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Sportanlage Snitgerreihe Das Sportfunktionsgebäude ist fertiggestellt!

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Damit ist die Modernisierung und Erweiterung der Horner Sportanlage Snitgerreihe im Rahmen des Modellvorhabens „Mitte Machen“ fast abgeschlossen: Nachdem im Sommer letzten Jahres bereits das Großspielfeld und die Kleinspielfelder auf dem Schulgelände an die Nutzerinnen und Nutzer übergeben werden konnten, wird nun das neue Sportfunktionsgebäude an die Sportlerinnen und Sportler übergeben.

Eine Personengruppe steht vor einer Sportanlage und schaut in die Kamera. Foto v.l.: Martin Fischer Modellvorhaben „Mitte machen“, Ralf Neubauer Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, Torge, Hauschild, Comas Molina und Christian Burkhard vom Bezirklichen Sportstättenbau, Janine Tietgen Modellvorhaben „Mitte machen“, Kenan Kepceoglu Platzwart.

Sportanlage Snitgerreihe

Multifunktional, beispielgebend und innovativ, das sind die Kriterien des Bundesprogramms, die bei diesem Projekt im Fokus stehen. Dies gilt auch für das neue Sportfunktionsgebäude auf der Sportanlage Snitgerreihe. Das barrierefreie Gebäude überzeugt mit ansprechender Holzfassade und vorgehängter Boulderwand. Der eingeschossige Bau mit einer Fläche von etwa 180 m² Bruttogrundfläche (BGF) beinhaltet außerdem drei Umkleideräume mit Duschen, einen Schiedsrichterraum, öffentliche Unisex-WCs, ein Platzwartbüro und einen Technikraum.

Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Das Modellvorhaben eröffnet uns die Möglichkeiten, Projekte anders umsetzen zu können als in der Vergangenheit oftmals geschehen. Wir können Nachhaltigkeit, Innovation und Modellhaftigkeit weiterdenken als es sonst der Fall ist, was zu sehr guten Ergebnissen führt, gerade was die Wiederverwendung von Baustoffen angeht, aber auch den Einbau innovativer Technik. Das nun die Sportanlage Snitgerreihe bundesweit das Projekt ist, was nicht nur bereits in Nutzung, sondern auch in den weiteren Bauabschnitten diese Fortschritte macht, freut mich als Projektkoordinator natürlich ganz besonders. Und ich bin zuversichtlich, dass mit dem Bau der Kaltlufthalle ein sehr guter Projektabschluss erfolgen wird.“

Bei der Auswahl der Baumaterialien wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Das Gebäude ist mit einem Gründach ausgestattet und verfügt über eine Photovoltaikanlage.

Holz ist der wesentliche Baustoff, der sich nicht nur im Rahmenbau und in der Dachkonstruktion findet, sondern als Holzfaserdämmstoff auch für die Dämmung verwendet wird. Das für die Fassade genutzte Holz ist zudem Cradle-to-Cradle zertifiziert.

Ganz ohne Beton geht es aber auch nicht Für die Bodenplatte wurde Recycling-Beton verwendet. Ein umlaufender Betonsockel wird die Holzkonstruktion vor Feuchtigkeit und Spritzwasser schützen.

Ein besonderes Thema in Umkleidekabinen und Duschen ist die feuchte und warme Luft. Um hier nur dann zu lüften, wenn es wirklich erforderlich ist, erfolgt die Lüftung durch eine feuchtegesteuerte Abluftanlage. Eine Querlüftung ist zudem durch elektrische Fensteröffner möglich, die zentral vom Platzwartbüro gesteuert werden.

Dies alles hat das Bezirksamt Hamburg-Mitte für Gesamtkosten in Höhe von rund 1 Mio. Euro realisieren können.

Die Freianlagen rund um das Sportfunktionsgebäude werden noch hergerichtet. Dazu zählt neben einer Calisthenicsanlage auch ein Fallschutzbelag, durch den die Boulderwand dann genutzt werden kann. Die übrige Fläche wird gepflastert. Die Freianlagen werden voraussichtlich Ende Oktober fertiggestellt.

Abgeschlossen werden soll die Modernisierung der Sportanlage durch eine sogenannte Kaltlufthalle, also ein überdachtes Kleinspielfeld. Dort wird neben ganzjährigen Sportangeboten vor allem auch ein Angebot für den Stadtteil und die Schule vorgehalten werden, wo Lesungen, Flohmärkte und Ausstellungen möglich sein sollen. Die Planungen hierfür sind in vollem Gange. Mit dem Bau wird voraussichtlich Ende dieses Jahres oder Anfang 2025 begonnen.

Hintergrund des Modellvorhabens

Mit dem Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung „Mitte Machen“ entwickeln und erproben der Bund und die Freie und Hansestadt Hamburg unter dem Dach der Nationalen Städtebauförderung beispielhaft Modernisierungs- und Anpassungsstrategien für einen klimagerechten Umbau, eine Infrastruktur für neue Mobilitätsformen, Nachverdichtung und für ein Nebeneinander von Sport, Wohnen, Freizeit und Gewerbe und den sozialen Zusammenhalt.

Der Bezirk Hamburg-Mitte wurde dabei als eine von bundesweit sieben Kommunen vom Deutschen Bundestag ausgewählt. Der Bund stellt Hamburg für die Finanzierung des Modellvorhabens über 67 Millionen Euro zur Verfügung. Die für das Modellvorhaben erforderliche Kofinanzierung in gleicher Höhe wird von der Freien und Hansestadt Hamburg bereitgestellt. Das Modellvorhaben läuft von 2019 bis aktuell 2026.

Für das Projekt an der Snitgerreihe stehen insgesamt rund 5 Millionen Euro zur Verfügung, von denen jeweils die Hälfte vom Bund und Hamburg kommen.

Zum Modellgebiet zählen die Stadtteile Billbrook, Billstedt, Borgfelde, Hamm, Hammerbrook, Horn und Rothenburgsort. Sportanlagen, Bolzplätze, Quartiershäuser - es sollen Begegnungsorte in den Quartieren entstehen, mit Sport-, Bewegungs-, Freizeit – und sozialen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen. Wichtig ist dabei, dass sie sich an den Bedarfen und Bedürfnissen vor Ort ausrichtet. Die Freianlagen und Gebäude sollen multifunktional, zeitgemäß und nutzerfreundlich sowie umweltfreundlich gestaltet werden.

Auf der Homepage des Modellvorhabens https://www.mitte-machen.hamburg wird regelmäßig über die aktuellen Projekte und deren aktueller Stand informiert.

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Pressekontakt

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Pressestelle des Bezirksamtes Hamburg-Mitte

Elsa Scholz
Josefina Kordys

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