase

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Der Klimawandel war und ist das drängendste Problem unserer Zeit. Auch das 2019 gestartete europäische Interreg-Projekt eBussed nimmt sich dieser Thematik an und möchte eine kohlenstoffarme Wirtschaft fördern. Das EU-Projekt unterstützt die Umstellung der europäischen Partnerregionen hin zu CO2-reduzierter Mobilität und einem effizienteren öffentlichen Nahverkehr. 

E-Bus Vorstellung

EU-Projekt gegen Klimawandel

Mit seinem Klimaplan und der Entscheidung, ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse zu beschaffen, hat die Stadt Hamburg schon früh Maßnahmen im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs zum Schutz des Klimas ergriffen. In Hamburg ging der erste batterieelektrisch betriebene Bus 2014 auf die Straße. Mittlerweile sind über 200 umweltschonende E-Busse im hvv unterwegs und es werden immer mehr. 

Die Umstellung ihrer Busflotten von Dieselbussen auf E-Busse stellt die HOCHBAHN und die VHH vor große Herausforderungen und verlangt grundlegende Veränderungen in der Beschaffung, im Betrieb und in der Unterhaltung. Busbetriebshöfe werden umgerüstet und neue, rein elektrische Betriebshöfe geplant und gebaut, einhergehend mit einem hohen Maß an Digitalisierung. Das Wissen, das hierbei gewonnen wird, fließt in das europäische Interreg-Projekt eBussed ein, das im Bezirk Hamburg-Mitte koordiniert wird. Bei dem Projekt steht der Austausch von Erfahrungen bei der Umstellung zwischen den Partnerregionen im Mittelpunkt. Neben Hamburg sind Turku/Finnland, Livorno/Italien, Gozo/Malta, Utrecht/Niederlande und die Region Südtransdanubien/Ungarn an diesem Projekt beteiligt. 

Nachdem die Pandemie den Wissenstransfer auf Onlineformate reduziert hatte, konnte ein erstes großes Projekttreffen von Angesicht zu Angesicht im Mai 2022 in Hamburg stattfinden. Dieses Treffen, zu dem die europäischen Projektpartner jeweils regionale Akteure mitbrachten, markierte gleichzeitig das Ende der ersten Projektphase, dem Sammeln und Austauschen von Informationen und Erfahrungen. Jede der beteiligten Regionen hat zum Ende dieser Phase einen Maßnahmenplan erstellt. In diesem werden Aktivitäten beschrieben, die im kommenden Jahr umgesetzt und dabei durch das Projekt begleitet werden.  

Durch den Wissenstransfer zwischen den europäischen Partnern wurde das Augenmerk auch auf das Thema Brandschutz gelenkt. Hier kam die Inspiration aus der Provinz Utrecht in den Niederlanden. Die HOCHBAHN ist derzeit mit der Erstellung eines gesamtheitlichen Leitfadens zur Prävention und Bekämpfung von Bränden befasst, in die verschiedene Akteure eingebunden werden. Bei der VHH wird die Umrüstung und Neuplanung von E-Busbetriebshöfen von einer HSE-Beauftragten (Health-Safety-Environment) begleitet. Mit der Veröffentlichung des Maßnahmenplans hat jetzt die Phase begonnen, in der die Hochbahn und die VHH die geplanten Aktivitäten umsetzen und dabei von der Stadt - koordiniert vom Bezirk Hamburg-Mitte - begleitet werden. 

Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Der interregionale Austausch war und ist wertvoll für die Umstellungsprozesse in Hamburg. Wir freuen uns, als Bezirksamt das Projekt nun auch in die letzte Phase der Umsetzung begleiten zu dürfen. Schon jetzt profitieren wir von dem Einsatz von E-Bussen in unserer Stadt. Da sie kein CO2 ausstoßen und weniger Lärm verursachen, tragen sie zu einer höheren Lebensqualität bei.“  

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Bis 2030 sollen in Hamburg alle Bahnen und Busse emissionsfrei verkehren. Dafür müssen wir die zwei wichtigen Parameter Infrastruktur und Digitalisierung nutzen. Die Neugestaltung der E-Busbetriebshöfe und die Anpassung der E-Busse auf den neuesten digitalen Stand sind erfreuliche Maßnahmen, die nicht nur dem Stadtbild ein modernes Gesicht geben, sondern zeitgleich das Klima schützen und einen Beitrag zur Antriebswende darstellen.“ 

Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN: „Der Austausch mit anderen Unternehmen und Regionen ist wichtig. Diese Erfahrungen haben wir auch bei der E-Bus-Initiative gemacht, die wir mit der Berliner BVG und der VHH vor Jahren gegründet haben. Hierdurch konnten wir wichtige Standards entwickeln, die jetzt der ganzen Branche zugute kommen.“  

Toralf Müller, Geschäftsführer VHH: „Mit dem Wandel zu emobilen Unternehmen haben wir alle Neuland betreten. Es gibt kein Copy&Paste. Da ist es gut, unterschiedliche Ansätze gemeinsam zu diskutieren und zu lernen, was bei dem einen gut oder bei dem anderen eben nicht funktioniert. Nur so können wir gemeinsam besser werden.“ 

Themenübersicht auf hamburg.de

Pressekontakt

Karte vergrößern

Pressestelle des Bezirksamtes Hamburg-Mitte

Elsa Scholz
Josefina Kordys

Anzeige
Branchenbuch