Bezirk Hamburg-Mitte

Projekt Mitte machen – Zukunftsplan Soziales Horn

Überplanung der sozialen Infrastruktur in Hamburg-Horn.

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Mitte machen – Zukunftsplan Soziales Horn

Der Stadtteil Horn wächst und gewinnt weiter an Attraktivität, nicht zuletzt für junge Familien. So werden in den nächsten Jahren mindestens 800 neue Wohnungen entstehen und die Bevölkerung wird die Marke von 40.000 überschreiten. Gleichzeitig bestehen bei Themen wie Bildung, Gesundheitsprävention, Seniorenarbeit, Vermeidung sozialer Isolation oder Arbeitslosigkeit nach wie vor große Herausforderungen. Um diesen wirksam zu begegnen, gibt es bereits viele Angebote in Horn. Diese müssen aber – soweit sie es noch nicht sind – fit für die Zukunft gemacht werden, um die Lebensqualität und ein gutes Miteinander im Stadtteil zu sichern.

Es gibt vor allem drei Gründe, jetzt zu handeln und zu überlegen, ob alle Einrichtungen und Angebote in der derzeitigen Form noch zu den genannten Herausforderungen passen.

Erstens haben sich Anforderungen an soziale und pädagogische Aktivitäten und Maßnahmen in den letzten Jahren durch den demographischen Wandel,  Kita-Ausbau oder die Einführung der Ganztagsschule, erheblich verändert und müssen in der Angebotsstruktur berücksichtigt werden.  

Zweitens sind viele Gebäude, die soziale bzw. pädagogische Einrichtungen beherbergen, in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig. Vor einer Einleitung etwaiger Sanierungsmaßnahmen ist zu prüfen, ob die räumlichen Voraussetzungen der Gebäude überhaupt noch zeitgemäß sind.

Drittens ist festzustellen, dass Einrichtungen, die Angebote für unterschiedliche Zielgruppen machen wie z. B. die „Horner Freiheit“, einen hohen Attraktivitätsgrad haben, da dort unterschiedliche Anliegen auf kurzem Weg bearbeitet werden können. Insofern verspricht eine gemeinsame Nutzung von Gebäuden und eine intensivere Zusammenarbeit der Menschen und Einrichtungen, die im Stadtteil aktiv sind, Vorteile für alle zu bringen.

Unser Ziel ist es sicherzustellen, dass die öffentlichen Angebote – z. B. für Kinder Jugendliche und Familien oder Seniorinnen und Senioren – zu dem passen, was die Menschen im Stadtteil jetzt und künftig brauchen. Dafür ist es wichtig, dass Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils, ansässige Träger und Einrichtungen sowie Politik und Verwaltung Angebote gemeinsam planen und umsetzen. Entscheidend ist, nicht nur die jeweils eigene Zielgruppe im Blick haben, sondern den Stadtteil als Ganzes zu betrachten. Unsere Vision ist daher ein Stadtteil, in dem die verschiedenen Einrichtungen im Stadtteil zusammenarbeiten und gemeinsam Gebäude nutzen, in denen sich alle Bewohnerinnen und Bewohner von Horn willkommen fühlen.

Wenn wir jetzt nichts ändern, ist damit zu rechnen, dass künftig Angebote und Nachfrage nicht immer zusammenpassen werden und dies die Attraktivität des Stadtteils beeinträchtigt. Zudem steht zu befürchten, dass einige Standorte aufgrund des schlechten Bauzustandes bzw. unzureichender räumlicher Voraussetzungen ohne Alternative aufgegeben werden müssen.

Um diese notwendigen Veränderungen einleiten zu können, möchte das Bezirksamt zuerst herausfinden, welche Angebote und Einrichtungen die Menschen im Stadtteil brauchen. Dabei können Menschen, die in diesen Einrichtungen arbeiten, genauso mitreden, wie diejenigen, die in Horn leben und Angebote nutzen oder gern nutzen möchten. Darüber hinaus wird aufgelistet, welche Angebote es bereits gibt und verglichen, ob diese noch den prognostizierten Bedarfen entsprechen. Am Ende dieses Prozesses wird das Bezirksamt Vorschläge entwickeln, was sich ändern sollte, damit die Angebote so gut wie möglich zu dem passen, was Menschen in Horn benötigen und wollen.

Dazu wird es  mehrere öffentliche Veranstaltungen geben, zu denen Gruppen und Interessenvertreter im Stadtteil eingeladen werden. Dabei wird das Projekt vorgestellt und diskutiert, welche Angebote es bereits im Stadtteil gibt. Außerdem sollen erste Anregungen aufgenommen werden, was noch verbessert werden sollte.

Die erste dieser Veranstaltungen hat am 26. Juni 2018 stattgefunden. Außerdem soll mit Vertreterinnen und Vertretern der Gruppen gesprochen werden, für die die verschiedenen Angebote eingerichtet wurden. Dazu gehören beispielsweise Kinder und Jugendliche, junge Eltern und Seniorinnen und Senioren. Mit den Informationen aus diesen Veranstaltungen und Gesprächen wird das Bezirksamt Vorschläge erarbeiten, wie die Angebote verbessert werden können. Am Ende des Jahres werden diese Vorschläge dann auf einer Abschlussveranstaltung präsentiert. Dabei wird auch erklärt werden, wie es konkret weiter gehen wird.

Ansprechpartner

Michael Mentz
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Fachamt Sozialraummanagement
Caffamacherreihe 1–3 | 20355 Hamburg

Tel.: 040 42854-2407
E-Mail: michael.mentz@hamburg-mitte.hamburg.de

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